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Stetten a.k.M

Mit Frau und Tochter in Stetten a.k.M.: Ministerpräsident ist begeistert vom Sommertheater

28.07.2019

Von Susanne Grimm

Mit Frau und Tochter in Stetten a.k.M.: Ministerpräsident ist begeistert vom Sommertheater

© Susanne Grimm

Applaus für Winfried Kretschmann: Bürgermeister Maik Lehn (links) freute sich über den Besuch des Ministerpräsidenten.

Ministerpräsident Winfried Kretschmann hat sich am Freitagabend mit Ehefrau Gerlinde und Tochter Irene das Sommertheater „Stetten – dem Himmel so nah“ angeschaut.

Vor der Aufführung trug sich Kretschmann auf Einladung von Bürgermeister Maik Lehn ins Ehrenbuch der Gemeinde ein. Nach einem kleinen Empfang begaben sich die Kretschmanns, in deren Begleitung sich auch die Landtagsabgeordnete Andrea Bogner-Unden befand, in den momentan zur Bühne mutierten Schlosshof, wo sie von der gesamten Theatermannschaft mit Beifall begrüßt wurden.

Wechselvolle Geschichte

Die Stettener Bevölkerung unter der Regie von Stefan Hallmayer, Intendant des Theaters Lindenhof, führt zwei Jahrzehnten im Turnus von vier Jahren ein eigens für die Heuberggemeinde geschriebenes Stück auf. Die heuer dargebrachte Inszenierung ist eine Neufassung des erstmals im Jahr 1999 anlässlich der 1200-Jahr-Feier des Ortes mit dem Titel „Stetten – dem Himmel so nah“. Sie erzählt die wechselvolle Geschichte der Gemeinde, die eng verknüpft ist mit zum Teil hochrelevanten Ereignissen der Weltgeschichte und des Militärs. Entsprechend endet die Neufassung des von Franz-Xaver Ott geschriebenen Stücks mit Ereignissen aus den vergangenen 20 Jahren, einschließlich der „Handy-Mania“ und dem Klima-Aufstand der jungen Leute.

„Auf allerhöchstem Niveau“

Das unter die Haut gehende Finale mit dem gemeinsamen Gesang der „Ode an die Freude“ aller Anwesenden bildete auch am Freitagabend einen grandiosen, emotionalen Schlusspunkt, dem sich keiner entziehen konnte.

Fotostrecke
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Ministerpräsident Winfried Kretschmann wurde von Bürgermeister Maik Lehn willkommen geheißen.

© Susanne Grimm

Bürgermeister Maik Lehn zusammen mit den prominenten Gästen.

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Winfried und Gerlinde Kretschmann auf dem Weg ins Sommertheater.

© Susanne Grimm

Ministerpräsident Winfried Kretschmann zusammen mit Theaterintendant Stefan Hallmayer.

© Susanne Grimm

Nach stehenden Ovationen des Publikums ergriff schließlich der Ministerpräsident das Wort. Tief beeindruckt bescheinigte er den Laienschauspielern – rund 200 Mitwirkende zwischen drei und 80 Jahren – ein Theaterspiel „auf allerhöchstem Niveau“ erlebt zu haben.

Spannend und aufregend

Spannend und aufregend sei es gewesen, die Historie der Gemeinde sozusagen im Zeitraffer mitverfolgen zu können, wobei die Akteure manche Ereignisse mit viel Mutterwitz und Humor dazustellen wussten, aber auch der Tragik und Dramatik der Vergangenheit mit Würde und Ernsthaftigkeit begegneten. Es sei wichtig, Geschichte immer wieder zu thematisieren, um auch den nachfolgenden Generationen erlebbar zu machen, wie schwer es „unsere Vorfahren über die Jahrhunderte hatten“.

„Grandiose Leistung“

„Chapeau“, zollte der Landesvater dem Theaterteam um Produktionsleiterin Claudia Mogg Respekt, „das war eine grandiose Leistung!“ Auch die unglaublich vielgestaltige Kostümierung, Requisite und Technik fand seine nachvollziehbare Bewunderung, denn in das ganze Geschehen ist das Rathaus, das ehemalige Schloss der vielen wechselnden Herrschaften, nicht nur als Kulisse eingebunden, sondern ist Bestandteil des Stücks.

Hochzeitsfeier im Rathaus

Beispielsweise findet die adlige Hochzeitsfeier hinter den geöffneten Fenstern statt, der Artikel 1 des Grundgesetzes erscheint mit Gründung der Bundesrepublik in riesigen illuminierten Lettern auf den Mauern und ganz zum Schluss verhüllen riesige weiße Tücher die Front des Rathausschlosses und ein Abbild des Erdballs leuchtet auf mit der Forderung der Jugend, den Planeten zu schützen – nicht irgendwann, sondern jetzt.

Nächstes Wochenende ist Finale

Am Wochenende, 2. und 3. August, wird das Stück letztmalig aufgeführt. Karten gibt es im Rathaus in Stetten a.k.M., beim Theater Lindenhof und an der Abendkasse.

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