Schömberg

Schömberger Pflegepark wird flächenmäßig etwas kleiner – jetzt bleibt Platz für ein Ärztehaus

10.05.2024

Von Daniel Seeburger

Schömberger Pflegepark wird flächenmäßig etwas kleiner – jetzt bleibt Platz für ein Ärztehaus

© Mai-Architekten

So soll der Pflegepark in Schömberg aussehen.

Den Kreisverkehr gibt es schon, nun soll auch der Schömberger Pflegepark kommen. Allerdings in einer abgespeckten Form, aber trotzdem mit einer ganz besonderen Philosophie. Das wurde in der jüngsten Sitzung des Gemeinderats vom Betreiber bestätigt.

Der Investor stehe zum Projekt, erklärte Bürgermeister Karl-Josef Sprenger in der Sitzung. Angesichts von Inflation und steigenden Baupreisen habe man die Planung allerdings etwas abändern müssen. Man habe sie den Rahmenbedingungen angepasst, so Sprenger, „aber wir freuen uns, dass dieses Projekt zur Umsetzung kommt.“

Keinesfalls beengter

Richard Wolfframm, Geschäftsführer des Hauses Sonnenhalde in Engstingen, stellte die Pläne vor. Man habe verschiedene Probleme gehabt, umriss er die wirtschaftliche Entwicklung in den vergangenen Jahren. Alles stehe still seit einigen Jahren. Man habe nun die Pläne angepasst. „Wir haben einen neuen, guten Plan“, führte er aus.

Dieser sehe vor, dass Raumangebot etwas zu reduzieren. Das treffe die Fläche innen aber nur minimal. Es sei also keinesfalls beengter. Allerdings seien die Gebäude konzentrierter. Das sei im Hinblick auf ein mögliches Ärztehaus, das im Umfeld des Pflegeparks entstehen könnte, durchaus sinnvoll.

Wohnungen für die Mitarbeitenden

Die Wohnungen für die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter seien früher zwei Gebäude mit Ein- bis Drei-Zimmer-Wohnungen gewesen. Jetzt werden diese Wohneinheiten in Dachwohnungen umgeplant und auf den weiteren Gebäuden platziert.

Insgesamt bleibe die Platzzahl mit 88 gleich wie bei der ursprünglichen Planung. Waren die Wohnungen für die Bewohnerinnen und Bewohner des Pflegeparks bisher 36 bis 38 Quadratmeter groß, so sind es bei der neuen Planungen noch 33 Quadratmeter. Alles in allem aber immer noch um einiges größer, als es die gesetzlichen Vorschriften, die mindestens 16 Quadratmeter für ein Pflegeheimzimmer vorsehen. Auch die Anzahl der Wohnungen, 22 sollen entstehen, sei gleich geblieben.

Keine Veränderungen bei der Gerontopsychiatrie

Zwei Gebäude sind der Gerontopsychiatrie vorbehalten. Hier habe sich nichts verändert, so Richard Wolfframm. Die Funktion bleibe völlig identisch, führte der spätere Geschäftsführer des Betreibers aus. Geändert habe sich die Wege- und Platzgestaltung, eben auch im Hinblick auf ein mögliches Ärztehaus.

In den Wohnungen für die Pflegenden soll auch die Möglichkeit für Angehörige bestehen, über Nacht zu bleiben. „Wir sind bereit, für das Alter noch etwas bereitzuhalten“, so Wolfframm. Der Mensch müsse auch im Alter eine Chance haben, sich zu entfalten. Die Gerontopsychiatrie für Demenzkranke habe einen geschützten Bereich, auf dem man sich bewegen kann, auf dem sich der Bewegungsdrang der Menschen realisieren lässt.

Gemeinderäte sind überzeugt

„Das Konzept überzeugt mich, man sollte so schnell wie möglich mit dem Bau beginnen“, führte Gemeinderat Frank Polich aus. Das Vorhaben, wenn auch in abgespeckter Form, überzeuge weiterhin, pflichtete ihm Bürgermeister Karl-Josef Sprenger bei.

Die Planer des Büros Mai Architektur in Augsburg gehen von einer Bauzeit von rund zwei Jahren aus. Geplant ist, die Gebäude nachhaltig in Modulbauweise zu errichten. Nun fehlt nur noch die Baugenehmigung, die für das geänderte Projekt neu beantragt werden muss. Die Stadtverwaltung will für die schnelle Umsetzung beim Landratsamt werben.

Dabei hat Bürgermeister Sprenger die Hoffnung, dass die Umsetzung doch recht zügig vonstatten gehen wird. „Vielleicht können wir ja Ende 2026 schon einen Tag der offenen Tür anbieten“, führte er aus.

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