Zollernalbkreis

Tag der Pflege: Dieses Thema geht alle an

03.05.2024

Von Ralph Conzelmann

Tag der Pflege: Dieses Thema geht alle an

© Daisy Daisy

Pflege betrifft alle - früher oder später.

Jedes Jahr am 12. Mai ist der Internationale Tag der Pflege. Manche sprechen auch vom Tag der Pflegenden, um die Menschen in den Mittelpunkt zu rücken, die diese Tätigkeiten ausführen.

Das Gesundheitssystem ist am Limit, es braucht grundlegende Veränderungen. Trotz eindringlicher Warnungen und vielen Verbesserungsvorschlägen ist bis heute nicht genug geschehen. Das Pflegesystem entspricht noch immer nicht den aktuellen Bedarfen. Es ist (zu) kompliziert. Viele einzelne Bereiche sind zu wenig miteinander verzahnt oder vernetzt. Hinzu kommen hohe Kosten für Menschen mit Hilfebedarf.

Und doch wird weiter gepflegt und Care-Arbeit geleistet. Das geschieht in stationären Einrichtungen, in der Tagespflege, in Krankenhäusern und Einrichtungen der Eingliederungshilfe – und es geschieht in vielen, vielen privaten Haushalten. Manchmal unterstützt von einem ambulanten Pflegedienst oder der Spezialisierten ambulanten Palliativversorgung (SAPV) und ganz oft geschultert von Angehörigen, Freund*innen oder Nachbarn.

Pflege kann jede und jeden betreffen – das ist die Idee hinter der Kampagne zum Tag der Pflege 2024 „Jede*r braucht Pflege. Irgendwann.“ der Diakonie. Sie wird mit verschiedenen Aktionen, beispielsweise Einrichtungsbesuchen und Social-Media-Aktivitäten begleitet.

Der Tag der Pflege wurde vom International Council of Nurses (ICN) ins Leben gerufen, dem die nationalen Pflegeverbände angehören.

Er ist den rund 28 Millionen Menschen gewidmet, die weltweit in Pflegeberufen tätig sind. Der 12. Mai ist der Geburtstag von Florence Nightingale (1820-1910), die als eine der Mitbegründerinnen der modernen Krankenpflege in die Geschichte einging.

Die ersten wesentlichen Schritte zur Professionalisierung des Pflegeberufs fanden im 19. Jahrhundert statt. Im 20. Jahrhundert bauten viele Staaten den Pflege- und Gesundheitsbereich aus und setzten Standards, wodurch sich das pflegerische Berufsfeld weiter ausdifferenzierte.

Pflegerinnen und Pfleger unterstützen beim Essen, Anziehen oder Waschen, verabreichen aber auch, je nach Qualifikation, Medikamente, wechseln Verbände oder messen den Blutdruck.

Heutzutage gliedern sich Pflegeberufsbilder nach Aufgabengebieten, wie die Alten- und Krankenpflege oder die Heilerziehungspflege. Die Tätigkeiten der Pflegekräfte sind sehr unterschiedlich. Es gibt ungelernte Pflegehilfskräfte, aber auch Pflegehelfer und -helferinnen, die je nach Bundesland eine ein- bis zweijährige Ausbildung absolviert haben. Eine klassische Berufsausbildung zur Pflegekraft dauert in der Regel drei Jahre und kann durch mehrjährige Weiterbildungen etwa im Bereich Intensivpflege, Palliativpflege oder Onkologie vertieft werden.

Ein zentraler Grund für den seit Jahren stark ansteigenden Bedarf an Pflegerinnen und Pflegern ist die demografische Entwicklung. Die durchschnittliche Lebenserwartung der Menschen in Deutschland und damit auch die Wahrscheinlichkeit, pflegebedürftig zu werden, ist gestiegen.

Neben der demografischen Entwicklung trägt das unattraktive Image des Pflegeberufs, der mit hoher körperlicher Belastung, Schichtarbeit und geringer Entlohnung verbunden wird, zu dem Fachkräftemangel bei.

Christel Maier

A.i.P. - Ambulante und individuelle Pflege GmbH

Vermittlungsagentur Boss e.K.

SENIOR@HOME24

SENOVA GmbH

Samaria 24 Dienstleistungen

Liebenau - Leben im Alter gGmbH

Kirchliche Sozialstation Balingen

Stephen Zundel

Kirchliche Sozialstationen

Seniorenbetreuung Lebherz

Sozialstation St. Vinzenz Albstadt

Malteser Hilfsdienst gemeinnützige GmbH

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