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Balingen

Viele Platzverweise bei der TSG: „Wir müssen einfach ein wenig mit Kopf, mit Hirn spielen“

09.04.2019

Von Marcel Schlegel

Viele Platzverweise bei der TSG: „Wir müssen einfach ein wenig mit Kopf, mit Hirn spielen“

© Moschkon

In der 44. Minute war der Arbeitstag für Balingens Kaan Akkaya (Mitte) beendet. Gegen den VfB Stuttgart 2 spuckte der Linksfuß einen Gegenspieler an und bekam daraufhin die Rote Karte gezeigt.

Zu oft beendeten die Balinger in den vergangenen Wochen ihre Partien zu zehnt. TSG-Trainer Ralf Volkwein kündigt nun an, die Platzverweise und Gelbsperren intern aufzuarbeiten.

Wieder hat es einen TSG-Spieler erwischt. Diesmal war es Kaan Akkaya, der am Freitag gegen Stuttgart 2 einen Platzverweis kassierte. „Es kam bei Kaan etwas aus dem Mund raus“, sagt Ralf Volkwein.

Schiedsrichter Mario Hildenbrand blieb in der 44. Minute nichts anderes übrig, als dem Linksfuß für seine Spuckattacke die Rote Karte zu zeigen.

„Das ist dumm“, meint Volkwein, der auch die Aktion von Sascha Eisele in der Nachspielzeit als „dumm“ bezeichnet.

Der Rechtsverteidiger foulte seinen Gegenspieler zunächst, „motzt dann noch, braucht nur weggehen“ (O-Ton Volkwein) und bekam seine fünfte Gelbe. Deshalb fehlt Eisele am Samstag (14 Uhr) in Pirmasens.

Als „Fehlentscheidung“ deklariert Volkwein die Gelb-Rote Karte für Fabian Kurth im Spiel vor zwei Wochen gegen Waldhof Mannheim.

Der A-Lizenzinhaber weiß aber auch: „Da hätte man auch einfach weglaufen können.“ Womit er keine exklusive Meinung hat.

„Wir ziehen einfach dumme Gelbe Karten“, hadert Volkwein und meint damit auch Marc Pettenkofer, der am Freitagabend nicht mitwirken durfte, da er gegen Mannheim den Waldhof-Kapitän Kevin Conrad am SV-Sechzehnmeterraum mit einer vogelwilden Grätsche unnötig von den Beinen geholt hatte.

Nach seiner dreiwöchigen Rotsperre war Patrick Lauble gegen den VfB 2 wieder an Bord. Er hatte beim 0:5 in Saarbrücken gegen Marco Kehl-Gómez nachgetreten.

„Wenn wir so in den nächsten Wochen weitermachen, dass wir uns immer eine Rote oder Gelb-Rote Karte holen, könnte es noch schwierig werden vom Personal her“, meint der Balinger Coach auch im Hinblick auf die schwere Verletzung von Adrian Müller.

Der Außenverteidiger hatte sich gegen Mannheim nicht nur das Wadenbein gebrochen, sondern es sei auch eine „Sehne zerfetzt“ worden, wie es Volkwein formuliert.

„Jetzt drücken wir einfach die Daumen, dass er hauptsächlich wieder Fußballspielen kann – wann, ist jetzt zweitrangig“, so der Coach weiter.

Eine schöne Geste in Richtung Müller gab es vor dem Anpfiff am Freitagabend, als TSG-Kapitän Manuel Pflumm das Trikot mit der Nummer 15 – die von Müller – in die Luft hielt.

Der 23-Jährige hatte sich in 2019 einen Stammplatz auf der linken Abwehrseite erarbeitet. Nun droht ihm allerdings eine lange Zwangspause.

Wie lange Akkaya gesperrt fehlen wird, steht noch nicht fest. „Das werden wir alles intern besprechen. Das können wir uns in unserer Situation nicht leisten. Wir müssen einfach ein wenig mit Kopf, mit Hirn spielen und das war in der ein oder anderen Situation in den letzten Wochen leider nicht der Fall“, nimmt Volkwein kein Blatt vor den Mund.

