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Handball

Profiklubs arbeiten zusammen: HBW-Manager Wolfgang Strobel schätzt die Solidarität

16.03.2020

Von Larissa Bühler

Profiklubs arbeiten zusammen: HBW-Manager Wolfgang Strobel schätzt die Solidarität

© Moschkon

Wolfgang Strobel nahm am Montag an der Telefonkonferenz mit den HBL-Vertretern teil.

Wie geht es weiter in der Bundesliga? Mit dieser Frage beschäftigten sich die Verantwortlichen am Montag.

Bis Ende April werde der Spielbetrieb ausgesetzt, hieß es vergangene Woche in einer Pressemitteilung der HBL. Am vergangenen Wochenende waren die Klubs von den Absagen noch nicht betroffen, aufgrund des Länderspiels – das letztlich ebenfalls ausfiel – sollte die Liga ohnehin ein Wochenende pausieren.

HBL-Klubs sondieren Möglichkeiten

Nun sollte es für den HBW Balingen-Weilstetten & Co. eigentlich weitergehen. Doch wann und ob der 28. Spieltag nun stattfindet, ist unklar. Anstatt dass sich die Mannschaft auf das wichtige Spiel gegen Nordhorn-Lingen vorbereitet, stand für HBW-Manager Wolfgang Strobel am Montag eine wichtige Telefonkonferenz mit den 17 weiteren Klubs der Bundesliga im Fokus. Inhalt der Gesprächs: Vor allem Empfehlungen, wie sich die wirtschaftlichen Risiken abmildern lassen.

„Die Klubs der LIQUI MOLY HBL stellen sich den organisatorischen und ökonomischen Herausforderungen und werden dabei auch die Instrumente, die der Gesetzgeber zur Regulierung von wirtschaftlichen Schäden und Unwägbarkeiten zur Verfügung stellt, nutzen“, heißt es in einer Mitteilung der Liga. „Alle Teilnehmer unterstrichen ihre große Bereitschaft, die sportliche und wirtschaftliche Krise aus eigenen Kräften zu bewältigen.“

Erster Corona-Fall in der Bundesliga

TV-Gelder, Ticketeinnahmen – all das ist nur ein Teil der Gelder, die dem HBW und seinen Ligakonkurrenten im Moment fehlen. Und das wird im Laufe der nächsten Zeit nicht einfacher. Schließlich ist unter anderem im Mai die Zahlung an die Berufsgenossenschaft fällig. „Und das ist kein geringer Betrag“, so Strobel.

Der weitere Ablauf des Spielbetriebs war dagegen kaum Teil des knapp zweistündigen Gesprächs der Verantwortlichen. Der erste infizierte Handball-Profi ist nun mit Mads Mensah Larsen von den Rhein-Neckar Löwen bekannt. „Die haben den kompletten Betrieb jetzt eingestellt. Und auch sonst herrscht bei verschiedenen Klubs Trainingsverbot“, erzählt Strobel. „In so einer Situation halte ich es nicht für vertretbar, die Saison fortzusetzen.“

„Austausch ist unheimlich wichtig“

Am Mittwoch wollen sich die Verantwortlichen in einer weiteren Telefonkonferenz erneut besprechen, anschließend sei ein täglicher Austausch geplant. „Das ist ja auch das, was die Sportart auszeichnet. Es ist nicht jeder für sich, einer allein ist dazu gar nicht fähig. Dieser Austausch ist unheimlich wichtig“, betont Strobel.

Der vermutet eine Entscheidung bezüglich Spielbetrieb für Anfang April. „Je nach Entwicklung, wird die Fortsetzung dann noch einmal verschoben. Aber ein zweites Mal schieben würde dann der Rahmenterminkalender gar nicht mehr zulassen.“

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