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Handball

„Super Standortbestimmung“: Vorfreude beim HBW auf den DHB-Pokal vor heimischer Kulisse

10.07.2019

Von Marcus Arndt

„Super Standortbestimmung“: Vorfreude beim HBW auf den DHB-Pokal vor heimischer Kulisse

© Moschkon

Vladan Lipovina, Jens Bürkle und Mike Jensen (von links) stecken mit dem HBW in der Vorbereitung.

Nach der Bundesliga-Rückkehr hat der HBW Balingen-Weilstetten am Dienstag mit der Vorbereitung für die neue Saison begonnen – mit ersten offiziellen Terminen und wichtigen Ausdauerchecks.

Neben dem verletzten Kapitän Martin Strobel fehlte zum Start auch Routinier Lars Friedrich, welcher künftig für das Perspektivteam auflaufen wird. „Wir brauchen mehr Torgefahr aus dem Rückraum“, betont Jens Bürkle, „und diese haben wir mit der Lipovina-Verpflichtung erhalten.“

Mit drei Linkshändern im Rückraum in die Saison zu gehen, hätte keinen Sinn gemacht, meint der Balinger Coach, „wir haben uns schließlich für René Zobel entschieden – nicht zuletzt aufgrund seiner Perspektive und Abwehrqualitäten. Aber Lars ist ja nicht weit weg. Er wird in der zweiten Mannschaft eine sehr wichtige Rolle spielen und ist eine wertvolle Alternative für das Bundesliga-Team. Ich denke, dass wir für alle eine sehr, sehr gute Lösung gefunden haben.“

Hohe Belastung

Die Belastung in Liga eins ist hoch, das Personal entsprechend gefordert – das wissen die „Gallier von der Alb“ aus langen Jahren im Oberhaus. „Wir haben bereits in der vergangenen Runde unsere Physis auf ein höheres Niveau geschoben“, erklärt der Sportwissenschaftler, „das wird allerdings nicht ausreichen. Ich hoffe, dass die Mannschaft in der spielfreien Zeit fleißig war.“

Erstes Pflichtspiel gegen Wetzlar

Natürlich wird Bürkle in der Vorbereitung auch im athletischen Bereich arbeiten, doch bereits in viereinhalb Wochen beginnt die Spielzeit mit der ersten Runde im DHB-Pokal, welche am 17. und 18 August in der SparkassenArena ausgetragen wird.

„Ich freue mich auf den Vergleich mit Wetzlar“, sagt der 38-Jährige. Unumwunden räumt er ein: „Ich habe gehofft, dass die anderen das Turnier nicht wollen.“ Für die Schwaben ist der Pflichtspielauftakt eine „super Standortbestimmung“, wie es Bürkle formuliert, „wir treffen auf einen Top-Gegner unter Wettkampfbedingungen.“

Viel Programm für die Schwaben

Davor trainiert der HBW intensiv und testet viel. Er habe inhaltlich nicht viel verändert, verrät der ehemalige Bundesliga-Kreisläufer, „ich hoffe, dass wir im athletischen Bereich bereits die Basis gelegt haben.“

Verbesserungsbedarf sieht er anderswo. „Wir müssen viele Sachen im Detail besser machen“, so Bürkle weiter, „sonst fliegen uns die Bälle nur so um die Ohren. . .“

Ein echter Härtetest wird der Sparkassen-Cup in Altensteig (26. bis 28. Juli) sein – mit dem Auftaktspiel am Freitagabend gegen den FC Porto. „Eine europäische Spitzenmannschaft“, urteilt Bürkle, welcher den Klassiker im Schwarzwald als „sehr wichtigen Vergleich mit der Konkurrenz“ einstuft. Beim S-Cup werde sich zeigen, ob der HBW noch ein Zweitliga-Team sei, prognostiziert der Balinger Kommandogeber, „oder einen Schritt weiter.“

Liga-Auftakt in Magdeburg

Nach dem Altensteiger Turnier beziehen die Schwaben ein Kurztrainingslager im Breisgau (1. bis 3. August), testen gegen die Kadetten Schaffhausen in Freiburg (2. August) sowie final gegen den BSV Bern (9. August, Mössingen). Nach dem Pokal-Turnier startet Balingen-Weilstetten auswärts in den Ligabetrieb: beim Top-Klub SC Magdeburg (23. August).

„Super spannend in einer der schönsten Arenen in Deutschland“, findet Bürkle, „da weiß jeder gleich, was Sache ist.“ Das Heimspiel gegen Mit-Aufsteiger HSG Nordhorn-Lingen (31. August) folgt, ehe es Anfang September nach Hannover geht. „Wir wollen beibehalten, was uns in der vergangenen Runde ausgezeichnet hat“, blickt der erfahrene Übungsleiter voraus, „und von Spiel zu Spiel denken. Jetzt schauen wir aber erst einmal, dass wir so schnell wie möglich in Form kommen.“

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