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Schömberg

Nervenkitzel: Sieben Achterbahnen von Schömberger Realschülern werden im Europapark bewertet

28.05.2019

Von Daniel Seeburger

Nervenkitzel: Sieben Achterbahnen von Schömberger Realschülern werden im Europapark bewertet

© Daniel Seeburger

Diese Schüler werden zusammen mit ihren Lehrern Gernot Beller (links), Anton Lohmüller (Dritter von rechts) und Rektor Uli Müller (rechts) am Mittwoch nach Rust fahren

Geschwindigkeit, Nervenkitzel, Spaß – Achterbahn eben. Jetzt ist es nur noch ein kleiner Sprung zum Europapark in Rust. 19 Schülerinnen und Schüler der Realschule stellen dort am Mittwoch ihre Ingenieurarbeiten, die sich ganz um die Schienenkonstruktionen drehen, einer Jury vor.

Nein, nervös sind die Schömberger Schüler nicht. Denn sie wissen, was sie leisten können. Bereits in den vergangenen Jahren schnitten sie überdurchschnittlich gut ab beim Schülerwettbewerb Junior.ING, der von der Ingenieurkammer Baden-Württemberg veranstaltet wird.

In diesem Jahr sind die jungen Schömberger Ingenieure aus der Realschule gleich mit sieben Modellen am Start. Das Motto lautete dabei „Achterbahn - schwungvoll konstruiert“. Dabei ging es darum, die besten Achterbahnen „en miniature“ zu entwerfen und zu konstruieren.

Entscheidung in Rust

Am Mittwoch reisen die Jugendlichen zusammen mit ihren Lehrern Gernot Beller und Anton Lohmüller sowie Rektor Uli Müller in den Europapark nach Rust. Dort werden die Preisträger bekannt gegeben.

„Wir hoffen, dass wir weit kommen“, verrät Uli Müller. Die Schüler wurden von ihren „Trainern“, so nennen sich die betreuenden Lehrer Gernot Beller und Anton Lohmüller selbst, optimal auf den Wettbewerb vorbereitet.

Die Schüler investierten viel Zeit

Die Schömberger Schüler investierten viel Zeit, um ihre Modelle zu fertigen. Zuerst kam die theoretische Beschäftigung mit der Achterbahn. Es wurden Ideen gesponnen, Pläne erstellt und die Statik berechnet. „Für die Jugendlichen stellte sich natürlich zuerst die Frage, ob die eigenen Vorstellungen überhaupt umsetzbar sind“, erzählt Gernot Beller.

Die Lehrer hätten zwar auch Ideen eingebracht, letztlich sei die Umsetzung aber auf dem Mist der Schüler gewachsen. Das sei auch der Grund, weshalb sich die begleitenden Lehrer mehr als Trainer gesehen hätten. Denn letztlich waren die Ansichten der Schüler gefragt.

Mit viel Engagement bei der Sache

Und die waren mit großem Engagement bei der Sache. Von der Grundidee bis zum fertigen Modell seien rund 60 Stunden aufgewendet worden, erklärt Beller. Zeit, die die jungen Ingenieure aber nicht im regulären Unterricht, sondern in einer freiwilligen AG aufbrachten. „Es gibt Jugendliche, die bereit sind, mehr Zeit zu investieren“, erzählt der betreuende Pädagoge.

Cocktailglas, Blume und Luftschraube

Herausgekommen ist beispielsweise eine Achterbahn in Form einer Blume, eines Cocktailglases oder der so genannten Luftschraube von Leonardo da Vinci. Am Schluss entstanden aus unzähligen Ideen und Überlegungen sieben Modelle, die die Schüler konkretisierten. Mit diesen haben sich die Nachwuchsingenieure beim Schülerwettbewerb, der in zwei Altersklassen stattfindet, beworben.

Eine starke Konkurrenz

Die Realschüler treffen in Rust auf eine starke Konkurrenz. Landesweit beteiligen sich 1666 Schülerinnen und Schüler aus 85 Schulen an dem Wettbewerb. Die Schömberger Arbeiten müssen sich mit über 630 weiteren Modellen messen lassen.

Dabei gehört die Realschule zu den alten Hasen des Schülerwettbewerbs. Sie ist bereits zum fünften Mal in Folge am Start. Bisher reichte es immer für ein Plätzchen unter den Preisträgern. So gut wie vor zwei Jahren allerdings schlossen die Realschüler noch nie ab. Dort gewann man den Landespreis und qualifizierte sich für die Bundesentscheidung nach Berlin. Schließlich stand man sogar auf dem Treppchen – und freute sich über einen zweiten Platz.

Hoffen auf die Qualifikation fürs Bundesfinale

Würde es dieses Mal mit einer Qualifikation ins Bundesfinale reichen, warten dort Teilnehmer aus 15 Bundesländern, die ihre Arbeiten zu einer Bewertung vorlegen.

Ob eine der Schömberger Achterbahn vielleicht einmal wirklich zum Leben erweckt wird? Der Freizeitpark Rust, in dem die Arbeiten bewertet werden, ist immerhin prädestiniert für Anlagen solcher Art. Gernot Beller schmunzelt. Offensichtlich erwäge der Besitzer des Parks, Roland Mack, bei der Preisübergabe mit dabei zu sein, verrät er.

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