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Balingen

Viel mehr als nur ein Kick-Käfig: „Rennen in Balingen offene Türen ein“

19.06.2020

Von Daniel Drach

Viel mehr als nur ein Kick-Käfig: „Rennen in Balingen offene Türen ein“

© MammaSports

Die kleine Bizerba-Arena macht das Sportangebot in Balingen um eine Attraktion reicher.

Für die neue Freilufthalle Bizerba-Arena war Corona Fluch und Segen zugleich. Nach den ersten Lockerungen ist die Open-Air-Sportstätte ein vielgefragter Ort.

Eigentlich wäre die neue, kleine Bizerba-Arena bereits Anfang Mai startklar gewesen, doch die Corona-Krise verzögerte die Eröffnung. Mittlerweile herrscht jedoch bereits reges Treiben in der Freilufthalle.

Sport an der frischen Luft

„Natürlich hätten wir uns einen besseren Start gewünscht“, sagt Maurizio Mammato, Betreiber der Freilufthalle, „angesichts der momentanen Corona-Maßnahmen war zum Zeitpunkt der geplanten Eröffnung kein Sport möglich.“ Nun sieht das aber schon ganz anders aus.

Viele Maßnahmen wurden gelockert, die neue Balinger Sportstätte hat sich nach und nach daran angepasst. „So konnten immer mehr Aktivitäten wieder ausgeführt werden“, berichtet Mammato, „zunächst natürlich in Kleingruppen und kontaktlos. Gut für uns ist, dass man hier an der frischen Luft ist. Da ist das Ansteckungsrisiko viel geringer.“

Corona kaum mehr ein Problem

Mittlerweile sind in Baden-Württemberg die Bolzplätze wieder geöffnet; Gruppen von bis zu zehn Personen dürfen nun wieder zusammen aufs Feld. Entsprechend finden sich auch Freizeitkicker in der Bizerba-Arena ein.

„Bei der Buchung und vor Ort findet man Hinweise, was die Corona-Maßnahmen betrifft“, erklärt der Betreiber, „in Nordrhein-Westfalen ist Kontaktsport schon wieder erlaubt. Es besteht Hoffnung, dass das bei uns ab Juli auch wieder der Fall ist – dann geht es richtig los.“

Viel mehr als nur ein Kick-Käfig: „Rennen in Balingen offene Türen ein“

© MammaSports

Die Bizerba-Arena von Innen.

Zwar sind die Auflagen im Vereinssport noch mal etwas strenger, dennoch fanden diese Woche bereits die ersten Trainingseinheiten der Jugend der TSG Balingen statt. Die U 10 trainierte – mit Abstand – und hatte viel Spaß. „Da hat man den Wow-Effekt in den Augen gesehen“, schildert Mammato, der selbst Jugendtrainer bei der TSG ist.

Die Begeisterung über die neue Sportstätte begrenzt sich aber nicht nur auf die Fußballer. „Die Resonanz ist durchweg positiv“, skizziert der Geschäftsführer des Unternehmens Mamma-Sports, „sowohl von den Sportlern, als auch von unseren Partnern und der Stadt Balingen. Mit der neuen Freilufthalle haben wir das Sport-Angebot in der Stadt noch attraktiver gemacht. Wir rennen in Balingen offene Türen ein.“

Events und Kurse geplant

Schon nach den ersten Wochen sieht sich Mammato bestätigt in seiner Vision: „Die Halle ermöglicht viel mehr als nur Soccer. Alle sind dankbar dafür, dass es diese Möglichkeit jetzt in Balingen gibt – gerade in einer Zeit wie dieser.“ So interessieren sich auch Fitnessstudios für die Sportstätte, buchen die Location für einzelne Kurse. „Wir hatten schon einen Zumba-Kurs und demnächst folgt der erste Spinning-Kurs“, so Mammato, „das alles in Kooperation mit clever fit.“

Neben Gesundheits- und Tanzkursen, welche ebenfalls bereits stattfinden, sei noch viel mehr denkbar, meint der hiesige Jugendtrainer, „wir bekommen Anfragen von verschiedensten Sportarten und haben schon viele Buchungen für den Herbst.“ Dabei handele es sich nicht nur um Fußball- und Torwartschulen, führt der Betreiber weiter aus, „sondern auch um Betriebssport oder gar Präsentationen.“ Auch Public-Viewing sei in Zukunft geplant.

Location mit vielen Vorzügen

Die Freiluft-Sportstätte lässt sich umfunktionieren. Etwa ist der Boden austauschbar; Planen können an den Seiten angebracht werden und machen die kleine Bizerba-Arena ganzjahres-tauglich.

Gerade im Winter werden dann auch die Fußballer der TSG Balingen von der zusätzlichen Trainingsmöglichkeit profitieren. „Wir haben eine Kooperation mit der TSG Balingen“, so Mammato, „sie haben ein Nutzungsvorrecht. Wenn die Saison wieder losgeht werden sie das Kontingent voll ausschöpfen.“

Weiterer Boom erwartet

Dennoch erfreuen sich die Sportbegeisterten aus der Region schon jetzt der neuen Attraktion an der Eyach. „Die Leute sind einfach froh darüber, wieder Sport machen zu können“, schildert der Betreiber, „hier ist natürlich der optimale Ort dafür, da man im Freien ist und doch geschützt.“ Die Beleuchtung, der moderne Kunstrasen sowie die integrierte Musikanlage sorgt für beste Bedingungen.

„Wenn die letzten Maßnahmen fallen, erwarten wir noch mal einen riesen Boom“, freut sich Mammato auf die Zukunft, „die Planung hat fünf Jahre gedauert. Aber wir wussten, dass es funktioniert – und sind entsprechend froh, drangeblieben zu sein.“

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