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Handball

Nicht chancenlos: HBW Balingen-Weilstetten fährt ambitioniert zum HC Erlangen

12.02.2020

Von Marcus Arndt

Nicht chancenlos: HBW Balingen-Weilstetten fährt ambitioniert zum HC Erlangen

© Moschkon

Im Hinspiel unterlag der HBW knapp gegen Erlangen.

Im Spiel eins nach dem angekündigten Strobel-Abschied zum Saisonende geht der HBW am Donnerstag in Nürnberg auf die Platte (19 Uhr). Auch beim HC Erlangen läuft es nicht rund – und die Entscheider reagierten branchenüblich.

Nach dem verpatzten Start in die (Rest-)Rückrunde mit der Pleite in Leipzig handelte der einzige bayerische Bundesligist und beurlaubte Trainer Adalsteinn Eyjolfsson. Bis Ende dieser Spielzeit coacht Dr. Rolf Brack, welcher fast zehn Jahre sehr erfolgreich in Balingen gearbeitet hat, die kriselnden Franken.

Der Klub habe nicht auf die Niederlage bei den Sachsen reagiert, versichert der Sportliche Leiter Kevin Schmidt, „sondern auf das erheblich gestörte Verhältnis zwischen Mannschaft und Trainer, das mehr und mehr Einfluss auf das Leistungsvermögen des Teams zu nehmen schien.“ In Kiel folgte der nächste Nackenschlag: eine empfindliche 15:29-Abfuhr.

Lemgo-Pleite wirkt nach

Auch die Balinger blieben am vergangenen Spieltag ohne zählbaren Erfolg, unterlagen Ex-Meister Lemgo mit 29:31. „Es ist immer noch ärgerlich, weil ein Punktgewinn wirklich im Bereich des Möglichen war“, blickt Jens Bürkle zurück.

Der Sportwissenschaftler gesteht ein: „Das Zusammenspiel aus Abwehr und Torwart haben überhaupt nicht gepasst.“ Trotzdem sei nicht alles so dunkel, wie es sich nach dem Spiel vielleicht angefühlt habe, sagt der 39-Jährige, „aber wir werden trotzdem an dieser Niederlage noch lange zu knabbern haben.“

Druck steigt

Im Kampf um den Klassenerhalt nimmt der Druck auf den Aufsteiger sukzessive zu – der Tabellenkeller schob sich am Wochenende weiter zusammen. Nun reist der Kreisstadt-Klub nach Nürnberg, muss bei einem stark besetzten Gegner, mit den Top-Torschützen Sime Ivic (97 Treffer) und Johannes Sellin (88), liefern.

„Sie haben einen sehr, sehr guten Kader“, meint der ehemalige Erstliga-Kreisläufer, „sich – mit kleinen Dellen – in den vergangenen zehn Jahren konsequent nach oben gearbeitet und konnten auch gute Transfers tätigen. Aber es ist auch so: Wenn wir gewinnen, sind wir in der Tabelle vor ihnen.“

Zwangspause für Jensen

Vor heimischer Kulisse tut sich der HCE schwer, hat nur vier von elf Begegnungen gewonnen. Entscheidend für die „Gallier“: Bekommen sie den wuchtigen Rückraum der Franken um den spielstarken Nico Büdel und den erfahrenen Michael Haaß in den Griff.

Da ist es für Bürkle bitter, dass Keeper Mike Jensen wohl ausfällt. „Eine Geschichte an der Oberschenkelrückseite“, verrät der HBW-Coach, „aller Voraussicht nach kann er nicht spielen. Mario Ruminsky fährt dann mit.“

Wiedersehen mit dem Ex-Coach

Erstmals trifft der Meistermacher auf seinen Ex-Trainer Brack. „Ich freue mich für Rolf, dass er eine Aufgabe hat, die ihm Spaß macht“, so Bürkle weiter, „wir sind im engen Austausch, der Kontakt ist über die Jahre nie abgebrochen. Aber mir ist im Spiel völlig egal, ob Rolf oder Adalsteinn auf der Bank sitzt. Wir müssen unsere Punkte zusammengraupeln, weiter von Spiel zu Spiel gehen. Erlangen ist ein guter Gegner, aber auch einer, den wir schlagen können. Es kann eine Chance für uns sein, dass sie etwas Selbstvertrauen verloren haben. Das zieht sich bei Erlangen schon durch die ganze Runde. Sie machen – wie in Kiel – ein gutes Spiel und fallen dann ab. Auch gegen den THW war es bis zum 8:8 gut, dann schmeißen sie das Spiel aber weg und kriegen noch eine richtige Rutsche.“

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