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Albstadt

Welt-fair-Änderer-Woche in Onstmettingen begeistert: Zahlreiche Vereine bringen sich ein

17.10.2019

Von Susanne Conzelmann

Welt-fair-Änderer-Woche in Onstmettingen begeistert: Zahlreiche Vereine bringen sich ein

© Susanne Conzelmann

Zahlreiche Organisationen und Vereine brachten sich ein, auch Vertreter der Kirche engagierten sich als "Schöpfungsbummler"

Die Idee zur Schulprojektwoche brachte vor über einem Jahr Andreas Schwarz ein. Der Schulpastoral und Schulsozialarbeiter brauchte nicht viel Überredungskunst, um Rektor Giorgios Mpouras und das Lehrerkollegium der Schillerschule Onstmettingen zu überzeugen. Und auch der Bund der Deutschen Katholischen Jugend (BDKJ) konnte für den Veranstaltungsort Onstmettingen begeistert werden.

WELTfairÄndererer-Woche in Onstmettingen begeistert

„Begeistert“ – ein Adjektiv, dass einem immer wieder in den Sinn kommt, wenn man sich das Projekt in seiner ganzen Bandbreite anschaut. Da ist zum Beispiel das Mädchen, das gerade als Fünftklässlerin neu an die Schillerschule gekommen ist: „Diese Schule gefällt mir jetzt schon!“ Durch die (Schul-)Bank weg sind die Mädchen und Jungen von Klasse 1 bis 10 mit Eifer dabei. Da sind die Lehrer, die selbst mit Begeisterung vorangehen.

Vereine und Verbände sind mit dabei

Da sind die vielen Onstmettinger Vereine und Verbände, bei denen die Schillerschule offene Türen einrannte; das Weltfairänderer-Projekt wurde dadurch zu weit mehr als einem reinen Schulprojekt. Nahezu alle Vereine des Stadtteils beteiligten sich an der Woche. Da sind die Sponsorenpartner, denn ohne finanzielle Unterstützung wäre das Vorhaben auch nicht durchführbar gewesen.

Und da ist Dominik Nawratil und sein ehrenamtliches Team. Der Bildungsreferent für Schule und Jugendarbeit beim BDKJ, Diözese Rottenburg-Stuttgart, ist seit 2015 an Schulen, hauptsächlich im ländlichen Raum, unterwegs. Er möchte mit seiner Arbeit Kinder und Jugendliche dafür sensibilisieren, wie sie fair mit sich, mit andern und mit der Umwelt umgehen können. Auch Rektor Mpouras ist das Sensibilisieren wichtig. „Die Schüler sollen nachdenken über ihr Tun und Handeln, für sich selbst und andere.“

Welche Folge hat unser Handeln für andere?

Dies schlug sich in den angebotenen Workshops nieder. Dabei ging es um die weltweite Verbundenheit, wie die Schüler am Beispiel des Weltladens und des Fairen Handels lernten. Auch welche negativen Auswirkungen unbedachter Konsum für andere Regionen der Welt haben kann und hat, wurde besprochen. Soziale Gerechtigkeit in unserem Land war ebenso ein Thema, Mitarbeiter der Caritas sprachen mit den Schülern über gleiche Teilhabechancen für alle.

Fairness ist das Wichtigste

Auch die Nachmittagsangebote drehten sich um Nachhaltigkeit, soziales Engagement und Gerechtigkeit. So betonte Trainer Thomas Fritschi vom Boxclub ASV Albstadt immer wieder: „Fairness ist beim Boxen das Wichtigste!“ Teamgeist erleben und Gemeinschaftssinn entwickeln waren die formulierten Ziele beim Fußball des FC Onstmettingen und bei der Mountainbike-Aktion der RSG Albstadt.

Alt und Jung können am gleichen Hobby Freude haben

Dass Alt und Jung Spaß an den gleichen Hobbys haben können, zeigten die Mitarbeiterinnen des Pflegeheims BeneVit: Die Strohbasteleien bereiteten Heimbewohnern wie Schulkindern gleichermaßen Freude. Solidairtät gegenüber Vierbeinern wurden vom Tierheim Tailfingen vermittelt.

Welt-fair-Änderer-Woche in Onstmettingen begeistert: Zahlreiche Vereine bringen sich ein

© Susanne Conzelmann

Beim Boxen ist Fairness das Wichtigste.

Nachhaltige Textilien behandelte die Hochschule, Naturkosmetik stellten Anja Rist von der Schillerschule und BeneVit her. Das Kinder- und Jugendbüro Albstadt war verblüfft, wie schnell und richtig die Kinder das „WeltfairÄnderer“- Quiz gelöst hatten und erweiterte sein Programm spontan um den Bau von Bienenhotels.

Müllvermeidung bewahrt die Schöpfung

Die Kirchengemeinde war als „Schöpfungsbummler“ unterwegs, die Bewahrung der Schöpfung, unter anderem durch Müllvermeidung, stand dabei im Vordergrund. Wie man Müll musikalisch wiederverwertet konnte im Workshop des MVO lernen, mit alten Joghurtbechern und Altpapier wurden Musikinstrumente gebastelt.

Die Tische bogen sich unter den Köstlichkeiten

Bei so vielen attraktiven Angeboten sollten auch die Eltern nicht zu kurz kommen. Am Mittwochabend lud daher die Schule zu einem kulinarischen Schulfest ein, bei dem jeder Besucher etwas zum internationalen Buffet beitragen sollte. Die Tische bogen sich unter den Köstlichkeiten, berichtet Schulpastoral Andreas Schwarz, über 300 Personen teilten sich das Essen und neue Kontakte unter der Elternschaft konnten geknüpft werden.

Was bleibt von der Welt-fair-Änderer-Woche? Ganz praktisch wurde den Kindern und Jugendlichen von der Schulleitung eine Wette angeboten: Wenn die Schüler es schaffen, 953 Spenden für den Tafelladen Albstadt zusammenzutragen, erhalten sie im Gegenzug zwei Wasserspender in den Schulgebäuden.

Die Schüler gewannen die Wette spielend

Eine Win-Win-Situation: Zum einen Unterstützung finanzschwacher Personen, zum anderen Vermeidung von Plastikflaschen im Schulbetrieb konnte so generiert werden, den die Schülerinnen und Schüler schafften die Vorgabe natürlich spielend – und mit Begeisterung.

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