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Zollernalbkreis

Mit mobiler Vernetzung rutschige Straßen früher erkennen: Mercedes kooperiert mit Zollernalbkreis

09.10.2019

von Pressemitteilung

Mit mobiler Vernetzung rutschige Straßen früher erkennen: Mercedes kooperiert mit Zollernalbkreis

© Daimler AG

Im Januar 2020 startet Mercedes-Benz eine Kooperation mit dem Zollernalbkreis und erprobt dabei, wie sich mit Car-to-X-Kommunikation die Sicherheit auf winterlichen Straßen und die Effizienz des Winterdienstes verbessern lassen.

Weniger Glatteisunfälle, effizienterer Winterdienst: Ab Januar wird Mercedes-Benz laut einer Pressemitteilung in einer Kooperation mit dem Zollernalbkreis über den Winter erproben, wie sich mit der Car-to-X-Kommunikation des Unternehmens die Sicherheit auf winterlichen Straßen und die Effizienz des Winterdienstes verbessern lassen. So soll das funktionieren.

Autos von Mercedes-Benz, die über die sogenannte Car-to-X-Technologie verfügen und deren Besitzer den sogenantnen „Live Traffic Service“ aktiviert haben, liefern im Pilotversuch mit dem Zollernalbkreis laut einer Pressemitteilung die notwendigen Daten, um die Sicherheit auf winterlichen Straßen und die Effizienz des Winterdienstes zu verbessern. Car-to-X bezeichnet die Kommunikation von Fahrzeugen untereinander und mit der Verkehrsinfrastruktur.

Erkennen die ESP- oder ABS-Sensoren dieser Fahrzeuge rutschige Straßenverhältnisse, wird dies samt Positionsdaten über das Mobilfunknetz in Echtzeit an das „Daimler Vehicle Backend“ gesendet.

Winterdienst nutzt Kartendaten

Diese anonymisierten Informationen werden in Echtzeit auf digitalen Karten in den beiden Straßenmeistereien des Zollernalbkreises dargestellt. Damit wird es künftig möglich, den Winterdienst zielgerichteter einzusetzen und den Streusalzeinsatz zu optimieren.

Im nächsten Schritt könnten Fahrzeuge des öffentlichen Dienstes, also zum Beispiel Polizeiautos, sowie Fahrzeugflotten einbezogen werden. Der Pilotversuch startet im Januar 2020 und läuft bis zum Ende des Winters.

Weitere Facette der Fahrzeugsensorik

„Mit den Car-to-X-Funktionen kann die Sicherheit in verschiedenen Fahrsituationen verbessert werden“, sagt Michael Hafner, Leiter Fahrtechnologien und Automatisiertes Fahren der Daimler AG. „Denn aufgrund der nahtlosen Integration des Car-to-X-Systems in die Fahrzeugsysteme können Mercedes-Benz-Pkw verschiedene Gefahren wie rutschige Straßen automatisch erkennen.“

Die Car-to-X Technologie erweitert den Abdeckungsbereich der Fahrzeugsensorik, wie beispielsweise Radar- oder Kamerasysteme, deutlich, weil die Sensoren anderer Fahrzeuge mitgenutzt werden. Sie erlaubt damit sozusagen einen Blick um die Ecke.

Umwelt schonen durch weniger Salzverbrauch beim Streuen

Neben der Verbesserung der Verkehrssicherheit könnte die Technologie in dem Pilotprojekt auch zur Schonung der Umwelt beitragen, indem durch gezieltes Streuen weniger Salz verwendet wird.

Mercedes-Benz hat nach eigenen Angaben bereits 2013 die mobile Vernetzung eingeführt und damit eine Technologie etabliert, mit der sich Gefahrenhinweise empfangen und übermitteln lassen. Seit 2016 wird die Car-to-X Kommunikation serienmäßig in Kombination mit Navigationssystemen verbaut – zunächst in der E-Klasse, mittlerweile in allen Mercedes-Benz-Fahrzeugen – und steht nach entsprechender Aktivierung durch den Nutzer zur Verfügung.

