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Zollernalbkreis

Rückzug vom Rückzug: Alexander Maute bleibt doch Kreisvorsitzender der SPD Zollernalb

11.06.2019

Von Klaus Irion

Rückzug vom Rückzug: Alexander Maute bleibt doch Kreisvorsitzender der SPD Zollernalb

© Hans-Georg Zimmermann typomage.d

Alexander Maute tritt vom Rücktritt zurück und bleibt nun doch Vorsitzender des SPD-Kreisverbands.

Damit hat nun wirklich niemand gerechnet. Nach seiner Nichtwahl in den Kreistag des Zollernalbkreises und den Balinger Gemeinderat hatte Alexander Maute persönliche Konsequenzen gezogen und den völligen Rückzug aus der Lokalpolitik angekündigt. Nur wenige Tage später aber zieht es den SPD-Kreisvorsitzenden doch wieder zurück in die Politik vor Ort.

Wer Alexander Maute kennt, der weiß, dass er für die Lokalpolitik brennt, dass er sich für seine SPD aufreibt. Am Wahlabend vor etwas über zwei Wochen traf es ihn daher besonders hart. Nicht nur, dass die Sozialdemokraten bundesweit gebeutelt wurden, auch Maute selbst erwischte es. Die Wähler verweigerten ausgerechnet dem SPD-Kreisvorsitzenden einen Sitz im Kreistag. Und auch in den Balinger Gemeinderat, dem der Lehrer in den vergangenen fünf Jahren angehört hatte, wurde er nicht wiedergewählt.

Posting mit Familie, Posting mit Mitstreitern

Als Konsequenz dieses persönlichen Desasters verkündete Maute seinen Rückzug aus der Lokalpolitik. Demonstrativ postete er auf Social-Media-Kanälen in den Tagen nach seiner „Nicht-Wahl“ vermehrt Bilder von sich und seiner Familie bei der gemeinsamen Freizeitgestaltung. Gestern dann folgte wieder ein Posting. Dieses Mal aber mit Bild im Kreise seiner SPD-Mitstreiter, verbunden mit der Ankündigung nun doch weiter in der Verantwortung zu bleiben. Hier sein Statement im Wortlaut.

Der eingeforderten Verantwortung stellen

„Vor einigen Tagen habe ich an dieser Stelle meinen Rückzug aus der aktiven, ehrenamtlichen Politik verkündet. Hintergrund waren die unbefriedigenden Wahlergebnisse der SPD im Zollernalbkreis bei der Kommunalwahl am 26. Mai und auch mein eigenes Abschneiden hierbei. Viele von euch haben mir für diesen Schritt Anerkennung und Respekt gezollt. Ich sehe das nicht ganz so; für mich war es ein Versagen. Mit diesem Schritt habe ich aus meiner Sicht das Richtige tun wollen. Was ich dabei nicht berücksichtigt habe war, dass ich in meinem Kreisverband Genossinnen und Genossen zurückgelassen habe, die meine Entscheidung nicht akzeptieren. Für sie bin und bleibe ich ihr Kreisvorsitzender. Ihr Vertrauen genieße ich. Viele haben mich daher an meine Verpflichtung der Partei gegenüber erinnert. Ist mein persönliches Befinden wichtiger als die Verantwortung, die ich für meine Partei übernommen habe? Ich fand, dass mein Rückzug der Partei nütze. Meine Partei sieht das anders. Es hat in den zurückliegenden Tagen viele Gespräche gegeben. Ich musste über vieles nachdenken und neu bewerten. Obgleich ich nach wie vor denke, dass mein Rückzug folgerichtig und konsequent wäre, muss ich mich heute der eingeforderten Verantwortung stellen – und meine politische Arbeit für die SPD im Zollernalb fortsetzen. Am Ende heißt es Verantwortung übernehmen – so oder so! Ich bleibe bei euch!“

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