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Fußball

Vor dem Abstiegskracher: Balingen-Coach Bernd Bauer spricht von „Wochen der Wahrheit“

14.11.2019

Von Marcel Schlegel

Vor dem Abstiegskracher: Balingen-Coach Bernd Bauer spricht von „Wochen der Wahrheit“

© Moschkon

Balingen empfängt am Samstag Koblenz zum Nachholspiel.

Nach der Zwangspause steigt bei der TSG Balingen am Samstag das einzige Spiel der Regionalliga Südwest. Das „Endspiel“ wurde verschoben – doch jetzt gilt’s für die TSG Balingen: Um 14 Uhr ist der Regionalliga-Letzte TuS RW Koblenz in der Bizerba-Arena zu Gast.

Dass das Kellerduell mit Koblenz aufgrund des plötzlichen Wintereinbruchs auf der Alb abgesagt werden musste, kam Bernd Bauer eigentlich gelegen. Das streitet der 34-Jährige, der erst knapp vier Wochen Trainer der TSG Balingen ist, gar nicht ab – im Gegenteil. „Das war für uns schon in Ordnung“, sagt er.

Alte Wunden heilen

Denn in der unplanmäßigen Pause konnten sich seine teils doch geschundenen Fußballer etwas regenerieren, den taktischen Plan ihres neuen Coaches besser kennenlernen – und vor allem auch alte Wunden heilen. Vor dem ersten von zwei Abstiegs-Endspielen steht Bauer am Samstag nun ein recht gut gefüllter Kader zur Verfügung. Sascha Eisele, Jonas Fritschi und Jonas Vogler, die vergangene Woche wohl ausgefallen wären, konnten nun jedenfalls wieder voll mittrainieren.

An der Bedeutung des Duells mit Rot-Weiß Koblenz hat sich freilich nichts geändert. Die TSG, die mit acht Punkten aus 16 Spielen mehr denn je den Anschluss an die Nicht-Abstiegsplätze zu verlieren droht, braucht gegen den noch sieglosen Tabellenletzten (4 Zähler) einen Erfolg und nichts anderes.

Mindestens vier Punkte sollten es sein

Und in der Folgewoche, wenn am 23. November mit dem FSV Frankfurt (19) der Fünftletzte ebenfalls in Balingen zu Gast ist, sollte es dann der nächste „Dreier“ sein. „Für uns sind das die Wochen der Wahrheit“, sagt Bauer. „Wenn wir zwei Siege holen, sind wir wieder bei der Musik. Wenn nicht, kann sich jeder selber ausrechnen, wie schwer es für uns wird.“ Wohl zu schwer. Am besten sechs, aber mindestens vier, Punkte sollten die Bauer-Jungs gegen Koblenz und Frankfurt holen, sonst können sie eigentlich mit der Oberliga planen.

Bauer sagt nun: „Es muss kein schönes Spiel sein, sondern eines, in dem wir mehr zu leisten bereit sein müssen als der Gegner – und wenn uns das gelingt, wenn wir diese mentale Blockade der letzten Wochen ablegen, werden wir auch gewinnen.“

Mannschaft glaubt an sich

Die Mannschaft jedenfalls glaubt noch daran, den Bock umstoßen zu können. „Wir haben noch immer diesen Willen, jedes Spiel um jeden Preis gewinnen zu wollen, der uns immer auszeichnete“, sagt Stürmer Patrick Lauble, der sich nach langer Verletzung zuletzt wieder Spielminute um Spielminute zurückkämpfte. Sicher sei der Erfolg diese Runde bisher weitgehend ausgeblieben.

Doch, so Lauble: „Dass wir nach vielen Rückschlägen immer wieder aufstehen, zeigt unsere Moral.“ Und: „Wir wissen, dass es keine Ausreden gibt. Wir wissen, dass wir ab sofort punkten müssen.“

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