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Radsport

Ronja Eibls nächster Streich: Auch in Nove Mesto fährt die Grosselfingerin auf Platz zwei

28.05.2019

von Erhard Goller, Bernhard Mast-Sindlinger

Ronja Eibls nächster Streich: Auch in Nove Mesto fährt die Grosselfingerin auf Platz zwei

© EGO-Promotion/Max Fuchs

Ronja Eibl sorgt im U23-Weltcup weiter für Furore.

Ronja Eibl sorgt im Weltcup der U23 weiter für Podestplätze. In Tschechien sicherte sich zum zweiten Mal in Folge den zweiten Platz und ist in der Gesamtwertung nun Dritte.

Die taktischen Feinheiten wollen auch im Cross-Country gelernt sein und je höher das Niveau, desto wichtiger wird die Strategie. Noch besser, wenn man in dieser Hinsicht eine gewisse Flexibilität an den Tag legen kann.

Der Weltcup-Kurs im tschechischen Nove Mesto ist ein ständiges Auf und Ab, auf technisch anspruchsvollem Terrain, aber auch mit einer Flachpassage. Und wenn eine Luft durch die Biathlon-Arena weht, so wie am vergangenen Samstag, dann ist es noch wichtiger, dass man Windschatten bekommt.

Weil Ronja Eibl ein Leichtgewicht ist und auf der Fläche nicht so viel Druck aufs Pedal bringt, ist es für sie doppelt wichtig, da möglichst wenig Führungsarbeit zu machen. An diese Vorgabe hielt sich die deutsche U 23-Meisterin auch. Dass die US-Amerikanerin Haley Batten bereits früh davon fuhr, registrierte Eibl erst mit Verspätung.

Batten baut Vorsprung aus

Sie hielt sich an Albstadt-Siegerin Laura Stigger aus Österreich. Deren Coach Rupert Scheiber beobachtete indes, dass es Laura „nicht so gut geht.“ So vergrößerte sich der Vorsprung von Batten immer weiter und das Verfolgerduo bekam Gesellschaft von der Schweizerin Nicole Koller.

Erst zwei Runden vor Rennende entschied sich Eibl, selbst die Initiative zu ergreifen. Da lagen zwischen der führenden Batten und dem Verfolgerduo bereits 1:20 Minuten. „Vielleicht habe ich zu lange gewartet und hätte mehr riskieren sollen“, meinte die Grosselfingerin.

Eibl lässt Vorsprung schmelzen

Sie ließ Stigger und Koller rasch zurück und der Rückstand auf Batten schmolz binnen zwei Kilometer auf 30 Sekunden. Allerdings lag das vor allem daran, dass die Albstadt-Dritte ein technisches Problem hatte.

Nachdem das behoben war, verteidigte sie die halbe Minute Differenz auf Eibl in der Schlussrunde und feierte ihren ersten U 23-Weltcupsieg, mit dem sie auch die Führung in der Gesamtwertung übernahm punktgleich vor Stigger, die Dritte wurde.

Eibl überquerte mit 28 Sekunden Rückstand auf Batten (1:13:38 Stunden) als Zweite die Ziellinie.

„Es ging mir heute gleich von Anfang an gut, nicht so wie in Albstadt“, sagte Eibl, die in der Weltcup-Gesamtwertung der U 23 jetzt Dritte ist.

Zwei RSG-Piloten am Start

Auch Gabriel und Tobias Sindlinger vom Gonso-Simplon Racing Team der RSG Zollern-Alb waren beim Weltcup in Nove Mesto am Start. Im U 23-Rennen stellte sich Gabriel Sindlinger der Konkurrenz.

Der Albstädter fand zunächst gut ins Rennen, musste dann aufgrund einer Allergie allerdings einen Stopp einlegen. „Ich habe kurzzeitig richtig Probleme bekommen mit der Atmung. Der Pollenflug war extrem, ich habe keine Luft mehr bekommen“, erklärt der 22-Jährige, der am Ende Rang 123 belegte.

Tobias Sindlinger arbeitet sich vor

Sein älterer Bruder Tobias trat im Eliterennen an. Er reihte sich zunächst um Position 130 ein. Mit konstanten Rundenzeiten arbeitete sich der Albstädter etwas nach vorne und war letztlich mit Rang 124 sichtlich zufrieden.

„Es lief heute wirklich ganz ordentlich. Der Kurs ist fahrtechnisch und physisch extrem hart. Ich musste schon sehr kämpfen. Aber die Zuschauer machen es einem auch einfacher übers Limit zu gehen“, berichtete Tobias Sindlinger.

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