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Handball

Vor dem Spiel des HBW Balingen-Weilstetten in Leipzig: Abwehr bleibt ein großes Thema

09.10.2019

Von Marcus Arndt

Vor dem Spiel des HBW Balingen-Weilstetten in Leipzig: Abwehr bleibt ein großes Thema

© Moschkon

In Leipzig geht der Bundesliga-Aufsteiger aus Balingen am Donnerstag auf die Platte. Die Sachsen liefern bislang ganz unterschiedliche Resultate.

Beim HBW wirkt die bittere 30:32-Heimniederlage gegen den HC Erlangen noch nach. „Wir waren nicht so gut wie gegen Wetzlar“, gesteht Jens Bürkle ein, „machen zu viele Fehler. Und dann kippt so ein Spiel eben weg.“

In einer packenden Partie führen die „Gallier“ in Überzahl mit 27:26 – und noch acht Minuten sind zu absolvieren. Die Schwaben nutzen das Momentum jedoch nicht, verwerfen und kassieren eine strittige Zeitstrafe.

Erlangen erzwingt die Ergebniswende, zieht mit 31:28 davon. Es hätten sich viele kleine Dinge aufsummiert, erklärt der Balinger Kommandogeber, „und es hat sich gezeigt, dass wir in manchen Bereichen noch nicht ganz in der Liga angekommen sind.“

Zu viele Gegentore

Markant: Erneut kassiert der Zweitliga-Meister über 30 Gegentreffer – im Durchschnitt sind es über 31 (218 in sieben Spielen). „Zu viel“, betont Bürkle, „die Abwehr bleibt unser großes Thema.“

Auch gegen die Mittelfranken bekommt der Tabellen-14. phasenweise keinen Zugriff, „hat den Fokus verloren“, so der Sportwissenschaftler. Es seien nur ein paar Prozentpunkte, die fehlen würden, analysiert der 38-Jährige, „aber irgendwie kriegen wir das im Moment nicht hin. Der letzte Schritt fehlt oder wir machen einfach nicht so lange weiter, bis wir den Ball haben.“

Deshalb feilte der frühere Bundesliga-Kreisläufer in wenigen Übungseinheiten vor dem Duell mit den Sachsen (Donnerstag, 19 Uhr) am Defensivverhalten. Bereits am Mittwoch reiste der HBW nach Leipzig, trainierte in Rimpar, „wo wir uns noch einmal taktisch auf den Gegner vorbereitet haben“, verrät der HBW-Coach.

Außenseiter in Leipzig

Nach drei deutlichen Auswärtsniederlage geht der Aufsteiger erneut als Außenseiter auf die Platte, „gegen eine junge, sehr interessante Truppe“ (O-Ton-Bürkle).

Diese liegt mit 10:6 Punkten in Schlagdistanz zur Spitzengruppe, patzte jedoch in Ludwigshafen und zuletzt gegen Nordhorn. „Sonst wären sie wohl Tabellenzweiter“, mutmaßt der Balinger Trainer, welcher sein Team auf einen robusten, physisch starken Gegner einstellt.

Mit Neuzugang Marko Mamic, der vom polnischen Champions-League-Teilnehmer Kielce kam, und dem künftigen Flensburger Franz Semper verfügen die Sachsen über zwei herausragende Akteure auf den Halbpositionen in einem breit aufgestellten Kader.

„Die Körperlichkeit ist enorm“, räumt Bürkle unumwunden ein, „die kommen aus dem Rückraum mit einer unglaublichen Wucht.“ Die fehlte ihnen allerdings beim Schlusslicht Nordhorn-Lingen – ebenso Nationalspieler Philipp Weber, der sich die Ferse geprellt hat. „Das Abklingen seiner Verletzung dauert länger als erwartet“, verrät der Leipziger Mannschaftsarzt Pierre Hepp der dpa.

Schwache Partie gegen Nordhorn

Nach einem starken Start mit 10:4 Punkten haben die Körperkulturellen – ohne Weber – erneut gegen eine Mannschaft aus dem unteren Tabellendrittel verloren. „Die ersten 36 Minuten waren so schwach von uns, wie ich es von meiner Mannschaft lange nicht gesehen habe. Wir dürfen niemals mit sechs Toren in Rückstand geraten“, hadert SC-Übungsleiter André Haber.

Der fordert nun einen Sieg gegen den HBW. Für die Sachsen eine richtungsweisende Partie – bei einer Niederlage würde der Anschluss an das vordere Mittelfeld verloren werden. Mit Weber, der in den ersten sieben Spielen bereits 27 Treffer erzielte, wird dabei wohl eine torgefährliche Option fehlen.

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