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Balingen

Schüler des Balinger Berufsschulzentrums lernen, wie jeder die Welt fair-ändern kann

24.10.2019

Schüler des Balinger Berufsschulzentrums lernen, wie jeder die Welt fair-ändern kann

© Philipp-Matthäus-Hahn-Schule

Die Schüler der Philipp-Matthäus-Hahn-Schule lernen diese Woche spielerisch, wie jeder im Alltag die Welt fair-ändern kann.

An der Philipp-Matthäus-Hahn-Schule Balingen läuft derzeit mit zahlreichen Workshops und einer großen Schülerwette die Projektwoche rund um das Thema „fair sein“. Kooperationspartner ist der Bund der deutschen katholischen Jugend.

Als Eckhard Bäcker, Religionslehrer und Schulseelsorger an der Philipp-Matthäus-Hahn-Schule vor rund zwei Jahren mit den ersten Planungen begann, hielt er das Thema Nachhaltigkeit für wichtig und aktuell. „Und jetzt haben wir Greta“, schmunzelt Bäcker.

Den Schülern muss man also nicht groß erklären, warum das Projekt „Weltfairänderer“ sinnvoll ist. Aber auch bei der Schulleitung und beim Schulträger rannte man offene Türen ein, und so übernahm Landrat Günther-Martin Pauli gern die Schirmherrschaft. Zusammen mit PMHS-Schulleiter Eugen Straubinger gab er den Startschuss für das Wochenprojekt.

Die bisher größte teilnehmende Schule

Kooperationspartner und Träger des Projekts ist der Bund der Deutschen Katholischen Jugend (BDKJ) zusammen mit der Fachstelle Jugendarbeit und Schule der Diözese Rottenburg-Stuttgart. Unter der Leitung des Bildungsreferenten Dominik Nawratil ist ein gutes Dutzend ehrenamtlicher Betreuer in Balingen dabei.

Für sie alle stellt die PMHS eine besondere Herausforderung dar: Sie ist die bisher größte Schule, an der das Projekt läuft, und nach Wangen im Allgäu erst die zweite Berufliche Schule.

Technische Aspekte im Mittelpunkt

Das Programm für die Gewerbliche Schule Balingen wurde an die Zielgruppe angepasst, beinhaltet also einerseits technische Aspekte und berücksichtigt andererseits die Vielzahl der Schularten.

So nehmen die Schüler der Internationalen Klasse ebenso teil, wie die Berufsschüler des dualen Systems oder die Schüler des Technischen Gymnasiums (TG). Auch die Fachschule für Technik macht mit.

Workshops und Planspiele

Zentral bei der Aktion sind 90-minütige Workshops. Der Bogen spannt sich dabei von erlebnispädagogischen Übungen wie der „Flussüberquerung“ oder dem „magischen Dreieck“, bei denen es um die Zusammenarbeit in der Klasse geht, über Planspiele, zum Beispiel zu den Themen Verteilungsgerechtigkeit oder Migration, bis hin zu Workshops, in denen bestimmte Themen erarbeitet und reflektiert werden. Dabei setzen sich die Schüler unter anderem mit Fleischkonsum, Handynutzung, Mikroplastik oder Postwachstum auseinander.

Zusätzlich zu den Workshops können die Schüler in ihren Pausen oder in Hohlstunden das Faircafé mit Kaffee und Snacks aus dem Weltladen besuchen oder sich in der Zeltoase entspannen.

Neue Sportarten werden ausprobiert

Wer es dynamischer mag, kann sich in der Mittagspause beim Bubble Soccer oder Juggern austoben, zwei neuere Sportarten für gemischtgeschlechtliche Teams, bei denen das Spielvergnügen im Vordergrund steht.

Und dann ist da noch die Schulwette. Zur Auftaktveranstaltung am Montagmorgen verkündete der Schülersprecher, welches Ziel sich die Schülerinnen und Schüler der PMH-Schule setzen wollen. Bis heute Nachmittag sollen 555 gut erhaltene Kleidungsstücke für Kinder und Jugendliche gesammelt und für die „Secontique“ in Albstadt übergeben werden.

Schülern wetten mit Landrat Pauli

Dieser Second Hand-Shop wurde im Herbst 2018 von der Caritas Schwarzwald-Alb-Donau und der Aktion Hoffnung Rottenburg-Stuttgart eröffnet. Gelingt es den Schülern, die Wette zu gewinnen, stiftet Landrat Pauli einen Wasserspender und einen Fahrradständer für die Schule. Der Zwischenstand wird täglich bekanntgegeben.

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