Handball

TVB-Coach Michael Schweikardt schielt in der Tabelle noch nach oben: „Sind natürlich voll gewarnt“

15.05.2024

Von Daniel Drach

TVB-Coach Michael Schweikardt schielt in der Tabelle noch nach oben: „Sind natürlich voll gewarnt“

© Imago Images

Michael Schweikardt blickt auf eine durchwachsene Saison mit dem TVB Stuttgart zurück.

Der TVB Stuttgart durchlebt eine durchwachsene Saison, steigerte sich aber nach einem Stotterstart. Trainer Michael Schweikardt sieht seine Mannschaft stabiler als in der Hinrunde, als die „Wild Boys“ in Balingen unterlagen.

Herr Schweikardt, wie hat der TVB Stuttgart die Länderspielpause verbracht?

Michael Schweikardt: Bei uns waren vier Nationalspieler auf Reisen. Die werden auch erst im Laufe der Woche wieder voll ins Training einsteigen, weil das ein oder andere Wehwehchen mitkam. Der Rest der Mannschaft hat ein kleineres Programm gefahren. Das war gut, dass man noch mal ein bisschen runterfahren konnte. Die Saison läuft schon lange, da war ein paar regenerative Einheiten wichtig.

Wie zufrieden sind Sie bisher mit der Saison?

Wir sind ein Stück weit hinter unseren Erwartungen zurückgeblieben. Aber – und das ist das Schöne – wir haben mit den letzten drei Spielen jetzt noch die Chance, wirklich noch mal die eine oder andere Mannschaft einzuholen mit guten Ergebnissen. Wir waren lange im Abstiegskampf mittendrin, vor allem durch den schlechten Saisonstart – auch mit der Niederlage in Balingen. Ich finde, wir konnten uns in den Heimspielen aber gut präsentieren und viele gute Mannschaften schlagen. Da war das so, wie ich mir das vorstelle. Daher wollen wir jetzt noch mal ein paar Punkte holen.

Inwiefern beobachten Sie das Lizenzdrama um den HSV?

Das beeinflusst uns gar nicht. Natürlich verfolgt man das und ich finde es schade für unsere Sportart. Wir hatten die letzten Jahre eine gewisse Stabilität, da gab es solche Fälle nicht mehr. Eigentlich haben wir eine solide Finanzstruktur in unserer Sportart. Aber wir beschäftigen uns nicht damit.

Nun steht das Derby gegen den HBW an. Was muss Ihr Team dabei besser machen als bei der Hinspielpleite?

Wir gehen das Spiel durch die letzten Auftritte zu Hause mit sehr viel Selbstvertrauen an. Wir konnten zuletzt auch den HSV sehr deutlich distanzieren. Ich bin der Meinung, dass wir deutlich stabiler sind, als zu Beginn der Runde. Wir haben ein Angriffssystem für uns gefunden, das auf den Punkt gespielt wird, das uns viele Nahdistanzwürfe kreieren lässt. Und daher glaube ich, dass wir auch die Abwehr von Balingen gut bespielen können. Natürlich ist uns auch bewusst, dass die Balinger mit dem letzten Auftritt gegen Eisenach nicht zufrieden sind und da mit Sicherheit Gesicht zeigen wollen. Auch aufgrund des Hinspiels sind wir natürlich voll gewarnt – und wollen von Anfang an dagegenhalten.

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