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Geislingen

Vollsperrung: Das Sträßchen bei den Binsdorfer Höfen wird in zwei Abschnitten saniert

20.07.2020

Von Rosalinde Conzelmann

Vollsperrung: Das Sträßchen bei den Binsdorfer Höfen wird in zwei Abschnitten saniert

© Rosalinde Conzelmann

Als eine Katastrophe bezeichnete Stadtbaumeister Markus Buck den Zustand des Gemeindeverbindungswegs bei den Höfen. Im August beginnt die Sanierung, die in zwei Bauabschnitten durchgeführt wird.

Mit Erleichterung haben Ortsvorsteher Dr. Hans-Jürgen Weger und seine Ratskollegen am Montagabend die gute Nachricht vernommen, dass mit der Sanierung des Gemeindeverbindungswegs „Hofstetten-Häsebühl“ nach Jahren der Diskussion im August begonnen wird.

Geislingens Stadtbaumeister Markus Buck informierte das Gremium und zahlreiche Zuhörer in der Sitzung am Montag aus erster Hand.

„Jeder weiß, dass die Straße ziemlich fertig ist“, betonte Buck. Die Mitarbeiter des Bauhofs seien jedes Jahr viele Male draußen, um die gröbsten Schäden zu reparieren. „Nutzen tut es wenig, weil die Straße gleich wieder ausgefahren ist“, so Buck.

Er sprach von einem Fass ohne Boden, das bald der Vergangenheit angehören wird. Im August rücken die Straßenbauer an.

Straße wird nicht neu gebaut

Laut Buck kann es sich die Stadt nicht leisten, das rund 2,7 Kilometer lange ramponierte Sträßchen neu zu bauen. Deshalb habe sich die Stadt nach reiflicher Überlegung für eine sogenannte Flächenstabilisierung mit einer Oberflächenbehandlung entschieden.


Straße wird stabilisiert

Einfacher ausgedrückt: man fräst einmal durch die Straße durch, bringt danach ein Bindemittel auf, das festgewalzt wird, bevor als letzter Arbeitsschritt Asphalt aufbebracht wird. Dieses Verfahren, das die Stadt bei einem Feldweg in Furtwangen angeschaut habe, sei pickelhart, schwärmte Buck.

Weil der Gemeindeverbindungsweg von schweren Fahrzeugen befahren wird und einige Tonnen aushalten muss, „machen wir es bis zu 25 Zentimeter tief“, so Buck.

Die Straße, die jetzt um die vier Meter breit ist, wird einheitlich 4,50 Meter breit und das Bankett befestigt. Außerdem sollen Ausweichbuchten eingebaut werden.

Ausführung in zwei Bauabschnitten

Die Ausführung ist in zwei Bauabschnitten vorgesehen. Nach dem Start im nächsten Monat soll der erste Bauabschnitt, der an der Abzweigung beim Wasserturm beginnt, im Herbst fertig sein.

Vollsperrung: Das Sträßchen bei den Binsdorfer Höfen wird in zwei Abschnitten saniert

© Rosalinde Conzelmann

Immer wieder weisen Schilder, wie hier beim Steinefurthof, auf den desolaten Straßenzustand hin.

„Wir werden dann gleich den zweiten Bauabschnitt ausschreiben“, kündigte Buck an. In der Sitzung am 29. Juli werde der Geislinger Gemeinderat die Straßenbauarbeiten vergeben. Die eingegangenen Angebote seien preislich im Rahmen.

Wie schon berichtet, wird die Maßnahme aus dem Ausgleichstock bezuschusst. „Wir haben nur mit 100 000 Euro gerechnet, jetzt ist es dreimal so viel“, freute sich Buck.

In einem Rutsch wird es zu teuer

Ortschaftsrat Albert Eberhart, der Anlieger bei den höfen ist, schilderte noch die Krux mit den aufgestellten Baken an den schlimmsten Stellen, die die Fahrbahn verengen. „Für uns Landwirte ist das bei Gegenverkehr eine Katastrophe“, meinte er und wunderte sich, warum die Straße nicht auf einen Rutsch gemacht wird.

Buck verwies auf die Kosten. Eberhart bekam auch bei der Frage nach dem Wasserproblem eine Antwort: „Wir werden die Fahrbahn neigen und Sickergruben im Wald anlegen.“

Straße ist für Verkehr voll gesperrt

Während der Bauarbeiten ist das Sträßchen voll gesperrt. Danach soll das Tempolimit mit 50 km/h beibehalten werden. „In vier Wochen sieht man viel“, versprach Buck.

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