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Nusplingen

Nusplingen gibt Startschuss für den Bau des schnellen Internets

06.05.2019

Von Volker Schweizer

Nusplingen gibt Startschuss für den Bau des schnellen Internets

© Volker Schweizer

Der erste Bauabschnitt für das Backbone-Netz führt von der Gemarkungsgrenze Unterdigisheim entlang der Landesstraße 433 am Ortsschild vorbei bis zur Einfahrt zum Friedhof.

Der Anschluss an die Daten-Autobahn erfolgt in drei Abschnitten. In der jüngsten Sitzung des Gemeinderates wurde das geplante Backbone-Netz vorgestellt. Bis alle Bürger mit Highspeed surfen können, dauert es aber noch ein schönes Weilchen.

Baufahrzeuge müssen keine vorfahren, wenn es nächsten Monat losgeht. „Wir setzen einen Kabelverlegepflug ein“, informierte Erwin Hauser vom Ingenieurbüro TI-Teleplan in Sulz, der von der Firma RBS Wave mit der Planung beauftragt worden ist.

Der erste Bauabschnitt ist rund 1,3 Kilometer lang und erstreckt sich aus Richtung Unterdigisheim bis zur Höhe der Einfahrt zum Friedhof. Ein Spezialfahrzeug bringt in einer Tiefe von 1,10 Meter vier Rohre in den Boden, in die später die Glasfaserkabel eingeblasen werden.

Neues Verfahren

Laut Hauser handelt es sich dabei um ein neues Verfahren. Gegenüber der offenen Bauweise ist es günstiger, und außerdem nimmt es weniger Zeit in Anspruch. Der Experte kalkuliert für die Verlegung eineinhalb Tage, mit Verkehrsbeeinträchtigungen sei nicht zu rechnen.

Im Bereich eines großes Baumes beim Sportplatz und an der Kreuzung des Sägebaches werde man Spülbohrungen vornehmen. „Auch dafür müssen wir nicht graben“, stellte Erwin Hauser klar.

Zustimmung vom Landratsamt

Die Gesamtkosten bezifferte er auf rund 88.000 Euro. Vom Landratsamt liege die Zustimmung vor, die Ausschreibung laufe. In der nächsten Sitzung am 21. Mai sollen die Arbeiten vergeben werden.

Bis zu 50 MB möglich

Die Anbindung des Ortsteils Heidenstadt ist im zweiten Bauabschnitt vorgesehen. Dabei sollen Kabelrohre der Netze BW genutzt werden. Zwischen dem Hirtenweg und dem Bürgerhaus kommt allerdings auch der Bagger zum Einsatz. Der Kabelverteiler der Telekom beim Bürgerhaus macht es möglich, dass die Anwohner das so genannte FTTC-Netz nutzen können.

Durch einen Wechsel des Anbieters sind laut Bürgermeister Jörg Alisch Bandbreiten von bis zu 50 MB möglich. In Richtung Schwenningen liegen bereits Leerrohre, was die Arbeiten auf den Harthöfen erleichtert. Für die Anbindung von Dietstaig sind über größere Strecken Tiefbauarbeiten notwendig.

Netze BW mit im Boot

Der dritte Bauabschnitt bringt schließlich das schnelle Internet in den Kernort – und zwar über die Kapellentorstraße bis zur Schule. Auf diesem Abschnitt wollen die Netze BW ihr Netz erweitern. Erwin Hauser möchte beide Maßnahmen unter einen Hut bringen. Das spare viel Geld.

Gesamtkosten: rund 700.000 Euro

Für den zweiten und dritten Abschnitt steht die Ausführungsplanung noch aus. Bis ganz Nusplingen das Glasfaser nutzen kann, vergehen noch ein paar Jahre. Das Backbone ist nur der Anfang, der Ausbau des FTTB-Netzes erstreckt sich über einen längeren Zeitraum.

Die Gesamtkosten bezifferte Erwin Hauser auf rund 700.000 Euro. Bürgermeister Jörg Alisch wies daraufhin, dass die Gemeinde auch noch abwarten wolle, was die Eigenkontrollverordnung für Ergebnisse bringe. Bis zum Frühsommer bestehe Klarheit.

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