Sigmaringen

Nach Großbrand bei Reifen Göggel: Sigmaringer Amtsgericht verurteilt Pyrotechniker zu Geldstrafe

08.01.2024

von Michael Hescheler

Nach Großbrand bei Reifen Göggel: Sigmaringer Amtsgericht verurteilt Pyrotechniker zu Geldstrafe

© Simon Adomat/IMAGO/vmd-ima

Bei dem Großbrand im Juli 2022 wird die Lagerhalle 8 von Reifen Göggel völlig zerstört. Nun verurteilt das Amtsgericht einen Pyrotechniker zu einer Geldstrafe. (Archivfoto)

Zufälligerweise beschäftigt sich die Justiz kurz nach dem Tod des Unternehmers Bruno Göggel mit dem Großbrand, den ein Feuerwerk im Juli 2022 entfachte und bei dem eine Lagerhalle völlig zerstört wurde. Diese Strafe droht dem Feuerwerker nun.

Das Amtsgericht Sigmaringen verurteilt den Pytrotechniker, der das Feuerwerk zur Hochzeit von Reifen Göggel entzündete, wegen fahrlässiger Brandstiftung zu einer Geldstrafe in Höhe von 120 Tagessätzen. Wie der Hechinger Staatsanwalt Ronny Stengel auf Anfrage mitteilt, hat das Amtsgericht Sigmaringen den Strafbefehl gegen den Pyrotechniker am Montag erlassen.

Der Beschuldigte aus dem Kreis Esslingen hat nach Zustellung des Strafbefehls zwei Wochen Zeit, Widerspruch einzulegen, was eine mündliche Gerichtsverhandlung zur Folge hätte. Wenn der Pyrotechniker den Strafbefehl akzeptiert, wäre er vorbestraft. Zur Höhe der Geldstrafe macht der Staatsanwalt keine Angaben.

Die Staatsanwaltschaft Hechingen wirft dem Feuerwerker vor, das Feuerwerk unsachgemäß entzündet zu haben. Als auf dem Privatgelände von Bruno und Corinna Göggel im Juli 2022 die Hochzeit gefeiert wurde, herrschte eine große Trockenheit. Zudem wurde das Feuerwerk in der Nähe des Firmengeländes abgebrannt, wo in großer Zahl Reifen lagerten.

Feuer verursachte Millionenschaden

Bei dem Brand im Sommer 2022 war auf dem Firmengelände von Reifen Göggel eine Lagerhalle völlig zerstört worden. Den Schaden gibt die Firma mit 25 Millionen Euro an. Am Sonntagabend bekannt wurde bekannt, dass Firmeninhaber Bruno Göggel am Wochenende einem Krebsleiden erlag.

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