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Rosenfeld

Rosenfelder Sofienbad wird aufpoliert: Der Mief der Achtziger muss weichen

23.05.2019

Von Rosalinde Conzelmann

Rosenfelder Sofienbad wird aufpoliert: Der Mief der Achtziger muss weichen

© Rosalinde Conzelmann

Die Umkleidekabinen versprühen den Charme der Achtziger und sind alles andere als zeitgemäß.

Mit 66 Jahren, da fängt das Leben an, singt Udo Jürgens. Für das Rosenfelder Sofienbad ist diese Aussage 2019 eine klare Ansage: Nach 37 Jahren rollt die zweite, große Sanierungswelle in dem Familienbad aus dem Jahr 1953 an.

Nach den Sommerferien werden die Umkleidekabinen, die Toiletten und die Duschen komplett erneuert und vergrößert. Der Gemeinderat hat am Donnerstag das erste große Handwerkerpaket für knapp 200000 Euro vergeben.

Die Tristesse wird weichen

Der Gebäudekomplex gegenüber des Kiosks, in dem die Umkleiden samt Duschen und Toiletten untergebracht sind, versprüht den Charme der 1980er-Jahre. Alles wirkt leicht verstaubt und verblichen. Die roten Schränke sind die einzigen Hingucker in den tristen Räumen mit den biederen Holzdecken und den braunen Fliesen.

Bereits im vergangenen Jahr hat das Haigerlocher Architektenbüro Beuter einen ersten Sanierungsentwurf vorgelegt. Der Gemeinderat wollte eine großzügigere Lösung und schickte den Planer nochmals an sein Reißbrett. Beuter stellte dann im Februar einen neuen Entwurf vor, den die Mitglieder des Ausschusses für Technik und Umwelt absegneten.

Alles wird größer und moderner

Im Zuge der Sanierung sollen nicht nur die veralteten sanitären Anlagen samt Duschen und Toiletten ersetzt werden, sondern auch die Böden und Decken erneuert werden. Die zu kleinen Schließfächer, von denen auch viele kaputt sind, fliegen raus und werden durch größere ersetzt. Ebenso erhalten die Umkleiden ein modernes Design.

Vorerst vier Gewerke

Das Architektenbüro hat vorerst vier Gewerke ausgeschrieben. Die Ergebnisse wurden gestern Abend von Stadtbaumeister Bernhard Müller vorgestellt.

Die Abbruch- und Rohbauarbeiten wurden an die Rosenfelder Firma Ernst Mayer zum Preis von 46581,36 Euro vergeben. Die Sanitärarbeiten wird die Firma Schäfer aus Dotternhausen für 58366,31 Euro ausführen. Die Firma KH-Fliesen aus Rangendingen hat für die Fliesenlegerarbeiten das günstigste Angebot abgegeben und wird die Arbeiten zum Preis von 34550,46 Euro ausführen. Der örtliche Malerbetrieb Jetter hat den Zuschlag für die Maler- und Trockenbauarbeiten zum Preis von 55442,18 Euro erhalten.

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In diesem Gebäude sind die Umkleiden und sanitäten Anlagen untergebracht.

© Rosalinde Conzelmann

Die Sammel-Umkleidekabine hat eine modernisierung dringend nötig.

© rosalinde Conzelmann

Wie Müller mitteilte, beginnen die Arbeiten unmittelbar nach der Freibadsaison im Herbst und werden sich bis ins Frühjahr hinziehen. Die weiteren Gewerke WC-Trennwände, Elektro- und Estricharbeiten, die Türen und die Schließfächer müssen noch ausgeschrieben werden. Der Planer rechnet hierfür mit Kosten in Höhe von 136493 Euro. Im aktuellen Etat sind 300000 Euro eingestellt. Diese Summe wird jedoch nicht ausreichen. Einschließlich des Architektenhonorars liegt die Kostenberechnung bei 377843 Euro.

Einweihung war 1953

Das Sofienbad wurde am 31. Mai 1953 eingeweiht – damaliger Bauherr war der Verein zur Förderung Rosenfelds, der das Bauprojekt mit Unterstützung zahlreicher Spender stemmte. Das kleine Familienbad liegt den Rosenfeldern sehr am Herzen. Die Stadt und der Gemeinderat sind deshalb seit Jahrzehnten bereit, den Zuschussbetrieb für die Bürger zu erhalten.

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