Cookies erleichtern die Bereitstellung unserer Dienste. Mit der Nutzung unserer Dienste erklären Sie sich damit einverstanden, dass wir Cookies verwenden. OK Weitere Informationen

Mit einem individuellen Energie-Check wird der Sanierungsbedarf ermittelt

02.07.2019

von djd

Mit einem individuellen Energie-Check wird der Sanierungsbedarf ermittelt

© djd/Qualitätsgedämmt/Stockwerk/stock.adobe.com

Die Energieberatung schafft die Grundlagen für eine sinnvolle energetische Sanierung älterer Gebäude.

Ohne das Fachwissen von Energieberatern tun sich hauseigentümer schwer. Doch Achtung: Die Berufsbezeichnungist nicht geschützt.

Muss als Erstes die alte Heizungsanlage raus oder empfiehlt sich zunächst eine Dämmung? Und wie wichtig ist es, gleichzeitig auch die Fenster austauschen zu lassen?

Vielen Hauseigentümern, die ein altes Wohngebäude energetisch auf die Höhe der Zeit bringen wollen, fehlt es bei derartigen Fragen am entsprechenden Fachwissen. Dabei haben eine gute Planung und die richtige Reihenfolge wesentlichen Einfluss auf die Modernisierung.

Unabhängige Hilfestellung vor Sanierungsmaßnahmen

So genügt beispielsweise für eine neue Heizung eine deutlich geringere Heizleistung, wenn vorher die Fassade gedämmt wurde und sich dadurch der Energiebedarf des Gebäudes deutlich verringert. Vor den ersten Sanierungsmaßnahmen empfiehlt es sich daher stets, unabhängige Hilfestellung durch einen Energieberater in Anspruch zu nehmen.

Fahrplan zur energetischen Sanierung

Energieberater sind die erste Anlaufstelle für die Bestandsaufnahme des Gebäudes und für die Ermittlung der sinnvollen Sanierungsmaßnahmen. Eine Analyse mit der Wärmebildkamera fördert mögliche Schwachstellen in der Gebäudehülle zutage, zusätzlich nimmt der Fachmann die Fassade und den technischen Stand der Gebäude- und Heiztechnik unter die Lupe.

Als Resultat erstellt er eine Empfehlungsliste, welche die Hauseigentümer als Sanierungsfahrplan nutzen und schrittweise, passend auch zum individuellen Budget, abarbeiten können.

Experten kennen Förderungsmöglichkeiten

Wichtig zu wissen: Die Beratung ist für eine finanzielle Förderung der Sanierungsmaßnahmen durch die KfW verpflichtend vorgeschrieben. Ohne Energieberatung besteht also kein Anspruch auf Förderung.

Gleichzeitig verfügt der Experte auch über den entsprechenden Durchblick im Förderdschungel und kann über mögliche Zuschüsse informieren.

Energieberater ist nicht gleich Energieberater

Allerdings ist die Berufsbezeichnung „Energieberater“ in Deutschland nicht geschützt, die Qualität der Leistungen kann daher sehr unterschiedlich ausfallen.

Um einheitliche Standards sicherzustellen, bietet etwa das Deutsche Energieberater-Netzwerk (DEN) die Möglichkeit, Ansprechpartner vor Ort zu finden. Mehr Informationen sowie eine Energieberatersuche gibt es auf dämmen-lohnt-sich.de.

Im Zollernalbkreis bietet die dem Landratsamt angegliederte Energieagentur eine kostenlose Impulsberatung rund um die Gebäudesanierung, den Einsatz erneuerbarer Energien und zum Energiesparen.

Warm im Winter, kühl im Sommer

Beim Thema Sanieren denken viele Hausbesitzer zuvorderst daran, Energie zu sparen, Heizkosten zu senken und somit die Umwelt zu entlasten. Daneben bietet etwa eine Dämmung der Fassade weitere Vorteile. So trägt eine gut geplante und fachkundig ausgeführte Modernisierung ganzjährig zu einem besseren und gesünderen, weil ausgeglichenem Raumklima bei: warm im Winter, kühl im Sommer.

Zudem ist das energetische Sanieren immer auch eine Investition in den Wert des Gebäudes, ob für bessere Vermietbarkeit oder einen späteren Verkauf.

Dieser und weitere Artikel mit Tipps rund ums Energiesparen, Nachhaltigkeit und Ökologie erscheinen am 4. Juli in der Sonderbeilage ZAK grün.

Diesen Artikel teilen: