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Stuttgart

Start-up-Summit: Netzwerken und Kontakte knüpfen

01.04.2019

Von Jasmin Alber

Start-up-Summit: Netzwerken und Kontakte knüpfen

© Jasmin Alber

Hemmschwellen abbauen: Es konnten auch Lebensmittel auf Basis von Insektenprotein probiert werden.

Rund 400 junge Unternehmen aus dem Ländle präsentierten sich am Freitag beim Start-up-BW-Summit in Stuttgart unter ihnen auch etliche Gründer von der Zollernalb.

Kontakte knüpfen und auf ihre jungen Unternehmen aufmerksam machen – das waren die Hauptgründe für die Gründer, sich beim Start-up-BW-Summit zu präsentieren. Das Wirtschaftsministerium des Landes hatte zu diesem Gipfeltreffen für Gründer am Freitag in die Stuttgarter Landesmesse eingeladen.

„Entscheidend ist nicht, woher man kommt, sondern wohin man will“, verdeutlichte Ministerpräsident Winfried Kretschmann in seiner Begrüßungsrede. „Die Landesregierung setzt alles daran, um aus Baden-Württemberg eine der pulsierendsten Start-up-Regionen Europas zu machen.“

An den Ständen, die nach den zehn Ökosystemen im Land eingeteilt waren, zeigten Jungunternehmer der unterschiedlichsten Branchen ihre Geschäftsfelder. Man wolle die Anziehungskraft als Start-up-Standort weiter erhöhen, die Vernetzung ausbauen und das Bewusstsein, neudeutsch: Awareness, schaffen, betonte die Gastgeberin, Wirtschaftsministerin Dr. Nicole Hoffmeister-Kraut. Rund 5000 Teilnehmer, mehr noch als ursprünglich erwartet, machten den Start-up-Spirit greifbar.

Unter den rund 400 Start-ups aus ganz Baden-Württemberg waren auch viele aus dem Ökosystem Neckar-Alb vertreten. Die Region Zollernalb war insbesondere mit jungen Unternehmen, die in der Technologiewerkstatt Albstadt angesiedelt sind, vertreten.

Michael Baukloh, Leiter Existenzgründung bei der IHK Reutlingen, ist zufrieden: „Wir wollen auch als Kammer die Wirtschaft in der Region fördern und voranbringen.“ Die IHK Reutlingen war federführend für die Organisation des Ökosystems Neckar-Alb – eines der zehn Ökosysteme des Landes – auf dem Start-up-BW-Summit verantwortlich.

An den vielen Gesprächen erkenne man, dass die Teilnahme für die Gründer ein Erfolg sei. „Der Fokus liegt auf dem Netzwerken und Austausch. Wenn man sich kennt, kann man sich hier und da helfen“, lautet Bauklohs Appell. Gemeinsam mit zahlreichen Partnern, die im Netzwerk ihre Kompetenzen einbringen, könne der amerikanische Ökosystemgedanke auch in der hiesigen Wirtschaft gelebt werden.

Diese Partner sind neben den Wirtschaftsförderungen der Kommunen und Landkreise unter anderem Banken, Hochschulen, die Handwerks- sowie Industrie- und Handelskammer, Banken sowie andere Institutionen.

Die Tech-Start-up-School Alb-Bodensee mit Sitz in Balingen gehört zu den Partnern und war quasi in Doppelfunktion auf der Messe. Selbst erst vor rund einem Jahr gegründet, ist sie ein Start-up, generiert jedoch unter anderem auch neue Start-ups, wie Gesellschafter Oliver Wangler kurz zusammenfasste.

Thomas Hoffmeister, sowohl Gesellschafter der Tech-Start-up-School als auch Vorsitzender des Vereins „Startup Angels Alb-Bodensee“, betonte die Bedeutung des Netzwerkens. Teil des Ökosystems zu sein, heißt, zu geben und zu nehmen. So profitieren letztendlich alle.

Aus Sicht der Gründer aus dem Zollernalbkreis war die Teilnahme am Start-up-BW-Summit ein Erfolg. Sie alle einte eine Intention: Kontakte knüpfen. „Ich möchte zudem die Markenbekanntheit steigern“, sagte beispielsweise Lara Schuhwerk, Gründerin der Firma „Beneto Foods“, die in der Technologiewerkstatt Albstadt angesiedelt ist.

Sie konnte sogar ob des Andrangs an ihrem Stand ihren Pitch auf der Bühne nicht wahrnehmen. Am selben Standort, jedoch in einer ganz anderem Branche ist Markus Kiesel von CMC-Kiesel (Virtual-Reality-Lösungen). Es sei eine „schöne Bühne“, um sich als Start-up zu präsentieren und in der Breite bekannt zu werden.

Das Publikum sei dafür ideal, weil vom Student bis zum Geschäftsführer eines etablierten Unternehmens alle Personengruppen vertreten sind. Auch sie seien vertreten, um das Unternehmen bekannter zu machen, sagte Robert Güntherberg von Knox-IT, ebenfalls in der Technologiewerkstatt beheimatet.

Kerstin und Jens Stier, Inhaber des Start-ups Engomo (App-Lösungen und Prozessoptimierung) und damit ein Unternehmen der ersten Stunde in der Technologiewerkstatt, erwarteten sich neben Kontakten zu potenziellen Kunden und Partnern auch einen guten Austausch mit anderen Start-ups.

Ein weiterer wichtiger Aspekt sei, Inspirationen einzuholen, zum Beispiel was Marketing anbelangt. Schon bei der ersten Auflage des Summits 2017 war das Start-up Meet-Now vertreten und davon so begeistert, dass die neuerliche Teilnahme selbstverständlich war, erklärte Stefanie Domzig.

Das Besondere am Format sei, dass schon im Vorfeld eine Kontaktaufnahme möglich gewesen sei, lobt sie. So hätte das junge Unternehmen, das auch in der Technologiewerkstatt ihren Sitz hat, schon einige Anfragen im Vorfeld bekommen.

Fast schon ein „alter Hase“ in der Gründerszene ist Sodge-IT, ein Unternehmen für IT-Projektarbeit und -Dienstleistung mit Sitz in Balingen, das vor sieben Jahren gegründet wurde. Dennoch sei man immer auf der Suche nach neuen Geschäftspartnern, informierte Sven Eppler.

„Wir unterstützen auch andere Start-ups und stehen in enger Verbindung zur Technologiewerkstatt“, so der Geschäftsführer. Denn: „Es macht auch Spaß, etwas von der eigenen Erfahrung weiter zu geben.“

Glück hatte das Rosenfelder Start-up Zip-Software, das kurzfristig für einen anderen Teilnehmer einspringen und sich auf der Messe präsentieren konnte.

„Wir wollen als junges Unternehmen Awareness generieren und Kontakte zu Kunden und strategischen Partnern knüpfen“, sagte Frank Moser, der für das Produktmarketing zuständig ist.

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