Fussball

TSG Balingen startet gegen den TSV Steinbach Haiger ins neue Regionalliga-Jahr

22.02.2024

Von Matthias Zahner

TSG Balingen startet gegen den TSV Steinbach Haiger ins neue Regionalliga-Jahr

© Moschkon

Gegen den 1. CfR Pforzheim verloren die Balinger den letzten Test vor dem Regionalliga-Restart mit 0:3.

Es geht wieder los: Die TSG Balingen erwartet am Samstag (14 Uhr) in der Bizerba-Arena den TSV Steinbach Haiger zum Nachholspiel in der Regionalliga Südwest. Das Motto der Kreisstädter: neues Jahr, neuer Trainer, neuer Stil.

Murat Isik ist gekommen, um vieles umzustellen. Hierfür hatte der neue Cheftrainer der TSG Balingen bis dato sechs Wochen zur Verfügung. „Es waren schon einige Veränderungen in der Vorbereitung. Deshalb sind wir sehr zufrieden“, sagt Isik. Der A-Lizenzinhaber verpasste dem abstiegsbedrohten Regionalligisten eine neue Ausrichtung, legt aber Wert darauf, „dass dieser Spielstil jetzt nicht besser ist oder der andere schlecht war. Es ist einfach anders, die Belastung ist anders, die Jungs haben andere Aufgaben im Spiel“, erklärt Isik.

Mit dem Ball sollen seine Spieler „versuchen, in engen Räumen Lösungen zu suchen.“ Zudem wollen die Balinger im neuen Jahr dominant auftreten. Sechs Wochen seien für die einschneidenden Veränderungen „keine große Zeit. Aber dafür sind wir schon ganz, ganz weit – weiter, als ich dachte“, meint Isik.

Hinter den Erwartungen zurück

Mit dem TSV Steinbach Haiger kommt am Samstag der Tabellenachte nach Balingen. Die Hessen, die in 20 Partien 30 Zähler holten, wurden vor dieser Spielzeit als Titelkandidat gehandelt, konnten den Erwartungen jedoch nicht gerecht werden. „Ich habe mir ein paar Videos von ihnen angeschaut. Ich weiß aber nicht, ob sie am Samstag genauso auftreten werden“, erzählt Isik. Was genau er beobachtete, behält der TSG-Trainer für sich. Feststeht, dass seine Elf auf einen ambitionierten Profiklub trifft, für den ein Unentschieden eine Enttäuschung wäre und der technisch hoch veranlagte Akteure in seinen Reihen weiß.

Frühes Pressing?

Will die TSG daher, wie in der Vorbereitung einstudiert, auch diesen Gegner früh pressen? „Phasenweise“, antwortet Isik. „Über 90 Minuten bekommen wir das nicht hin, das schafft auch keine Profimannschaft.“ Deshalb fordert der Coach „Rhythmuswechsel“ von seinem Team. „Diese werden wir uns immer wieder holen, indem wir Ballbesitzphasen haben, um die Herzfrequenz runterfahren.“ Ohne den Ball sollen tiefes Verteidigen und hohes Attackieren alternieren.

System ist zweitrangig

In welchem System die TSG am Samstag und in der Restsaison aufläuft, sei letztlich zweitrangig, sagt Isik. „Wir wollen uns immer anpassen. Das haben die Jungs jetzt auch mitgenommen. Wir haben keine konkrete Formation, sondern das ergibt sich alles aus dem Spiel heraus. Die Jungs wissen, wie sie auf den Gegner reagieren sollen“, stellt der Nürtinger klar. Mal könne es eine Dreierkette und dann eine Viererkette sein – je nachdem, was der Gegner mache. „Da sind wir relativ flexibel. Entscheidend ist, dass wir unsere Spielprinzipien durchziehen.“

Mischung aus Anspannung und Vorfreude

Er sei „optimistisch“, dass die Spieler die Abläufe nach den sechs Wochen bereits verinnerlicht haben, so Isik weiter, der vor seinem ersten Pflichtspiel als TSG-Coach „eine Mischung aus Anspannung und Vorfreude“ verspürt. „Das will ich auch von den Jungs sehen, dass sie locker und mit Vorfreude in das Spiel gehen – aber trotzdem eine gewisse Anspannung haben.“

Die Generalprobe ging vergangenen Sonntag beim 0:3 gegen den Oberligisten 1. CfR Pforzheim zumindest ergebnistechnisch schief. Doch für Isik war es viel wichtiger, „dass wir das Heimspiel simuliert haben. Gut, dass der Stadionsprecher da war, die Musik gelaufen ist, ein paar Zuschauer da waren. Ein Fußballer braucht Abläufe.“ Und die TSG (14 Zähler) als Tabellendrittletzter dringend Punkte im Abstiegskampf. „Ich bin ein Wettkämpfer und mag Herausforderungen“, so der Coach.

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