Cookies erleichtern die Bereitstellung unserer Dienste. Mit der Nutzung unserer Dienste erklären Sie sich damit einverstanden, dass wir Cookies verwenden. OK Weitere Informationen
Eishockey

Nach schwierigem Saisonstart: Eisbären auf der Suche nach dem Rhythmus

30.10.2019

Von Daniel Drach

Nach schwierigem Saisonstart: Eisbären auf der Suche nach dem Rhythmus

© Moschkon

Spielertrainer Rafael Popek und seine Eisbären kamen bisher noch nicht richtig in Fahrt. Im dritten Landesligaspiel am Wochenende bei den ambitionierten Pforzheim Bisons wäre der erste Saisonsieg der Balinger nun ein echte Überraschung.

Die Balinger Eisbären sind mit zwei Niederlagen in die Landesliga-Saison gestartet. Nun reisen sie als Außenseiter zum Titelanwärter 1. CfR Pforzheim.

Nach der Auftaktniederlage in Mannheim hatten sich die Eisbären im ersten Heimspiel gegen Reutlingen viel vorgenommen – unterlagen aber mit 3:6. Nun wird es für die Balinger bei den Pforzheim Bisons nicht einfacher.

Pleite gegen den Lokalrivalen

Vor Wochenfrist gab es für das Team um Trainer Rafael Popek eine herbe Derbypleite zu verkraften. Dabei lagen die Eisbären zunächst gar mit 0:4 zurück. Zwar kämpften sich die Balinger Kufencracks noch mal auf 3:4 heran, letztlich reichte es aber nicht für die Wende.

„Wir sind eigentlich gut in die Partie gestartet“, berichtet Popek, „allerdings haben wir unsere Chancen nicht genutzt und geraten dann im Gegenzug mit dem ersten Schuss direkt in Rückstand.“ In der Folge lief es bei den Eisbären einfach nicht zusammen.

„Wir haben uns wieder Zeitstrafen durch Undiszipliniertheiten abgeholt, konnten unsere Überzahlsituationen nicht nutzen – sind einfach nicht in den Rhythmus gekommen“, bilanziert der Spielertrainer, „dann kommen wir noch mal auf 3:4 ran, leisten uns aber wieder zwei blöde Zeitstrafen. So kamen wir nie in den Fluss, dass man dachte ‚da geht jetzt was‘.‘‘ Dementsprechend habe Reutlingen auch verdient gewonnen.

Bärenstarke Pforzheimer

Nun haben die Balinger am Sonntag (19 Uhr) das dritte Saisonspiel vor der Brust – gastieren in Pforzheim. Die Bisons gehörten in der Vorsaison eher zum Mittelfeld der Landesliga, haben sich zwischen den Spielzeiten aber hochkarätig verstärkt. „Letzte Saison sind sie mit zehn Mann zu uns gereist“, erinnert sich Popek, „das wollten sie nicht noch ein Jahr erleben und haben sich entsprechend verstärkt.“

Direkt am ersten Spieltag bewiesen die Pforzheimer dann, dass der runderneuerte Kader ein Wörtchen um die Titelvergabe mitreden kann. Beim Vorjahres-Vizemeister aus Schwenningen drehten die Bisons in den letzten 20 Minuten ein 0:2 noch in ein 4:2. Maßgeblichen Anteil daran hatte auch Neuzugang Marcin Juricek, der in den vergangen Jahren noch in der Regionalliga aufgelaufen war.

Der slowakische Neuzugang führt derzeit mit neun Treffern aus vier Spielen auch die Torjägerliste der Landesliga an. „Mit Steffen Bischoff haben sie zudem einen starken Spieler in ihren Reihen, der vergangene Saison verletzt war“, weiß der Eisbären-Coach. Auch Bischoff bringt es bereits auf neun Scorerpunkte.

Deutliche Leistungssteigerung vonnöten

„Insgesamt sind sie einfach eine abgezockte Mannschaft“, fasst Popek zusammen, „sie haben Erfahrung, sind auch durchaus eingespielt und haben einen guten Keeper. Sie werden schwer zu schlagen sein.“

Das bekam in der Vorwoche auch der amtierende Meister aus Esslingen zu spüren, den Pforzheim mit 4:0 abfertigte. Nach vier Partien rangieren die Bisons mit einer makellosen Bilanz an der Spitze. „Es wäre vermessen, zu sagen, wir wollen dort auf Sieg spielen“, gibt Popek zu, „wir wollen uns aber so gut wie möglich aus der Affäre ziehen.“

Dazu gelte es zunächst, die Defensive zu stabilisieren, sagt der Balinger Trainer, „bisher war das gegen nicht annähernd so gute Gegner zu wenig. Wir müssen das Tor wieder mit mehr Nachdruck verteidigen, die Räume eng und so den Torhütern auch das Leben leichter machen.“

Diesen Artikel teilen: