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Stetten a.k.M.

Polizei und Bundeswehr proben Kampf gegen Terroristen: So lief die XXL-Übung in Stetten ab

19.10.2019

von Luca Stettner/SWP

Polizei und Bundeswehr proben Kampf gegen Terroristen: So lief die XXL-Übung in Stetten ab

© Luca Stettner

Polizisten im Einsatz bei der BWTEX 2019.

In der großen Anti-Terror-Übung BWTEX trainierten Bundeswehr, Polizei und Rettungskräfte in Stetten am Samstag den Fall eines Anschlags in der Fußgängerzone von Konstanz.

Terroristen zünden eine Autobombe in der Konstanzer Innenstadt. Schüsse fallen. Es gibt Tote und Schwerverletzte. Panik droht, die Lage ist unübersichtlich.

Das ist das Szenario der Baden-Württembergischen Terrorismusabwehr Exercise (BWTEX). Mit dieser Übung probten rund 2.500 Polizisten, Soldaten und zivile Helfer in Stetten am kalten Markt im Kreis Sigmaringen den Einsatz in einem solchen Katastrophenfall.

Konstanz’ Innenstadt wurde nachgebaut

Auf dem Truppenübungsplatz Heuberg in Stetten am kalten Markt bauten die Organisatoren die Konstanzer Innenstadt nach. Am Samstag um 10.30 Uhr begann die Hauptübung.

Premiere: Zum ersten Mal simulierte eine Übung den gesamten Ablauf eines Katastrophenszenarios. Vom ersten Schuss bis zum Transport der Verletzten in Krankenhäuser und der dortigen Versorgung.

Polizisten spielen Terroristen

Kurz nachdem die Terroristen, gespielt von Polizisten aus Rheinland-Pfalz, die Bombe zündeten, gingen im Szenario erste Notrufe ein.

Polizei und Bundeswehr proben Kampf gegen Terroristen: So lief die XXL-Übung in Stetten ab

© Luca Stettner

Blick auf das Übungsgelände: Zahlreiche Einsatzkräfte sind vor Ort.

Zunächst rückten Streifen-Polizisten an, die zu dritt Interventionsteams bildeten und Schutzausrüstung anlegten.

Sie rückten an die Terroristen heran, ehe SEK-Kräfte eintrafen und die Terroristen stoppten.

300 Statisten mimen Passanten

Unterdessen bargen Polizisten mit Hilfe von zwei Fahrzeugen der Bundeswehr die ersten Verletzten. Rund 300 Statisten mimten die Passanten.

Rettungskräfte bildeten eine Verletzten-Sammelstelle. Dort versorgten Ärzte die von Statisten gespielten Verletzten und entschieden, welche weitere Behandlung nötig ist.

450 Mitarbeiter stehen in Kliniken bereit

Je nach Schwere der Verletzung brachten Hubschrauber oder Rettungswagen die Personen in die Kliniken Friedrichshafen und Konstanz und ins Krankenhaus Sigmaringen.

Insgesamt standen an diesen drei Standorten 450 Mitarbeiter für die medizinische Versorgung parat.

Innenminister ist zufrieden

Innenminister Thomas Strobl: „Wer heute erlebt hat, wie leistungsfähig hier gearbeitet wurde, wie konsequent aufeinander abgestimmt gehandelt wurde, kommt sicher zu dem gleichen Schluss wie ich: Die Behörden und Organisationen mit Sicherheitsaufgaben sind hoch professionell und sehr gut vorbereitet.“

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