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Albstadt

Neues Kreismedienzentrum in Tailfingen: Win-win-Situation für alle Beteiligten

22.07.2020

Von Daniel Drach

Neues Kreismedienzentrum in Tailfingen: Win-win-Situation für alle Beteiligten

© Daniel Drach

An der Rückseite des EHC-Gebäudes soll der neue Eingang des neuen Kreismedienzentrums entstehen.

Der neue Standort des Kreismedienzentrums im EHC-Gebäude in Tailfingen soll im ersten Quartal 2021 fertig werden.

Am Montag wurde die Neuorientierung des Kreismedienzentrums (Kurz: KMZ) im Kreistag einstimmig beschlossen. Demnach zieht das KMZ Anfang nächsten Jahres in das EHC-Gebäude in Tailfingen um, also in unmittelbarer Nachbarschaft der Technologiewerkstatt. Albstadts OB Klaus Konzelmann sprach von einer Win-win-Situation für die beiden Institutionen, die Stadt und den Landkreis.

Eine neue Zeitrechnung beginnt

„Die Zeit der VHS-Kassetten ist vorbei“, führte Landratsamtsdezernent Karl Wolf aus, „in naher Zukunft werden die Medien über eine Glasfaserleitung in die Schulen kommen.“ Entsprechend falle der physikalische Transport der Medien weitestgehend weg – in der Vergangenheit eine Hauptaufgabe des KMZ.

Die Digitalisierung werde stark von Bund und Land über den Digitalpakt unterstützt, so Wolf weiter. Zu den Aufgaben des KMZ gehöre es in Zukunft, technischen Support anzubieten und Aufklärungsarbeit zu leisten. „Von dem Umzug versprechen wir uns starke Synergieeffekte zwischen der Technologiewerkstatt und dem Kreismedienzentrum“, betonte Wolf.

„Wir haben hier ideale Voraussetzungen“

Das Team aus KMZ-Leiter Christoph Abt und Technologiewerkstatt-Leiter Daniel Spitzbarth harmoniere gut, so Wolf, „ich bin sicher, dass viele neue Ideen entstehen und umgesetzt werden.“ Spitzbarth freut sich ebenfalls darauf, die Erfolgsgeschichte Technologiewerkstatt nun mit dem Landkreis als Partner erweitern zu können: „Wir haben hier ideale Voraussetzungen, Zukunft zu gestalten.“

Abt schlüsselte die Synergieeffekte weiter auf. „Wir vom Kreismedienzentrum sind in der schulischen Bildung verankert“, erklärte Abt, „die Technologiewerkstatt macht sehr viel, was außerschulische Bildung angeht.“ In Zukunft könne man die Arbeitskraft und die Räumlichkeiten gebündelt nutzen.

Dem Fachkräftemangel entgegenwirken

Spitzbarth ergänzte, dass in Bildungsbereichen mehr Flächen nötig seien; viele Schüler bereits Programme in der Technologie-Werkstatt durchlaufen. „Der Bedarf war da“, so Spitzbarth. Es geht also auch darum, Nachwuchs zu generieren. „Wenn es gelingt, in den Technikberufen, Jugendliche an das Thema heranzuführen, haben wir schon viel erreicht“, fügte Wolf hinzu, „wir müssen dem Fachkräftemangel auf allen Ebenen entgegenwirken.“

Die im Vorfeld im EHC-Gebäude angedachte Technologiefabrik könnte in Zukunft dennoch wieder ein Thema werden, bekräftigte Bürgermeister Udo Hollauer. Nun habe die Stadt das erste OG des Neubaus und das zweite OG des Altbaus angemietet – insgesamt 420 Quadratmeter stehen zur Verfügung.

Erstes Quartal 2021 als Startpunkt anvisiert

Hier sollen auch Büros und Veranstaltungsräume entstehen. Zudem kommt eine Lagerfläche von 40 Quadratmetern. „Die Umbau- und Ausstattungskosten betragen rund 300 000 Euro“, so Hollauer, „wir gehen davon aus, dass wir 50 Prozent Zuschuss vom Land erhalten.“ In den Kosten enthalten ist auch ein neuer Eingang direkt zum Parkplatz der Technologiewerkstatt hin.

„Die Logistik passt“, freuten sich Spitzbarth und Abt unisono, „wenn es nach uns geht könnten wir schon zum 1. Januar die Pforten öffnen.“ In Zeiten wie diesen müsse man jedoch mit Verzögerungen rechnen – auch was die Bezuschussung angeht. Entsprechend wird das erste Quartal des kommenden Jahres als Startpunkt der neuen Zeitrechnung anvisiert.

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