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Balingen

Von Abba bis Sissi: Die Musicalladies rocken die Balinger Stadthallenbühne

18.11.2019

Von Dennis Breisinger

Von Abba bis Sissi: Die Musicalladies rocken die Balinger Stadthallenbühne

© Dennis Breisinger

Ein Ohren- und ein Augenschmaus waren die Hits, die die Musicalladies und ihre Freunde auf die Balinger Stadthallenbühne brachten.

Nach der sensationellen Premiere im November des Vorjahres stand schnell fest, dass die vom Stadthallenteam und den beiden professionellen Musicaldarstellerinnen Beatrix Reiterer und Melanie Gebhard in Eigenregie produzierte um vom ZOLLERN-ALB-KURIER präsentierte Musical-Gala „Musicalladies & Friends“ eine Fortsetzung finden wird. Am Wochenende war es soweit.

Die beiden Darstellerinnen sind nicht nur in Balingen keine Unbekannten: Reiterer hatte viele Jahre zentrale Rollen unter anderem in den Musicals „Phantom der Oper“, „West Side Story“ und „Evita“ inne und Gebhard war zuletzt Solistin bei diversen Produktionen von Stage Entertainment wie „Ich war noch niemals in New York“, „Wicked“ und „Ghost: The Musical“.

Neuauflage mit hochkarätiger Unterstützung

Bei der Neuauflage von „Musicalladies & Friends“ bekam das Duo hochkarätige Unterstützung von dem eigens angereisten Musicaldarstellern Martin Pasching aus Wien und Frank Winkels aus Hamburg. Die musikalische Leitung übernahm Andreas Pabst, der zudem am Piano Bestandteil der Showband war.

Die zahlreichen Besucher erwartete ein Querschnitt durch die Welt des Musicals, der mit einem Medley aus den bekanntesten Hits des Musicals „König der Löwen“ wie „Der ewige Kreis“ und dem umwerfenden „Hakuna Matata“, bei dem alle vier Darsteller auf der Bühne standen, seinen Anfang nahm, die perfekte Harmonie des Quartetts war auf Anhieb erkennbar.

So etwas wie ein Heimspiel hatten Gebhard und Pasching bei „Mozart! - Das Musical“, denn Gebhard trat bei diesem Musical in Shanghai als Baronin von Waldstätten auf und Pasching hatte eine der Hauptrollen bei der Aufführung in Hamburg inne. Bei „Jekyll & Hyde waren Reiterer und Winkels auf der Bühne, die besten Hits aus „West Side Story“ hätten von keinem besser als Reiterer, die die Maria spielte und Pasching, der Tony verkörperte, intoniert werden können.

Ein Zeichen gegen Homophobie

Vor 36 Jahren fand die Uraufführung des Musicals „Ein Käfig voller Narren“ statt, in dem Homosexualität näher thematisiert wurden. In „Ich bin was ich bin“ zeigt die von Winkels verkörperte schwule Hauptfigur Alban, dass man nur lebt, wenn man zu sich selbst steht und dass dies akzeptiert werden sollte.

„Es ist traurig, dass Schwule und Lesben auch heutzutage noch mit mangelnder Akzeptanz in der Gesellschaft zu kämpfen haben“, meint Reiterer, die bei „Ghost - Nachricht von Sam“ Gebhart und Psching auf der Bühne bestaunen durfte.

Hochstimmung beim Publikum kam bei „Always look on the Bright Side of Life“ aus dem Monthy Python-Klassiker „Das Leben des Brian“ auf, ehe der Streifzug mit Stücken aus „Kiss me Kate“, „The Rocky Horror Picture Show“ und dem Flower-Power-Musical „Hair“ weiter ging. „Die Stücke von Hair sollen mehr Frieden in die Welt bringen“, findet Reiterer.

Von Abba zu Sissi

Nach einer kurzen Pause ging es mit einem Medley der größten Hits des Musicals „Mamma Mia“ weiter, „Ich bin was ich bin“, „Honey, Honey“, „Money, Money“, „Waterloo“ und der Titelsong „Mamma Mia“ durften natürlich nicht fehlen. Über „Aida“, mit dem fantastischen Solo von Pasching „Wie Vater, so Sohn“ ging es weiter zu „Die Schöne und das Biest“, wo Winkels eine Hauptrolle spielte und dem Drama-Musical „Elisabeth“, das die Lebensgeschichte der österreichischen Elisabeth als Totentanz erzählt.

Bei „Les Miserables“ wurden melancholische Töne an den Tag gelegt, ehe bei „Buddy“ endlich wieder abgerockt werden durfte und bei „Grease“ ein Ausflug in die 1970er Jahre unternommen wurde.

Beim Medley der besten Songs des Musicals von Ben Elton „We will rock you“ mit „I want it all“ „We will rock you“ und „We are the Champions“, bei dem sich die nahezu ausverkaufte Stadthalle mittels kleiner Neonröhren in ein stimmungsvolles blau-rotes Lichtermeer verwandelte, gab es endgültig kein Halten mehr und der Applaus brandete auch nach der finalen Zugabe „Always Look on the Bright Side of Life“ auf, die auch beim zweiten Mal nichts von ihrem Gute-Laune-Faktor verlor. Fans dürfen sich übrigens freuen: Eine Fortsetzung von „Musicalladies & Friends“ wird es nächstes Jahr am 7. November geben.

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