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Rosenfeld

Rund und klimaneutral in die Zukunft: Die Rosenfelder Firma Blickle wächst weiter

26.09.2019

Von Rosalinde Conzelmann

Rund und klimaneutral in die Zukunft: Die Rosenfelder Firma Blickle wächst weiter

© Schmelzle und Partner, MBB Architekten BDA

So wird es aussehen: Architekt Siegfried Schmelzle stellte den Entwurf für das neue Verwaltungs- und Kundencenter auf dem Firmengelände vor.

Es läuft rund bei der Firma Blickle. Der Spezialist für Räder und Rollen, Weltmarktführer und Arbeitgeber für über 1000 Mitarbeiter, tätigt seine größte Investition in der Firmengeschichte und erweitert am Stammsitz in Rosenfeld. Am Donnerstag stellte der Firmenchef persönlich das Bauvorhaben im Gemeinderat vor.

Das beauftragte Architektenbüro Schmelze und Partner aus Hallwangen stellte die Details der geplanten Erweiterung auf dem Firmengelände im Industriegebiet Dornbrunnen vor.

Firmenchef Reinhold Blickle erläuterte die beiden Baugesuche in Begleitung seines Sohnes David und Geschäftsführer Walter Wager.

Es ist eng geworden

Das gute Wachstum der vergangenen Jahre habe das Unternehmen in Platznöte gebracht, berichtete der Firmenchef. Aus diesem Grund sei schon ein Teil der Produktion in gemieteten Hallen in Empfingen und die Verwaltung in andere Räume ausgelagert.

Der Umsatz steigt um 120 Prozent

Die letzte Bautätigkeiten liegt neun Jahre zurück. Gleichzeitig ist der Umsatz seit 2010 um 120 Prozent gewachsen, so Blickle. Daher werde jetzt aufgeholt, „was wir längst hätten tun sollen.“

Der Unternehmer bezeichnete das Bauprojekt als die bisher größte Investition in der Firmengeschichte, ohne eine Zahl zu nennen. Man habe überlegt, die PU-Fertigung nach Rumänien oder Polen auszulagern.

„Letztlich aber haben wir uns für unsere Heimatstadt entschieden – als klares Bekenntnis zum Standort Rosenfeld“, betonte er. Insgesamt würden in der Produktion und der Verwaltung sukzessive jeweils rund 200 neue Arbeitsplätze geschaffen.

Parkplätze wurden verlagert

Die Architekten Siegfried Schmelzle und Claus Matt gingen auf die Details der Planung ein. Ein Teil der Parkplätze wurde bereits verlagert, denn dort wird das neue Verwaltungsgebäude gebaut. 156 Plätze wurden abgebrochen; auf dem neuen Parkplatz gibt es weit mehr.

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Wir holen nun auf, was wir hätten längst machen sollen. Uns fehlte aber die Zeit wegen der hohen Auslastung. Firmenchef Reinhold Blickle

Der Gemeinderat steht voll hinter diesem Bauvorhaben. Bürgermeister Thomas Miller

Die Erweiterung sieht zum einen den Neubau einer PU-Fertigung auf 2,5 Stockwerken mit einer Fläche von mehr als 20.000 Quadratmetern einschließlich Büros und Sozialanlagen und einer neuen Pforte vor, die dicht am Kreisel liegt.

Beim Neubau legt der Bauherr größten Wert auf Klimaneutralität. Durch eine hocheffiziente Technik und eine Reduzierung des Luftwechsels bei der PU-Fertigung im Neubau werde gegenüber der bisherigen Prozesse enorm Energie eingespart. Die Polyurethanfertigung wird direkt an das Logistikzentrum angeschlossen.

Energie ist großes Thema

Auch beim zweiten Neubau, dem „radrunden“ Verwaltungs- und Kundencenter spielt die Energie eine große Rolle. Durch die effektive und intelligente Gebäudehülle ist der Heiz-Kühlbedarf in dem siebengeschossigen Verwaltungsgebäude gering.

Rund und klimaneutral in die Zukunft: Die Rosenfelder Firma Blickle wächst weiter

© Rosalinde Conzelmann

Die Rosenfelder Firma Blickle erweitert an ihrem Stammsitz in Rosenfeld.

Die Heizung erfolgt klimaneutral über Prozessabwärme. Photovoltaik auf dem Dach sorgt für nachhaltige Energieerzeugung.

Der Erweiterungsbau hat eine direkte Anbindung zum bestehenden Verwaltungsgebäude; ein Steg verbindet die Produktion mit der Verwaltung. Im neuen Kundencenter, das parallel gebaut wird, sollen die Kunden aus der ganzen Welt empfangen werden.

Dort findet auch die schöne, neue Kantine Platz, wie Blickle sagte. Außerdem gibt es genug Platz für ein Trainingscenter mit großzügiger Teststrecke und weitere Besprechungsräume.

Ein tolle Ästhetik

„Der Gemeinderat steht voll dahinter, wir freuen uns, dass bei den Neubauten auch die Ästhetik stimmt, denn ihre Firma ist das Eingangstor für Rosenfeld“, bedankte sich Bürgermeister Thomas Miller beim Bauherr.

Stadtrat Klaus May setzte noch eins drauf: „Wir können stolz sein auf dieses Unternehmen, an dessen Wachstum die ganze Stadt partizipiert.“ Im Frühjahr 2020 soll der Spatenstich erfolgen.

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