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Zollernalbkreis

Tag des offenen Denkmals in der Region

31.08.2019

von Andreas Westerhausen

Tag des offenen Denkmals in der Region

© awe

Das Haus der Volkskunst und das danebenliegende Jetterhaus präsentieren ihre Rämlichkeiten beim Tag des offenen Denkmals, am 8. September von 11 bis 17 Uhr.

Der Tag des offenen Denkmals ist die größte Kulturveranstaltung Deutschlands. Seit 1993 wird sie von der Deutschen Stiftung Denkmalschutz, die unter der Schirmherrschaft des Bundespräsidenten steht, bundesweit koordiniert.

Am 8. September ist es soweit: Tausende Denkmale öffnen deutschlandweit ihre Türen und laden dazu ein, sonst Verschlossenes oder Unbekanntes neu zu entdecken. Die Deutsche Stiftung Denkmalsschutz (DSD), die den Aktionstag bundesweit koordiniert, veröffentlicht jetzt das Programm online unter www.tag-des-offenen-denkmals.de.

Modern(e): Umbrüche in Kunst und Architektur

Rund 8.000 historische Baudenkmale, Parks oder archäologische Stätten sind Teil von Deutschlands größter Kulturveranstaltung. Anlässlich des 100-jährigen Bauhausjubiläums steht der Tag des offenen Denkmals unter dem Motto: „Modern(e): Umbrüche in Kunst und Architektur“. Vielerorts stehen revolutionäre Ideen oder der technische Fortschritt, die ein Denkmal ausmachen, im Fokus. Denn was heute als alt erscheint, war nicht immer alt: „Viele Denkmale, die uns heute selbstverständlich erscheinen, waren zu ihrer Entstehungszeit modern und revolutionär. Ihre Spuren möchten wir gemeinsam am Tag des offenen Denkmals entdecken“, freut sich Herr Dr. Skudelny, Vorstand der Stiftung.

Fünf Denkmale lassen sich im Zollernalbkreis besichtigen

Auch im Zollernalbkreis können fünf Objekte erkundet werden. Dazu zählt die Martinskirche in Albstadt-Ebingen. Für Besucher interessant macht sie das frühgotische Mittelschiff (1250) sowie der spätgotische Chor (um 1437). Größere Umbauten erfolgten 1608 sowie 1906 die Umgestaltung im Jugendstil. Die Martinskirche ist zwar täglich geöffnet, bietet aber an diesem Sonntag ein besonderes Programm. Gestartet wird um 10 Uhr mit einem Gottesdienst. Von 11 bis 17 Uhr gibt es ein Begleitprogramm und die Cafeteria bietet Getränke sowie einen Imbiss an. Vorgesehen ist auch eine stündliche Turmbesteigung zwischen 12 und 16 Uhr. Ein kunstgeschichtlicher Vortrag steht um 12.30 Uhr und 15.30 Uhr auf dem Programm. Um 13.30 Uhr, 15 Uhr und 16.30 Uhr erklingen Kurz-Konzerte mit Orgelwerken von Franz Schmidt. Baugeschichtliche Kirchenführungen sind um 11.30 Uhr sowie 14.30 Uhr vorgesehen.

Romanische Wandmalereien

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Die Alte St.-Michaels-Kiche in Burgfelden ist ein Saalkirchenbau aus dem 8. Jahrhundert mit romanischen Wandmalereien.

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Die Alte St.-Michaels-Kiche in Burgfelden ist ein Saalkirchenbau aus dem 8. Jahrhundert mit romanischen Wandmalereien.

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Die Alte St.-Michaels-Kiche in Burgfelden ist ein Saalkirchenbau aus dem 8. Jahrhundert mit romanischen Wandmalereien.

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Die Alte St.-Michaels-Kiche in Burgfelden ist ein Saalkirchenbau aus dem 8. Jahrhundert mit romanischen Wandmalereien.

Am Tag des offenen Denkmals öffnet auch die „Alte St.-Michaels-Kirche“ in Burgfelden von 11 bis 17 Uhr ihre Pforten. Führungen werden je nach Bedarf angeboten. Bei ihr handelt es sich um eine Saalkirche aus dem 8. Jahrhundert, mit einer Grablege aus dem 7. Jahrhundert. Umbauten erfolgten im 11. und 15. Jahrhundert. Hervorzuheben sind die romanischen Wandmalereien der Reichenauer Malschule aus dem 11. Jahrhundert sowie der romanische Turm mit Doppelarkadenfenstern. Der Kirchenbau steht seit 1892 unter Denkmalschutz.

Denkmale im Hohenzollerischen

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Die jetzige Friedhofskapelle St. Marien und Vitus wurde Mitte des 14. Jahrhunderts erbaut.

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Am Tag des offenen Denkmals werden die Fortschritte der Renovation gezeigt.

