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Schömberg

Reaktion auf Coronakrise: Kirche und Stadtverwaltung Schömberg organisieren Nachbarschaftshilfe

20.03.2020

Von Daniel Seeburger

Reaktion auf Coronakrise: Kirche und Stadtverwaltung Schömberg organisieren Nachbarschaftshilfe

© Daniel Seeburger

Die katholische Stadtkirchengemeinde ist Trägerin der Nachbarschaftshilfe

Das Coronavirus ist gerade für ältere Menschen und Personen mit Vorerkrankungen gefährlich. In Schömberg organisieren die Stadtverwaltung und die Kirchengemeinde jetzt eine Stadt- und Nachbarschaftshilfe.

Die Forderung der Virologen und Mediziner ist deutlich: Da vor allem ältere Menschen und Personen mit Vorerkrankungen besonders gefährdet sind, durch die Infizierung mit dem Coronavirus schwer an der dadurch verursachten Krankheit Covid-19 zu erkranken, sollten diese Personengruppen möglichst die Öffentlichkeit meiden und in den nächsten Wochen zuhause bleiben.

Dadurch ergeben sich gerade für diese Bevölkerungsgruppen einige Probleme. Vor allem dann, wenn sie alleinstehend sind. Denn die Versorgung mit Lebensmitteln und Hygieneutensilien muss gerade für Ältere und Kranke aufrechterhalten werden. Gibt es keine Kontaktpersonen aus der Familie, müssen auch diese Menschen raus zum Einkaufen. Und das birgt ein nicht zu unterschätzendes Risikopotenzial.

Hilfe für Risikogruppen

Die Stadtverwaltung Schömberg und die katholische Kirchengemeinde Schömberg wollen sich deshalb jetzt verstärkt um dieses gefährdeten Bevölkerungsgruppen kümmern.

„Personen, die Hilfe bei Besorgungen und Einkäufen benötigen, können sich an die Stadtverwaltung wenden“, heißt es in einer Mitteilung der Stadt Schömberg. Das Rathaus werde die Hilfe für die älteren Menschen, Personen aus medizinischen Risikogruppen, aber auch Menschen, die in Quarantäne sind, koordinieren, so Bürgermeister Karl-Josef Sprenger. Mit der Organisierten Nachbarschaftshilfe Sankt Peter und Paul hat die Stadtverwaltung einen starken Partner aus der Kirchengemeinde.

Fünf Freiwillige im Einsatz

Bei der Nachbarschaftshilfe ist Anette Schwenk verantwortlich für die Koordinierung dieses Einsatzes. Fünf Freiwillige stehen ihr zur Seite, wenn es mehr Hilfswillige gibt, dürfen die sich gerne bei der Stadtverwaltung melden. Man versuche nun, Einmalhandschuhe, Mundschutz und Desinfektionsmittel für die Einsätze zu organisieren, sagt sie, und hoffe dabei auf Hilfe seitens der Stadt.

Die persönlichen Kontakte zwischen Helfern und den Kunden müssten so weit wie möglich vermieden werden, um beide zu schützen. Gerade auch in den Supermärkten und Läden müssen die Freiwilligen darauf achten, alle Hygienestandards penibel einzuhalten. Deshalb würden die Helferinnen und Helfer über die Vorsichtsmaßnahmen und die allgemeinden Hygienevorgaben aufgeklärt, erläutert Anette Schwenk.

Früh bei der Stadtverwaltung melden

Sie schlägt den Menschen, die die Hilfe in Anspruch nehmen wollen vor, sich so früh wie möglich bei der Stadtverwaltung zu melden, um eine Koordinierung der Einkäufe so einfach wie möglich zu machen.

„Diejenigen, die auf Hilfe angewiesen sind, sollten das Angebot in Anspruch nehmen“ sagt Bürgermeister Karl-Josef Sprenger.

Die Nachbarschaftshilfe Schömberg ist in der katholischen Kirchengemeinde organisiert, die auch Träger ist. Rund 20 Männer und Frauen sind normalerweise im Einsatz und begleiten vor allem ältere Menschen zum Arzt. Falls Angehörige einen älteren Menschen pflegen und eigene Termine wahrnehmen müssen, bietet die Nachbarschaftshilfe Entlastungsangebote für die Pflegenden an. Die Schömberger Nachbarschaftshilfe orientiert sich am Leitbild der organisierten Nachbarschaftshilfe der Diözese Rottenburg-Stuttgart.

Telefon und Mail

Wer in den kommenden Wochen Hilfe von der Nachbarschaftshilfe Schömberg benötigt, sollte sich bei der Stadtverwaltung Schömberg, Telefonnummern 07427 94020 oder per Mail unter info@stadt-schoemberg.de melden.

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