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Zollernalbkreis

Noch mehr Mobilität: Junge Menschen fahren mit dem „Abo 25“ günstig im ganzen Naldo-Netz

23.07.2019

von Jasmin Alber

Noch mehr Mobilität: Junge Menschen fahren mit dem „Abo 25“ günstig im ganzen Naldo-Netz

© Jasmin Alber

Landrat Günther-Martin Pauli, Angelika Schellhammer vom Verkehrsamt sowie Naldo-Geschäftsführer Dieter Pfeffer (von links) stellten die neuen und angepassten ÖPNV-Angebote vor.

Zum 1. September schafft der Verkehrsverbund Naldo ein attraktives Angebot für alle Jugendlichen und jungen Erwachsenen bis einschließlich 25 Jahren. Sie fahren mit dem „Abo 25“ an allen Tagen und rund um die Uhr kostengünstig im ganzen Naldo-Netz.

Das Besondere: Das neue Angebot richtet sich nicht nur an die rund 80.000 Schüler und Auszubildenden in den vier Naldo-Landkreisen Zollernalb, Reutlingen, Tübingen und Sigmaringen. Der Nutzerkreis kann nahezu verdoppelt werden, informierte Naldo-Geschäftsführer Dieter Pfeffer am Dienstag bei der Vorstellung des neuen Jahresabos: „Mit diesem neuen, preislich sehr attraktiven Angebot erreichen wir rund 150.000 junge Menschen und schaffen so einen Anreiz, dauerhaft Busse und Bahn zu nutzen.“

Bewusst junge Berufstätige ansprechen

Die Altersgrenze auf 25 Jahre zu legen, sei bewusst gewählt worden. Man wolle gezielt auch junge Berufstätige ansprechen, um sie auch als Erwachsene im öffentlichen Personennahverkehrs (ÖPNV) zu halten. Für alle mit Führerschein gibt es dank der Kooperation von Naldo mit einem Carsharing-Anbieter ein umfassendes Mobilitätspaket.

„Die Angebote können wir nur auf den Weg bringen, wenn die Landkreise mitziehen und Finanzierungsanteile übernehmen“, sagte Pfeffer, der allerdings bedauert, dass es keine Zuschüsse vom Land gibt.

Zollernalbkreis stellt Zuschüsse zur Verfügung

Die Mehrkosten tragen die vier Naldo-Landkreise. Insgesamt beträgt der benötigte Zuschuss jährlich rund 590.000 Euro. Auf den Zollernalbkreis entfallen etwa 115.000 Euro pro Jahr.

Landrat Günther-Martin Pauli betonte, dass der Landkreis das Angebot gerne unterstütze, steigere es doch die Attraktivität des ÖPNV noch weiter. Das „Abo 25“ bedeute eine Preissenkung mit Signalwirkung. Eine Tarifabsenkung in solch einem Umfang werde maßgeblich durch die beteiligten Landkreise ermöglicht.

Angebote für jede Altersgruppe

Man habe bisher Angebote für Schüler, Studierende, Berufstätige oder Senioren. Das neue „Abo 25“ sei ein weiterer Baustein, um der gesamten Bevölkerung eine günstige Möglichkeit zu bieten, den ÖPNV zu nutzen, ergänzte Angelika Schellhammer vom Verkehrsamt des Zollernalbkreises. „Das lassen wir uns gerne etwas kosten.“

Naldo-Geschäftsführer Pfeffer nennt noch einen weiteren Vorteil: „Wir tun, indem wir möglichst viele Leute in den ÖPNV bringen, etwas für den Umweltschutz.“ Das helfe, die Forderungen, die gerade junge Menschen bei den „Fridays for future“-Demonstationen stellen, ins tägliche Leben umzusetzen.

Testphase im ersten Schulhalbjahr

Attraktiv in der Übergangszeit: Die Schülermonatskarten, die über die (Berufs-)Schulen ausgegeben werden, haben im ersten Schulhalbjahr 2019/20 netzweite Gültigkeit erhalten. So haben Schüler und Auszubildende oder deren Eltern bis Ende dieses Jahres die Möglichkeit, über einen Wechsel von der Schülermonatskarte zum „Abo 25“ zu entscheiden. Erst ab März 2020 werde zwischen den beiden Angeboten unterschieden.

Alle anderen – beispielsweise FSJ-ler oder berufstätige Schüler – können das „Abo 25“ bereits ab 1. August online bestellen. Die Fahrkarten gelten an 365 Tagen im Jahr, rund um die Uhr – und neben allen Bussen und Bahnen inklusive den Stadtverkehren im Verbundgebiet zudem für den Rufbus Zollernalb, wie Angelika Schellhammer anmerkte.

Seniorenfahrkarte schon ab 60

Im Zuge der Vorstellung des Fahrkartenangebots für junge Menschen stellten die Verantwortlichen auch eine Änderung bei den Fahrkarten für Senioren vor: Wer mit 60 Jahren bereits in Rente oder Pension ist, kann schon das Senioren-Abo beziehen. Für alle anderen erhöhe sich das Anfangsalter von 63 auf 65 Jahre. Bis Mitte Dezember gelte aber eine großzügige Übergangsfrist für 63- bis 64-Jährige.

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