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Handball

Ordentliche Schlussphase reicht nicht: HBW Balingen-Weilstetten verliert 24:27 gegen Lemgo

28.11.2019

von Daniel Genings

Ordentliche Schlussphase reicht nicht: HBW Balingen-Weilstetten verliert 24:27 gegen Lemgo

© Eibner

In Lemgo konnte der HBW nicht überzeugen.

In Lemgo hatte sich der HBW Balingen-Weilstetten mehr erhofft. Der Bundesliga-Aufsteiger unterlag am Donnerstag jedoch mit 24:27. Eine zu hohe Fehleranzahl brachte den HBW Balingen-Weilstetten um die Punkte im Lipperland.

„Wir sind selbst Schuld, dass wir das Spiel heute verlieren“, so der Ex-Lemgoer Marcel Niemeyer nach der Partie. Der Kreisläufer war genau wie sein Trainer bedient. „Wir waren 45 Minuten nicht im Spiel“, sagte Coach Jens Bürkle und Niemeyer fügte an: „Da war heute mehr drin für uns. Wir verwerfen zu viele Bälle und machen zu viele Fehler. Wir müssen uns an die eigene Nase fassen, dass wir ohne Punkte abreisen.“


Denn lange Zeit sah es nach einer klaren Angelegenheit für Lemgo aus, doch die „Gallier“ gaben sich auch nach einem Rückstand mit bis zu sieben Treffern nicht auf. Tor um Tor wurde aufgeholt, Taleski glich gar kurz vor Schluss zum 24:24 aus und brachte Balingen-Weilstetten damit wieder in die Verlosung. Doch in den finalen Minuten traf nur noch der TBV.

Schwacher Start

Die Partie beim zweimaligen Deutschen Meister glich in der ersten Halbzeit mehr einem Scheibenschießen als einem Handballspiel. Beide Teams zogen reihenweise Fahrkarten, die Schwaben noch mehr als Lemgo. So setzte sich der TBV beim 6:3 erstmals mit drei Toren ab (12. Minute).

Während auf Lemgoer Seite der ehemalige HBW-Keeper Peter Johannesson förmlich von den schwäbischen Angreifern warmgeschossen wurde, vergab die TVB-Offensive zunächst ihre Bälle durch Fehlpässe oder Würfe ans Gebälk. Auch Mike Jensen im Balinger Gehäuse konnte ein paar Versuche parieren, an Johannessons Quote kam er aber nicht heran. Der hielt vor der Pause nämlich beinahe die Hälfte aller Würfe, die auf sein Tor kamen.

Lemgo einfach effektiver

Beim 4:9 versuchte es Bürkle mit einer Auszeit (20.), doch auch die Extra-Ansprache brachte das Lemgoer Tempospiel nicht zum erliegen. Immer wieder setzten die Lipper Nadelstiche mit viel Tempo. Sicherlich wäre beim TBV die Angriffseffektivität noch ausbaufähig gewesen, sie war aber dennoch doppelt so hoch wie die der „Gallier“.

Lemgo ließ sich den nach 20 Minuten erspielten Vorsprung bis zur Pause nicht nehmen und ging mit 14:9 im Rücken in die Kabine.

Auch nach der Pause dominiert der TBV

Aus der kehrten die schwäbischen Gäste schnell wieder auf die Platte zurück. Kurz und knackig schien die Ansprache gewesen zu sein, die Bürkle seiner Mannschaft gemacht hatte.

Viel vorgenommen hatte sich der Aufsteiger, der aber vorerst von Lemgo wieder auf den Boden der Tatsachen zurückgeholt wurde: Der TBV erhöhte in Person von Bobby Schagen auf 15:9 und Johannesson fischte den nächsten Ball der Balinger ab.


Schagen war es dann auch, der mit seinen Treffern sechs und sieben – erst per Siebenmeter und dann im Gegenstoß – nach 40 Minuten für die vermeidliche Vorentscheidung hätte sorgen können. Denn nach dem 15:21 schafften es die Gäste lange Zeit nicht mehr, Lemgo in Bedrängnis zu bringen.

HBW beweist Moral

Der TBV aber verpasste es, den Sack zuzumachen und so wurde es doch nochmal eng. „Nach dem 16:23 haben wir alles probiert, Lemgo aus dem Rhythmus zu bringen“, erklärte der Balinger Kommandogeber. „Hinten raus kam dann das, was wir in den vergangenen Spielen schon öfter hatten: Torhüterparaden und Tempospiel“, sah Bürkle sein Team in der Schlussviertelstunde im Aufwind.

Das schlug sich auch im Ergebnis nieder. Schnell stand es 24:24, nun war es ein Spiel auf Messers Schneide. „Letztendlich haben dann Kleinigkeiten die Partie entschieden“, bilanzierte der Sportwissenschaftler abschließend.

Am Ende hatte der TBV nämlich den längeren Atem. Jonathan Carlsbogard stellte mit seinem Doppelpack die Weichen auf Sieg, den Schlusspunkt setzte Andreas Cederholm zum 27:24-Erfolg für Lemgo Lippe.

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