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Zollernalbkreis

Warten auf das Gutachten: Die ADAC-Luftretter würden gern im Zollernalbkreis fliegen

30.01.2020

Von Michael Würz

Warten auf das Gutachten: Die ADAC-Luftretter würden gern im Zollernalbkreis fliegen

© ADAC Saarland/Ann-Iren Ossenbrink

Gelbe Engel: Fliegt ein solcher ADAC-Hubschrauber künftig im Zollernalbkreis?

Fliegen die „gelben Engel“ bald in der Region? Der ADAC zeigt Interesse. Beim Roten Kreuz denkt man unterdessen bereits über mögliche Kooperationen nach.

Bekommt der Landkreis eine eigene Luftrettungsstation? Mit diesem Wunsch haben sich Landrat Günther-Martin Pauli und Ratshausens Bürgermeister Heiko Lebherz an das Innenministerium gewandt (wir berichteten ausführlich, lesen Sie mehr dazu mit ZAK+).

Expansion bereits in der Satzung verankert

Nach der DRF-Luftrettung hat nun auch die ADAC-Luftrettung ihr Interesse an einer Station im Zollernalbkreis bekundet. „Bereits in unserer Satzung ist die Weiterentwicklung der Luftrettung festgeschrieben“, sagte ADAC-Sprecher Jochen Oesterle im Gespräch mit dem ZOLLERN-ALB-KURIER.

Im Falle einer Ausschreibung ist mit der ADAC-Luftrettung zu rechnen

Sollte das vom Innenministerium in Auftrag gegebene Gutachten, das die Luftrettung in Baden-Württemberg untersucht, Bedarf im Zollernalbkreis sehen, wolle sich die ADAC-Luftrettung für diesen Standort bewerben, so Oesterle. Die ADAC-Luftrettung sei eine der größten Luftrettungsorganisationen in Europa. Pro Jahr fliegen die „gelben Engel“ mehr als 50.000 Einsätze.

Gutachten wird in naher Zukunft erwartet

Sowohl bei der DRF-Luftrettung als auch bei der ADAC-Luftrettung wird das Gutachten derzeit mit Spannung erwartet – es sei für Anfang 2020 avisiert, sagte ein Sprecher des Innenministeriums kürzlich unserer Zeitung. Fachleute gehen davon aus, dass in der Folge weitere Luftrettungsstationen in Baden-Württemberg ausgeschrieben werden – der Zollernalbkreis habe gute Chancen, vermuten diese.

Fliegende Notfallsanitäter aus dem Zollernalbkreis?

„Wir sind für Kooperationen offen“, sagt unterdessen Heiko Lebherz in seiner Funktion als Vorsitzender des Roten Kreuzes im Zollernalbkreis. Er könne sich vorstellen, Mitarbeiter des hiesigen Rettungsdienstes auf einem Hubschrauber einzusetzen. „Das wollen wir auch schnell und aktiv forcieren.“ Sollte eine Luftrettungsstation für den Zollernalbkreis ausgeschrieben werden, wolle man beim DRK abwarten, welcher Betreiber den Zuschlag erhält. „Und dann anbieten, mit diesem im Bereich der Notfallsanitäter zusammenzuarbeiten.“

Schnell in die Zielklinik

Eine eigene Luftrettungsstation im Zollernalbkreis – mit ihr würde die medizinische Infrastruktur einen großen Schritt nach vorne machen. Denn für Notfallpatienten sei nicht nur entscheidend, wie schnell Hilfe eintrifft, betont Lebherz. Sondern auch, wie schnell die Zielklinik zu erreichen ist.

Ein Rettungshubschrauber, der etwa die Kliniken in Tübingen oder Villingen-Schwenningen schnell erreicht, brächte den Rettern Erleichterung. Dementsprechend gespannt harren sie nun auch beim Roten Kreuz auf das Ergebnis des Gutachtens.

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