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Handball

Nichts zu holen im Fuchsbau: HBW Balingen-Weilstetten verliert mit 27:33 gegen Berlin

02.02.2020

Von Marcus Arndt

Nichts zu holen im Fuchsbau: HBW Balingen-Weilstetten verliert mit 27:33 gegen Berlin

© imago images/Bernd König

In Berlin ging der HBW leer aus.

Der Start in die (Rest-)Rückrunde ist dem Balinger Bundesligisten misslungen. In Berlin unterlag der HBW am Sonntagnachmittag mit 27:33. „Es ist deutlicher, als es sich anfühlt“, gestand Paul Drux nach dem Berliner Erfolg im Sky-Interview ein, „der HBW hat sich nie abschütteln lassen.“

„Wir müssen gegen die schwächeren Teams besser spielen und gegen die starken Mannschaften so weitermachen“, forderte Füchse-Geschäftsführer Bob Hanning vor dem Start in die (Rest-)Rückrunde am gestrigen Sonntag.

Noch allzu präsent waren dem Berliner der Zittersieg in Stuttgart sowie die bittere Niederlage in Balingen. „Wir wissen, was uns in der Hinrunde passiert ist“, warnte Velimir Petkovic. Der erfahrene Übungsleiter des Hauptstadt-Klubs fügte hinzu: „Jetzt wollen wir zurückschlagen und Revanche nehmen.“

Umkämpfte Anfangsphase

Das ist dem Tabellenfünften gelungen. Der tat sich vor heimischer Kulisse zunächst schwer, kassierte nach zwei Minuten den Ausgleich (1:1). Die Hauptstädter mussten im Rückraum nach den verletzungsbedingten Ausfällen improvisieren – und das merkte man.

Drux zog im Fuchsbau die erste Fahrkarte (3. Minute), doch auch die Schwaben waren vorne nicht konsequent genug. Immer wieder versuchten sie es über den Kreis. Mit Erfolg: Rechtsaußen Gregor Thomann netzte aus der Nahdistanz zum 3:3 (5.).

Berlin nutzt Balinger Schwächephase

Der HBW bekam in einem munteren Spiel auf Augenhöhe zunehmend Schwierigkeiten im stehenden Angriff. Mit 8:5 lagen die Berliner vorne (12.), ehe Oddur Gretarsson und Martin Strobel den Aufsteiger wieder in Schlagdistanz brachten (8:7/13.).

Der Favorit konservierte den knappen Vorsprung. Abwehrchef Jakov Gojun traf in Überzahl vom Kreis zum 10:8 (16.). Pech für die Schwaben, dass ein Lipovina-Kracher an der Latte landete und auf der Gegenseite Frederik Simak einen Anpraller zum 11:9 verwertete (19.). Die Füchse zogen in der Folge weiter davon: auf 15:10 (22.).

„Wir haben gegen einen unangenehmen Gegner Lösungen gefunden“, analysierte Petkovic zufrieden, während sein Gegenüber Jens Bürkle auf den Negativlauf mit einer Auszeit reagierte. „Wir werfen ein gutes Spiel in zwei Minuten weg“, ärgerte sich Kapitän Strobel. Der nächste technische Fehler des HBW folgte. Dieser fand keine Mittel gegen die ebenso kompakte wie kompromisslose 6:0-Abwehr um die kroatische Kante Gojun. Die Berliner Defensivabteilung ließ wenig zu – zur Pause hieß es 17:14 für die Gastgeber.

HBW läuft Rückstand hinterher

Nach dem Seitenwechsel parierte Vladimir Bozic klasse gegen Hans Lindberg – entscheidend verkürzte der Tabellen-14. aber nicht. Im Gegenteil: Drux zimmerte das Spielgerät aus zehn Metern unbedrängt unter die Latte: zum 20:16 (33.).

Strobel hielt die Schwaben im Spiel, düpierte Silvio Heinevetter aus der Distanz. Doch Berlin war präsenter in dieser Phase, stellte den alten Fünf-Tore-Abstand wieder her (25:20/41.) Bürkle bat seine Truppe erneut zur Extrabesprechung an die Seitenlinie, stellte die Abwehr auf 5:1 um.

Das funktionierte – Berlin wackelte. Da war noch was drin für den Aufsteiger, doch Filip Taleski brachte das Anspiel nicht an den eigenen Mann (45.). Die Füchse nutzten das Momentum, führten zwölf Minuten vor Spielende nach dem achten Drux-Treffer mit 28:23. Das Ding war durch. In Überzahl verkürzte Moritz Strosack, welcher für den verletzten Jannik Hausmann in den Balinger Kader rückte, auf 25:30 (53.).

Verdient, aber zu hoch

Am Ende siegten die Füchse verdient, aber zu hoch: mit 33:27. „Wir haben unsere wenigen Möglichkeiten nicht genutzt“, bilanzierte Bürkle, der umwunden einräumte: „Wer so verteidigt wie wir, kann in Berlin nichts holen. Wir waren nicht wettkampfbereit und im Eins-gegen-Eins viel zu passiv.“

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