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Schömberg

Schömberger Industriegebiet Nord: Anwohner in Sorge wegen drohendem Lkw-Verkehr

25.07.2019

Von Daniel Seeburger

Schömberger Industriegebiet Nord: Anwohner in Sorge wegen drohendem Lkw-Verkehr

© Daniel Seeburger

Die Dautmerger Straße (rechts) führt ins Industriegebiet Nord. Ein Teil des Schwerlastverkehrs soll bis zum Bau der Ortsumfahrung auch über die Zimmerner Straße gehen (links).

Über den Umzug der Spedition Koch von Ratshausen ins Industriegebiet Nord (IG) wird zwischen Stadt und Unternehmen intensiv verhandelt. Eine endgültige Entscheidung allerdings gibt es offensichtlich noch nicht. Die Anwohner allerdings sorgen sich um die Verkehrssituation.

Dass sich bei einem Umzug der Spedition Koch von Ratshausen nach Schömberg der Anteil des Schwerlastverkehrs im Bereich Dautmerger Straße und Zimmerner Straße erhöhen würde, ist klar. Das wäre vor allem ein Problem, bis die B-27-Umfahrung von Schömberg kommt. Mit dieser soll aber frühestens 2029 begonnen werden.

Schwerlastverkehr läuft bisher über die Dautmerger Straße

Bisher läuft der Schwerlastverkehr aus dem IG Nord lediglich über die Dautmerger Straße. Falls sich die Spedition gegenüber des aktuellen Industriegebiets ansiedeln sollte, wäre auch eine Abfahrt der Lastwagen über die Zimmerner Straße möglich.

Bei der jüngsten Gemeinderatssitzung konnten Bürger Fragen stellen. Ein Anwohner aus dem Schieferweg wies darauf hin, dass die Dautmerger Straße für einen intensiven Schwerlastverkehr nicht geeignet sei. Er habe zudem gehört, dass ein Teil des Verkehrs über die Zimmerner Straße ans IG Nord angebunden werden solle.

Bürgermeister bestätigt Vorhaben

Bürgermeister Karl-Josef Sprenger bestätigte die Befüchtungen des Schömberger Bürgers. Man wolle die Verkehrsströme entzerren, bis die Umfahrung kommt, führte er aus. Dabei sei auch angedacht, die Zimmerner Straße mit einzubeziehen. „Das ist der aktuelle Stand der Überlegungen“, sagte Sprenger.

Die Dautmerger Straße stelle jetzt schon ein Problem dar, führte der Anwohner weiter aus. Oftmals ignorierten Lastwagenfahrer das Ortschild und würden mit erhöhter Geschwindigkeit in die Stadt fahren.

Ortsschild versetzten und Geschwindigkeit kontrollieren

Der Fragesteller regte an, gerade auch im Hinblick auf ein Baugebiet Egertstraße/Inselstraße das Ortsschild weiter in Richtung Dautmergen zu versetzen. Zudem sollten öfter Geschwindigkeitskontrollen stattfinden. Er schlug zudem vor, dass sich die Stadt einen Überblick über die Zahl der Verkehrsteilnehmer verschaffen soll, die zu schnell unterwegs sind.

Gegen Ende der Sitzung regte zudem Gemeinderat Heiko Gerstenberger an, die Stadt möge prüfen, einen Teil der Planungskosten für die Umfahrung zu übernehmen, um so schneller ans Ziel zu kommen. Bürgermeister Sprenger wies darauf hin, dass sich in diesem Falle gerade die finanziellen Rahmenbedinungen für die Gemeinden ändern würde. Deshalb wolle die Stadtverwaltung noch eine gewisse Zeit abwarten.

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