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Schömberg

Noch kein Rettungsboot für Schömberger Wehr: Synergien mit der DLRG sollen geprüft werden

28.06.2019

Von Daniel Seeburger

Noch kein Rettungsboot für Schömberger Wehr: Synergien mit der DLRG sollen geprüft werden

© Daniel Seeburger

Auf dem Stausee gibt es viele Boote. Zur Menschenrettung taugen sie allerdings nicht.

Soll die Stadt Schömberg ein Rettungsboot für die Feuerwehr anschaffen oder kann man eventuell Synergien mit der DLRG nutzen? Der Gemeinderat diskutiert seit Februar des Jahres über diese Thematik. Auch in der jüngsten Sitzung ist das Gremium zu keinem Ergebnis gekommen.

Klar ist: Der Brand- und Katastrophenschutz beim Landratsamt untertützt den Antrag der Schömberger Feuerwehr – gerade auch, weil auf dem Stausee als größerem Gewässer Rettungseinsätze auf dem Wasser nicht ausgeschlossen werden können.

Rettungsboot wird empfohlen

Empfohlen werden auf dem „Einsatzmerkblatt Wasserrettung und Eisrettung“ der Balinger Behörde unter anderem Schwimmanzüge, Schwimmwesten, Eispickel – und eben ein Rettungsboot.

Diese Ausrüstung ist unter anderem erforderlich bei Einsätzen zur Menschenrettung, zur Vorbereitung für Rettungstaucher und zum Eigenschutz der Feuerwehrleute.

Kosten: 10.001 Euro

In der jüngsten Sitzung präsentierte Schömbergs Feuerwehrkommandant Armin Müller ein eigentlich bis zum 31. März dieses Jahres befristetes Angebot für ein Boot, das der Anbieter weiter aufrechterhalten will. Das Rettungsboot samt Anhänger soll 10.001 Euro kosten. Die Wartungskosten betragen rund 100 Euro – die allerdings nur alle drei Jahre anfallen.

Zur Menschenrettung verpflichtet

„Das Boot ist notwendig, wenn es zu einem Unfall auf dem See gekommen ist“, erklärte Armin Müller in der Sitzung. Laut Feuerwehrgesetz sei die Wehr zur Menschenrettung verpflichtet.

Die Fragen der Gemeinderäte richteten sich nach der Möglichkeit zur Zusammenarbeit mit der örtlichen DLRG-Gruppe, die bereits ein Boot am Stausee vorhält. „Wäre es nicht denkbar, dass Feuerwehr und DLRG kooperieren?“, fragte Gemeinderat Tommy Geiger.

Eigenes Boot ist flexibler einsetzbar

Die DLRG sei nicht in der Alarmierungsschleife, so Armin Müller. Außerdem könne es zu Schwierigkeiten kommen, wenn zwei Organisatoren auf ein Boot Zugriff hätten. Problematisch werde es auch dann, wenn das Rettungsboot am Vorsee gebraucht werde. Da sich das Feuerwehrboot auf einem eigenen Anhänger befinde, sei es flexibler einsetzbar – unter anderem auch auf den Seen in Dormettingen und Dotternhausen.

Gemeinderat Marc-Oliver Schwarz, selbst Mitglied der Feuerwehr, wies darauf hin, dass das Boot der DLRG nicht den Anforderungen eines Rettungsboots entspreche.

Zwei Anträge

Schwarz stellte den Antrag, dass man das Rettungsboot im kommenden Jahr beschaffen soll. Der Antrag wurde mit sechs Ja- und sieben Nein-Stimmen abgelehnt.

Tommy Geigers Antrag, die Anschaffung bei den Haushaltsaufstellungen für das Jahr 2020 zu beraten und bis dahin zu klären, ob eine Kooperation von Feuerwehr und DLRG möglich ist, wurde schließlich mit acht Ja- Stimmen, zwei Gegenstimmen und drei Enthaltungen angenommen.

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