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Handball

Selbstbewusste Schwaben: HBW Balingen-Weilstetten erwartet den TVB Stuttgart zum Derby

06.11.2019

Von Marcus Arndt

Selbstbewusste Schwaben: HBW Balingen-Weilstetten erwartet den TVB Stuttgart zum Derby

© Moschkon

Lukas Saueressig & Co. wollen Stuttgart schlagen.

Im württembergischen Derby erwartet der HBW das neu formierte TVB-Team. Das kommt langsam in die Spur, holte gegen Meister Flensburg einen Zähler. Die „Gallier“ punkteten erstmals auswärts – erkämpften sich in Minden ein Unentschieden.

Zwei Sekunden vor Spielende netzte Jannik Hausmann am vergangenen Wochenende zum 30:30 gegem Minden. „Ich bin sehr zufrieden“, sagt Jens Bürkle.

Dennoch bleibt ein zwiespältiges Gefühl. „Wir können es besser“, räumt der HBW-Coach unumwunden ein, „waren nicht auf den Punkt da, als der Gegner schwächere Phasen hatte.“

Strobel-Comeback sorgt für Freude

Unglaublich präsent waren die Balinger allerdings in der Schlussphase, als Minden auf die Entscheidung drängte. „Wir haben Stärke in der Crunchtime bewiesen“, so der der Sportwissenschaftler weiter.

Dieser konnte an der Weser wieder auf Kapitän Martin Strobel zurückgreifen, welcher nach seiner schweren Verletzung bei der Heim-WM ein paar Minuten bekommen hat. „Ich bin sehr froh, dass er den ersten Schritt gemacht hat“, betont Bürkle, „uns ist bewusst, dass es noch dauern wird. Aber es war ein schöner Einstand für ihn – und für uns.“

Derby gegen Tabellennachbar

Mit dem Remis beim Altmeister zementierten die Kreisstädter (7:13 Punkte) Rang 14. In Schlagdistanz zum Aufsteiger liegt der TVB Stuttgart, der am Donnerstagabend (19 Uhr) in der SparkassenArena gastiert.

Dem TVB ist in seinem nun fünften Bundesliga-Jahr zuletzt der erste Teilerfolg gegen ein Top-Team gelungen. Bürkle hat das Stuttgarter 23:23 gegen den Meister von der Förde natürlich beobachtet und sein Team auf den württembergischen Rivalen vorbereitet.

„Flensburg ist nicht in der Form der vergangenen beiden Jahre“, urteilt der 39-Jährige, „aber Stuttgart hat das auch gut gemacht – kommt nach seinem Umbruch im Sommer immer besser zusammen.“

Andere Qualität

Erstmals ging die Mannschaft von Coach Jürgen Schweikardt, welche zwei Zähler weniger auf der Habenseite ausweist als der HBW, komplett auf die Platte. „Dadurch haben wir schon mal ein ganz anderes Niveau im Training“, verrät Schweikardt der Stuttgarter Zeitung.

Er besitzt nun wieder mehr Alternativen im Rückraum: auf den Halbpositionen mit Adam Lönn/Dominik Weiß (links) und David Schmidt/Robert Markotic (rechts). In der Mitte deutete der Ungar Rudolf Faluvegi bei seinem Heimdebüt nach langer Verletzungspause an, dass er seine Mitspieler in Szene setzen kann und mit einem guten Wurf auch Abschlussqualitäten besitzt.

Stabilität als Ziel

„Jetzt kommen ganz wichtige Wochen auf uns zu“, blickt Schweikardt voraus, „es ist gut, dass wir wieder vollzählig sind. Wir müssen unser Spiel nach und nach stabilisieren. In Balingen wird es sehr heiß zugehen. Da brauchen wir mindestens diese Leistung.“

Und erneut eine stabile Defensive: Gegen die Norddeutschen standen die Stuttgarter mit Samuel Röthlisberger und Lönn/Weiß im Innenblock sicher – der Ex-Göppinger Manuel Späth bekam hingegen weniger Einsatzzeiten. Dennoch zählt der 34-Jährige seit Jahren zu den Leistungsträgern des Tabellen-15., „hat seine Hauptaufgabe in der Abwehr“, wie es Bürkle formuliert.

Kein klassischer Außenseiter

Der frühere Erstliga-Kreisläufer geht selbstbewusst in das schwäbische Derby: „Der klassische Außenseiter sind wir sicherlich nicht. Wenn wir unsere Leistung abrufen, wird es für Stuttgart sehr schwer, uns zu kriegen.“ Zumal große Teile der Wild Boys noch nie in der „Hölle Süd“ gespielt haben. „Natürlich ist die Halle dort sehr unangenehm“, gesteht Faluvegi ein, „aber wir werden alles geben und versuchen, die zwei Punkte zu holen.“

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