„Wir sind froh, dass wir die Punkte haben. Von dem her sind wir mit einem blauen Auge davongekommen“, weiß der TSG-Coach, der angesichts der 37 Zähler aber auch zu Scherzen aufgelegt ist.

„Meinen Pass habe ich zum Glück nicht da. Das wäre wahrscheinlich auch keine Option“, sagt der ehemalige Stürmer.

Drei Zähler fehlen den Eyachstädtern noch, um ihre Zielvorgabe, die 40er-Marke, zu erfüllen.

Am Samstag geht es nun zum FK Pirmasens. „Ich bin mir sicher, dass wir auch dort etwas mitnehmen werden“, blickt Volkwein voraus.

Gegen die Pfälzer haben die Schwarz-Roten noch eine Rechnung offen. Im Hinspiel zeigte die TSG keine gute Leistung und musste sich mit 0:3 geschlagen geben – die Balinger verloren da erstmals seit 26 Partien wieder ein Heimspiel.

Stadtallendorf gibt Hoffnung noch nicht auf

Totgesagte leben länger: Der TSV Eintracht Stadtallendorf hat die wohl letzte Chance auf den Klassenerhalt gewahrt. Die Oberhessen drehten gegen Wormatia Worms in der 90. und der dritten Minute der Nachspielzeit die Partie, gewannen mit 2:1.

Nachdem Dimitrios Ferfelis die Wormaten in der 78. Minute in Führung gebracht hatte, sah alles nach einem Auswärtssieg aus. Der vormalige Tabellenletzte bewies Moral. TSV-Kapitän Kevin Vidalovics köpfte zunächst das 1:1 und rund 180 Sekunden später schlenzte André Fliess die Kugel ins lange Eck – 2:1.

Die Jubelstürme zeigten: Die Eintracht hat sich noch nicht aufgegeben. Neues Schlusslicht ist Hessen Dreieich. Vor eigenem Publikum unterlag der SC gegen die U23 des FSV Mainz mit 1:3.

„Ich war mit der ersten Halbzeit sehr zufrieden“, meinte Volker Becker nach seinem Debüt als Chefcoach. Der vormalige Torwarttrainer hatte in der Vorwoche das Amt von Rudi Bommer übernommen.

Bommer, Co-Trainer Ralf Weber und Vizepräsident Charly Körbel waren zurückgetreten, da sich das Trio mit Mäzen Hans Nolte überworfen hatte. „Das Gegentor war dann ein Knackpunkt“, sagte Becker zum 1:1-Ausgleich der Mainzer.

Der zweite Abschnitt gab Becker aber wenig Grund zur Hoffnung auf den Klassenerhalt des SC. Doch: Totgesagte leben länger. mz

FCA unterstreicht Formstärke

Walldorf. Seinen vierten Sieg im fünften Spiel hat der FC Astoria Walldorf am Wochenende in der Regionalliga Südwest eingefahren.

Die Mannschaft aus dem Rhein-Neckar-Kreis gewann beim FSV Frankfurt mit 1:0 und liegt nun im Power-Ranking des Onlineportals Fupa.net, das die derzeitige Form der Teams widerspiegelt, hinter dem SV Waldhof Mannheim auf Platz zwei. Walldorf galt lange als sicherer Absteiger, doch nun steht der FCA über dem Strich.mz

Premiere nach über 20 Jahren

Saarbrücken. Mehr als 20 Jahre lang hatte es im Saarland-Derby zwischen dem 1. FC Saarbrücken und dem FC Homburg keinen Sieg mehr mit mehr als einem Tor Unterschied gegeben.

Das änderte sich nun am Wochenende durch den 3:0-Erfolg der Truppe von FC-Trainer Dirk Lottner. Bereits am Dienstagabend (19 Uhr) geht es für seine Mannschaft mit dem Nachholspiel beim FK Pirmasens weiter. Zeitgleich stehen sich Hoffenheim 2 und Astoria Walldorf gegenüber. mz

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