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Schömberg

Nach Meßstetten und Balingen: Schömberg macht sich auf den Weg zur Fairtrade-Stadt

27.06.2019

Von Daniel Seeburger

Nach Meßstetten und Balingen: Schömberg macht sich auf den Weg zur Fairtrade-Stadt

© Daniel Seeburger

Gibt es bald schon fair gehandelten Kaffee im Schömberger Rathaus zu trinken? (Symbolfoto)

Ist Schömberg schon bald eine Fairtrade-Stadt so wie Meßstetten und Balingen? Die Weichen sind gestellt. Der Gemeinderat steht dem Vorschlag des Missionskreises aufgeschlossen gegenüber.

Der Schömberger Missionskreis hält schon lange enge Kontakte zu einer Gemeinde in Tansania. Bei Veranstaltungen wird dann auch unter anderem fair gehandelter Kaffee, aber auch andere Waren angeboten und verkauft. Man habe persönliche Kontakte dorthin, erklärt Roland Schwenk, der zusammen mit Manfred Heinzler den Gemeinderäten das Konzept einer Fairtrade-Stadt vorstellte.

Bisher wurde rund 500 Kilogramm fair gehandelter Kaffee in Schömberg verkauft

„Dort bewegt sich etwas“, berichtet Schwenk und erzählt, dass unter anderem wegen des Schömberger Engagements Kleinbauern aus dem ostafrikanischen Staat ein gerechteres Einkommen haben und ihre Familie besser ernähren können. Bisher seien rund 500 Kilogramm fair gehandelter Kaffee in Schömberg und Umgebung verkauft worden.

Hilfe zur Selbsthilfe

Von Hilfe zur Selbsthilfe spricht Manfred Heinzler. „Man kann mit geringen Mitteln dazu beitragen, dass sich etwas bewegt“, erklärt das Missionskreis-Mitglied.

Für die Stadt Schömberg sind die Aufgaben, um das Gütesiegel einer Fairtrade-Stadt zu erhalten, überschaubar. So sollen bei allen Sitzungen des Gemeinderats und den Besprechungen des Bürgermeisters fair gehandelter Kaffee verwendet werden.

Steuerungsgruppe wird gebildet

Dazu soll eine Steuerungsgruppe gebildet werden, die den Weg Schömbergs zur Fairtrade-Stadt koordiniert. Dieser Gruppe sollen Vertreter der Stadt, der Kirchen, der Schulen, des Einzelhandels und der Vereine angehören. Bei lokalen Einzelhändlern sollen mindestens zwei Produkte aus fairem Handel angeboten werden, in der Gastronomie werden mindestens zwei Fairtrade-Produkte ausgeschenkt. In öffentlichen Einrichtungen sollen Fairtrade-Produkte verwendet werden.

Stadt sieht Vorhaben positiv

„Wir von der Stadt stehen dem Vorhaben aufgeschlossen und positiv gegenüber“, erklärte Bürgermeister Karl-Josef Sprenger. „Das ist eine super Sache“, pflichtete ihm Tommy Geiger bei.

Diskutiert wurde über die Zusammensetzung der Steuerungsgruppe und deren Leitung.

Eine Enthaltung

Die Stadt strebe die Auszeichnung Fairtrade-Stadt an, so der Beschluss des Gemeinderats. Die Stadt werde einen Vertreter in die Steuerungsgruppe entsenden, sobald weitere Akteure ihre Mitwirkungsbereitschaft erklärt haben. Die Kontaktaufnahme zu weiteren Akteuren soll über zwei Vertreter des Missionskreises und den Bürgermeisters laufen.

Die Gemeinderäte stimmten dem Beschluss bei einer Enthaltung von Gemeinderat Edwin Nagel zu.

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