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Meßstetten

Thomas Wizemann fühlt sich in seinem Amt als Hossinger Ortsvorsteher sehr wohl

14.11.2019

Von Volker Schweizer

Thomas Wizemann fühlt sich in seinem Amt als Hossinger Ortsvorsteher sehr wohl

© Volker Schweizer

Der neue Hossinger Ortsvorsteher Thomas Wizemann ist voller Tatendrang. Immer mittwochs hält im Rathaus Sprechstunden ab.

Vor einem Jahr hat der 52-Jährige noch nicht im Traum daran gedacht, dass er einmal Ortsvorsteher von Hossingen wird. Seit bald einem Vierteljahr ist er nun Rathauschef – und das mit großer Freude.

Bei der Kommunalwahl im Mai gab es in Hossingen ein großes Stühlerücken. Gleich vier Mitglieder kehrten dem Ortschaftsrat den Rücken. Die Suche nach Nachfolgern gestaltete sich nicht einfach. Regine Huber und Michael Bodmer mussten Klingeln putzen gehen. Bei Thomas Wizemann waren sie erfolgreich. Auch als es um die Nachfolge von Thomas Neher als Ortsvorsteher gegangen sei, habe es bei ihm nicht viel Überredungskunst gebraucht, berichtet der Werkzeugmacher. „Mir war wichtig, dass der neue Mann aus dem Ort kommt.“

Jeden Mittwoch Sprechstunde

Zwischenzeitlich hat Thomas Wizemann schon einige Sitzungen und eine Ortsbesichtigung hinter sich. Einmal in der Woche hält er Sprechstunden für die Bürger ab. Dabei geht es in der Regel um Bausachen. „Die Bürger weisen aber auch auf Punkte hin, die im Argen liegen“, berichtet der gebürtige Hossinger.

Keine Aufregung vor Sonntag

Am Mittwoch ging es im Rathaus ziemlich ruhig zu. Er nutzte die Zeit, um E-Mails zu bearbeiten und die Reden für die Feier am Volkstrauertag und den Seniorennachmittag zu schreiben. Es sind am Sonntag seine ersten großen Auftritte in der Öffentlichkeit. Wizemann versichert aber: „Aufgeregt bin ich nicht.“ Schon heute fiebert er der Öffnung des Hossinger Adventsfensters am Tag vor Heilig Abend vor dem Rathaus entgegen. Am Programm werde schon gefeilt.

Viele Punkte auf der Agenda

Was steht in Hossingen in nächster Zeit alles an? Da muss der Ortsvorsteher nicht lange überlegen. Ganz oben auf der Prioritätenliste steht die Ganztagesbetreuung im Kindergarten. Die Verhandlungen sind im Fluss, freut sich Wizemann, „wir befinden uns in sehr guten Gesprächen mit der Kirchengemeinde und der Stadt Meßstetten“. In der Ortsmitte sollen die beiden baufälligen Häuser der Spitzhacke zum Opfer fallen. Thomas Wizemann hofft, dass das Denkmalamt im nächsten Jahr die Freigabe erteilt. Auf der freiwerdenden Fläche soll ein Dorfplatz entstehen.

Es fehlt an Bauland

2020 kommt außerdem der Ausbau der Kreisstraße zwischen Hossingen und Tieringen. Die Stadt will sich des Abwasserproblems in den Straßen Ödertal, Burgsteige und Schlössle annehmen. Auf kurz oder lang sind auch neue Bauplätze zu schaffen. Zur Freude von Wizemann herrscht in Hossingen ein regelrechter Bauboom. Das liege wohl auch an den günstigen Bauplatzpreisen der Stadt Meßstetten. Der Ortsteil verfügt aktuell nur noch über zwei städtische Bauplätze im „Ödertal II“. Ausdehnen kann sich Hossingen noch in Richtung Gräbelesberg. Darüber hinaus könnte die Amtsstube des Ortsvorstehers eine Sanierung vertragen, aber die wird wohl vor dem Jahr 2022 nicht kommen.

Unterstützung von allen Seiten

Thomas Wizemann hat sich in seinem neuen Amt gut eingelebt. Dass ihm der Zusatzjob große Freude macht, liegt wohl auch am guten Klima im Gremium. „Jeder bringt sich ein und unterstützt mich“, betont er. Hilfe erhalte er auch jederzeit von der Stadt Meßstetten. „Im Rathaus sind alle freundlich, egal an welcher Tür ich anklopfe.“

Erfolgreicher Vogelzüchter

In seiner Freizeit züchtet der verheiratete Familienvater, der bei Groz-Beckert in Albstadt arbeitet, seit drei Jahren Nymphensittiche. Zuvor holte er sich mit seinen Wellensittichen auf Landes- und Bundesebene zahlreiche Preise. Außerdem ist er Mitglied bei den Motorradfreunden Hossingen. Die Kinder sind längst aus dem Haus. Sascha Wizemann (28) arbeitet als Luft- und Raumfahrtingenieur in Bremen, seine 25-jährige Tochter Jennifer als Kfz-Mechatronikerin.

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