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Teile der Südwand stammen noch von der ersten romanischen Kapelle an dieser Stelle.

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Zwischen 13 und 18 Uhr kann auch die Friedhofskapelle St. Marien und Vitus in Haigerloch-Gruol besichtigt werden. Bei den Führungen um 13.30 Uhr, 14 Uhr, 15 Uhr, 15.30 Uhr und 16.30 Uhr werden die aktuellen Restaurierungsmaßnahmen sowie die Baugeschichte vorgestellt. Zusätzlich sind noch zwei Kinderführungen geplant. Hierbei ist die Teilnehmerzahl mit Elternbegleitung auf 25 Personen beschränkt. Treffpunkt ist jeweils auf dem Parkplatz vor dem Friedhof. Für die Baustellenbegehung ist festes Schuhwerk erforderlich. Für Kaffee und Kuchen sorgt der Förderverein.

Insgesamt ist von der ersten romanischen Kapelle (Bauzeit Ende 12., Anfang 13. Jahrhundert) heute noch eine größere Fläche in der Südwand erhalten. Im Jahr 1323 wurde die jetzige gotische Kapelle erbaut. Zwischen 1350 und 1360 erfolgte der Anbau der Sakristei östlich des Chors. 1374 kam es zur ersten urkundlichen Erwähnung der Liebfrauenkapelle. Der Einbau der hölzernen Tonnendecke im Schiff und die Wandmalereien stammen aus dem Jahr 1452, um 1460 wurde der Glockenturm errichtet.

Älteste romanische Kirche Hohenzollerns

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Die Weiler Kirche an der B463 bei Owingen ist die älteste romanische Kirche Hohenzollerns.

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Die Weiler Kirche an der B463 bei Owingen ist die älteste romanische Kirche Hohenzollerns.

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Die Weiler Kirche an der B463 bei Owingen ist die älteste romanische Kirche Hohenzollerns.

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Die Weiler Kirche an der B463 bei Owingen ist die älteste romanische Kirche Hohenzollerns.

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Die Weiler Kirche an dr B463 bei Owingen ist die älteste romanische Kirche Hohenzollerns.

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Die Weiler Kirche an der B463 bei Owingen ist die älteste romanische Kirche Hohenzollerns.

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Die Weiler Kirche an der B463 bei Owingen ist die älteste romanische Kirche Hohenzollerns.

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Etwas außerhalb von Owingen, an der B 463, liegt die Weiler Kirche. Sie ist die älteste romanische Kirche Hohenzollerns. Im Jahr 1152 wurde sie eingeweiht und ist seitdem ohne grundlegende bauliche Veränderungen geblieben. Der kunstvoll angefertigte Dachstuhl von 1365 ist als sogenannter liegender Stuhl konstruiert. Aussagekräftige Symbole finden sich im Tympanon sowie in der Blattranke am Portal. Der ursprüngliche Turm ist eingestürzt, die jetzige Form besteht seit 1913. Eine Außenrenovierung erfolgte 2011.

Besichtigungsmöglichkeit gibt es von 14 bis 18 Uhr. Führungen sind bei Bedarf vorgesehen. Ein mundmalender Künstler zeigt, wie er arbeiten. Seine Bilder werden in der Kirche auf zwei Etagen ausgestellt. Nachmittags erfreut Chorgesang die Besucher.

Hohe Eigenleistung bei Sanierung

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Das Torgebälk weist auf die Erbauer und das Baujahr des Holzfachwerkhauses hin.

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In dem stattlichen Gebäude war mal das Dürrwanger Rathaus untergebracht.

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Zusammen mit dem Jetterhaus bilden beide das Haus der Volkskunst.

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Ebenfalls seine Pforten öffnet an diesem Tag das Haus der Volkskunst in Balingen-Dürrwangen. Von 11 bis 17 Uhr können die Räumlichkeiten besichtigt werden. Führungen werden nach Bedarf angeboten, Treffpunkt ist im Foyer des Hauses der Volkskunst, Ebinger Straße 56. Mittagstisch in der Kneipe sowie eine musikalische Umrahmung runden das Programm ab. Auch kommt es zur Erstaufführung des Films „Die Schreiner – Frommerner Möbelindustrie“ um 11 Uhr sowie 14 und 16 Uhr.

Das 1796 erbaute stattliche Fachwerkhaus (ehemaliges Dürrwanger Rathaus) bildet zusammen mit dem danebenliegenden Jetterhaus das Haus der Volkskunst. In über 20 000 ehrenamtlich und unentgeltlich geleisteten Arbeitsstunden haben die Mitglieder der Volkstanzgruppe Frommern Schwäbischer Albverein die beiden Bauernhäuser von 1980 bis 2004 saniert. Heute werden die Gebäude als musisch-kulturelles Bildungszentrum des Schwäbischen Albvereins genutzt.

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