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Radsport

„Verständnis für unsere Entscheidung“: Raimund Kiauka über die Absage des Bike-Marathons

19.05.2020

Von Larissa Bühler

„Verständnis für unsere Entscheidung“: Raimund Kiauka über die Absage des Bike-Marathons

© Moschkon

Raimund Kiauka plant schon für 2021.

Die 26. Auflage des Assa Abloy Albstadt-Bike-Marathons findet erst 2021 statt, frühzeitig entschieden sich die Organisatoren zur Absage des ursprünglichen Termins im Juli.

Herr Kiauka, vor etwas mehr als einem Monat haben Sie den Bike-Marathon 2020 abgesagt . . .

Raimund Kiauka: Das war schon eine harte Entscheidung. Wir hatten einige Videokonferenzen mit hitzigen Diskussionen.

Was musste nach der Absage abgewickelt werden?

Ein Thema waren vor allem die Startgelder. Schließlich haben wir auch schon im Vorfeld Kosten. Da gab es auch Überlegungen, einen Teil der Startgelder für die Rückabwicklung einzubehalten. Wir haben uns letztendlich aber dagegen entschieden. Stattdessen wurden die Gelder grundsätzlich auf 2021 übertragen, wer das aber nicht wollte, bekam die gesamte Summe dann zurück. Unsere Sponsoren, die tief in der Corona-Krise stecken, bekamen für ihre Teams das Startgeld zurück.

Wie sieht es sonst mit den bereits getätigten Ausgaben aus?

Unsere Lieferanten haben uns da keine Steine in den Weg gelegt. T-Shirts und Handtücher hatten wir zu diesem Zeitpunkt noch nicht bestellt. Die können wir einfach nicht neutral halten, deshalb haben wir uns schon so früh entschieden. Wir wollten nicht pokern. Letztendlich halten sich unsere Kosten auch im Rahmen.

Wir waren die Rückmeldungen von den Teilnehmern?

Da war eigentlich keiner sauer, alle haben Verständnis für unsere Entscheidung. Wir können die Vorgaben einfach nicht umsetzen, weder auf der Strecke noch beim Fest. Zudem sind viele unserer Helfer über 60, die wollten wir keinen Gefahren aussetzen.

Ist eine Alternativ-Veranstaltung im Herbst denkbar?

Der 26. Assa Abloy Albstadt-Bike-Marathon findet am 10. und 11. Juli statt, davon gehen wir nicht weg. Natürlich gibt es Überlegungen, ob wir im Herbst noch etwas durchführen – aber mit kleinem Budget und deutlich weniger Teilnehmern.

Für den SC Onstmettingen ist es nicht einfach. Erst der warme Winter, nun die „Bike“-Absage . . .

Wir haben noch finanzielle Rücklagen, aber die hatten wir eigentlich auch anders verplant. Wir müssen schauen, was jetzt an Unterstützung aus der Politik kommt. Das Schlimmste ist aber, dass wir im Moment gar kein Vereinsleben haben.

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