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Schörzingen

Schörzinger Prioritätenliste für den Haushalt: Kinderkrippe und Kindergarten stehen ganz oben

09.10.2019

Von Daniel Seeburger

Schörzinger Prioritätenliste für den Haushalt: Kinderkrippe und Kindergarten stehen ganz oben

© Daniel Seeburger

Soll 2022 innen saniert werden: die Schörzinger Hohenberghalle.

Haushaltsberatungen sind die Königsdisziplin der Gemeinderäte – und der Ortschaftsräte. Das Schörzinger Gremium erstellte am Dienstag eine Vorschlagsliste für den Schömberger Haushalt.

Da hat der Ortschaftsrat Schörzingen ein ziemlich großes Paket geschnürt. Investitionen in Höhe von rund 2,2 Millionen Euro meldet das Gremium für den Schömberger Haushalt des Jahres 2020 an. „Das ist eine Riesensumme“, bemerkte Gemeinderat Harald Schmuck.

Mit dieser Einschätzung stand er nicht alleine. Ortsvorsteher Tommy Geiger wies darauf hin, dass in dieser Aufstellung auch Posten dabei sind, die noch aus dem laufenden Haushaltsjahr stammen. So beispielsweise die Sanierung der Fronbergstraße, die mit 500.000 Euro schon fest im neuen Haushalt fixiert ist. Der erste Bauabschnitt steht kurz vor der Fertigstellung.

Unaufschiebbare Posten

Weitere nicht aufzuschiebende Posten, wie 90.500 Euro Zuweisung an den Abwasserzweckverband Primtal/Kläranlage und die Hausanschlüsse für die Gasversorgung der öffentlichen Gebäude, die Kosten in Höhe von 17.000 Euro generieren, tauchen in der Pioritätenliste auf und sind nicht verhandelbar.

Neben den unschiebbaren Projekten Fronbergstraße, Abwasserzweckverband und Gasanschlüssen steht die Kinderkrippe mit 370.000 Euro an vorderster Stelle. Auch dieses Projekt ist, nachdem die Baugenehmigung eingegangen ist, so gut wie fix. Dazu kommen Renovierungsarbeiten im und am Kindergarten, die sich auf geschätzt 120.000 Euro belaufen.

Unaufschiebbar ist auch der Neubau eine behindertengerechte Eingangstreppe inklusive Rampe am Bürgerhaus. Dafür entstehen Kosten in Höhe von 25.000 Euro.

Kinderseilbahn am Oberhohenberg

Weit vorne auf der Prioritätenliste steht die Kinderseilbahn auf dem Oberhohenberg, die abgebaut werden musste, weil sie nicht mehr sicher war. „Wenn man mit den Kindern am Hohenberg ist, fehlt die Seilbahn“, führte Harald Schmuck aus. Das sahen die anderen Gemeinderäte auch so. Für diesen Posten liege ein Angebot in Höhe von 15.000 Euro vor, erklärte Ortsvorsteher Tommy Geiger.

Kaum verzichten kann man auf die Ersatzbeschaffung eines Aufsitzmähers für den Bauhof. Das alte Gefährt ist über 15 Jahre alt. Kosten hierfür: 10.000 Euro.

Als wichtig sieht der Ortschaftsrat die Planungskosten für die Straßensanierung Östreweg (50.000 Euro) und Mittel für Grunderwerb, vor allem für ein mögliches Neubaugebiet im Gewann Gemmi, an (600.000 Euro). Darauf folgen die Sanierung des WC auf dem Friedhof (25.000 Euro) und die Friedhofsanierung allgemein (400.000 Euro).

Mit auf der Liste sind der Fußweg zum Tennisheim (13.000 Euro) und die Sanierung der Mauer und des Geländers der Alten Schmiede (5.000 Euro).

Einige Projekte wurden zurückgestellt

Vorläufig zurückgestellt haben die Ortschaftsräte die Erneuerung der Abluft in der Küche der Hohenberghalle, neue Spielgeräte für den Spielplatz im Brühl, neue Elektroleitungen für den Festplatz, eine Putzmaschine für den Kindergarten und der Neubau eines Buswartehäuschens am Gasthaus Löwen.

Ortschaftsrat Karl-Heinz Koch fragte nach eventuellen Mitteln für die Sanierung des Pfarrscheuerareals. Im Rahmen der Flurneuordnung (FNO) entstünden hier der Gemeinde noch keine Kosten, erklärte Ortsvorsteher Tommy Geiger. Solange man nicht wisse, wie sich die FNO entwickle, sei es nicht sinnvoll, die Maßnahmen in den Haushaltsplan aufzunhemen.

Maßnahmen für die Jahre 2021 bis 2023

Die Schömberger Stadtverwaltung erhält zur Prioritätenliste auch Maßnahmen, die sich der Ortschaftsrat für die Jahre 2021 bis 2023 vorstellen kann. Dazu zählen für 2021 die Außensanierung des Bürgerhauses, die Erschließung des Baugebiets Gemmi, die Erschließung des Gewerbegebiets Birkenweg und die Sanierung von Gemeindestraßen. 2022 soll die Innensanierung der Hohenberghalle in Angriff genommen werden, 2023 steht die Sanierung der Heizungsanlagen in öffentlichen Gebäuden auf dem Programm.

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