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Reutlingen

Mehr Geld für Digitalisierung in der Region: Wirtschaftsministerin eröffnet „Digital Hub“

23.07.2019

Von John Warren

Mehr Geld für Digitalisierung in der Region: Wirtschaftsministerin eröffnet „Digital Hub“

© John Warren

Landesministerin Nicole Hoffmeister-Kraut (Fünfte von rechts) übergab IHK-Hauptgeschäftsführer Wolfgang Epp (Vierter von links) den symbolischen Förderbescheid von knapp einer Millionen Euro.

Damit es endlich vorangeht mit der Digitalisierung bei den Firmen in der Region, ist der „Digital Hub Neckar-Alb und Sigmaringen“ ins Leben gerufen worden. Landesministerin Nicole Hoffmeister-Kraut eröffnete das Projekt am Montag bei der IHK in Reutlingen.

„Wir wollen unsere Wirtschaft in Baden-Württemberg bei der Digitalisierung unterstützen und gerade kleinen Unternehmen helfen, diesen enormen Wandel erfolgreich für sich zu gestalten“, sagte Wirtschaftsministerin Nicole Hoffmeister-Kraut bei der Eröffnung.

Mehr Geld für Digitalisierung in der Region: Wirtschaftsministerin eröffnet „Digital Hub“

© John Warren

Im Rahmen der Veranstaltung erhielt die Ministerin ein kleines Abbild ihrer Person aus dem 3D-Drucker.

Der „Digital Hub“ ist ein Konsortium verschiedener Partner wie den Landkreisen Tübingen und Zollernalb, den Städten Albstadt, Reutlingen und Sigmaringen sowie den Hochschulen Reutlingen und Albstadt-Sigmaringen. Die IHK Reutlingen hat im Konsortium die Koordination übernommen.

Firmen brauchen Impulse

Der „Digital Hub Neckar-Alb und Sigmaringen“ will vor allem kleinen Firmen helfen, ihre Geschäftsmodelle in die Welt der Digitalisierung zu bringen. Dafür gibt es künftig unter anderem einen Digitalisierungscheck für Unternehmen sowie zahlreiche Weiterbildungsangebote für Firmenleiter und Mitarbeiter.

Mehr Geld für Digitalisierung in der Region: Wirtschaftsministerin eröffnet „Digital Hub“

© John Warren

Bei der Eröffnung des "Digital Hub Neckar-Alb und Sigmaringen" konnten die Besucher am Ende mit Kinderspielzeug selbst das Programmieren üben. Zur Belohnung gab es Süßigkeiten.

„Viele Firmen stehen noch am Anfang der Entwicklung. Sie brauchen Impulse, Anleitungen und die Vernetzung mit anderen. Dafür gibt es nun den ‚Digital Hub‘ als Anlaufstelle für Digitalisierungsfragen“, erklärte IHK-Hauptgeschäftsführer Wolfgang Epp.

Coworking-Space für digitale Gründer

Ein Kernstück des Digital Hub wird der eigene Coworking-Space sein. Er wird im „IHK-Haus der Wirtschaft“ in Reutlingen untergebracht. Dort können sich Gründer mit digitalen Geschäftsideen ansiedeln. Sie werden bei der Entwicklung und Ausarbeitung ihrer Businesspläne vom Digital-Hub-Team unterstützt. Mit zum Angebot gehören zudem speziell zugeschnittene Beratungs- und Weiterbildungsangebote.

Förderperiode: drei Jahre

Der „Digital Hub Neckar-Alb und Sigmaringen“ hat eine Förderperiode von drei Jahren und wird vom Ministerium für Wirtschaft, Arbeit und Wohnungsbau Baden-Württemberg mit knapp einer Million Euro gefördert. Die regionalen Partner beteiligen sich gemeinsam ebenfalls mit knapp einer Million Euro.

Die Region bekam im letzten Jahr den Zuschlag für den „Digital Hub Neckar-Alb und Sigmaringen“.

Ein Vorreiter ist die Region mit der Einrichtung eines „Digital-Hubs“ jedoch nicht, Baden-Württembergweit gibt es bereits neun solcher Einrichtungen.

Ministerin mahnt: „Digitale Transformation werden wir nur meistern, wenn der Wille dazu da ist“

Hoffmeister-Kraut unterstrich, dass bei der Digitalisierung etwas passieren sollte: „Wir müssen die mächtigen Werkzeuge, die die Digitalisierung bietet, stärker nutzen. Wir müssen Chancen nutzen und Risiken diskutieren.“ Baden-Württemberg mit seiner starken Wirtschaftsstruktur müsse bei der Digitalisierung vorangehen, sonst täten es andere.

Anwendungen für Digitalisierung gibt es einige: Die Stadt Reutlingen könnte zum Beispiel im Parkhaus Pomologie, das sich direkt neben dem IHK-Forum befindet, Parkticket-Automaten aufstellen, bei denen man mit Karte bezahlen kann und nicht darauf angewiesen ist, einen Haufen Münzen dabeizuhaben.

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