So funktioniert das System für Mercedes-Fahrer

Um den Dienst „Car-to-X“ nutzen zu können, muss der Kunde ferner über einen „Mercedes me connect“-Account verfügen. Nur dann findet eine Datenerhebung im Auto statt, und die fahrzeugbezogenen „Car-to-X“-Daten werden ans Backend übermittelt und dort anonymisiert.

Über das Benutzerkonto im „Mercedes me“-Portal können Mercedes-Benz-Fahrer zudem unkompliziert einer Datenweitergabe zum Zwecke des Datenverkaufs an Dritte widersprechen.

Warum der Zollernalbkreis ein geeigneter Partner ist

Der Zollernalbkreis ist topographisch wie klimatisch anspruchsvoll, schreibt Mercedes-Benz in seiner Pressemitteilung: Die Region hat die höchsten Berge der Schwäbischen Alb. 2018 waren zudem 82 Frost- und 13 Eistage zu verzeichnen.

Mit seinen beiden Straßenmeistereien in Balingen und Albstadt-Lautlingen kümmert sich der Landkreis um insgesamt rund 150 Kilometer Bundesstraßen, 210 Kilometer Landesstraßen und 270 Kilometer Kreisstraßen.

Arbeit mit digitaler Hilfe besser bewältigen

Die Partnerschaft von Zollernalbkreis und Mercedes-Benz bei diesem innovativen Projekt freut Landrat Günther-Martin Pauli: „Gemeinsam verfolgen wir das klare Ziel, mit neuer, digitaler Technik die Verkehrssicherheit auf unseren Straßen zu erhöhen. Diese Zusammenarbeit passt perfekt in unsere Strategie, mit digitalen Werkzeugen unsere Arbeit noch besser zu bewältigen. Das ist im Interesse aller, die im Zollernalbkreis leben und arbeiten, und damit ein Baustein für eine auch künftig hohe Lebensqualität im Zollernalbkreis.“

Der Zollernalbkreis ist zudem Vorreiter bei der kommunalen Digitalisierung, heißt es weiter: Als erster Landkreis in Baden-Württemberg hat er seit dem 1. Oktober 2018 ein eigenes Amt für Digitalisierung.

Die dortigen Mitarbeiter kümmern sich um die Bündelung aller mit der Digitalisierung im Landkreis verbundenen Belange und unterstützen die technische und organisatorische Umsetzung verschiedener Vorhaben. Dazu gehört beispielsweise der kreisweite Breitbandausbau.

Positives Signal für die Region

Auch Wirtschaftsministerin und Landtagsabgeordnete Dr. Nicole Hoffmeister-Kraut freut sich über die Zusammenarbeit: „Dass Mercedes-Benz seinen zukunftsweisenden Feldversuch zur Car-to-X-Kommunikation gemeinsam mit dem Landratsamt Zollernalbkreis startet, ist ein positives Signal für unsere Region.“

Schon bei der Vorstellung Mitte des Jahres, habe sie sich über diese wegweisende Kooperation informiert und sie seitdem unterstützt.

Zusammenarbeit zwischen Wirtschaft und öffentlicher Hand könne künftig oftmals so aussehen

Laut Hoffmeister-Kraut habe die Zusammenarbeit zugleich Pilotcharakter für die Zusammenarbeit zwischen Wirtschaft und öffentlicher Hand. Zukünftige Kooperationsfelder gebe es nicht nur im Bereich des Straßenunterhalts, sondern auch im gesamten Zukunftsfeld Smart City.

„Ziel dieses Feldversuchs ist es mit Digitalisierung mehr Sicherheit und Nachhaltigkeit für alle zu erreichen“, ergänzt die Abgeordnete.

Es wäre ein toller Erfolg, wenn der Feldversuch erfolgreich wird und wir mit dem Einsatz neuer Technologien einen Mehrwert in Sicherheit und Nachhaltigkeit für alle Bürgerinnen und Bürger erreicht werden könnten“, ergänzt die Abgeordnete.

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