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Geislingen

Mehr Feuerwehrglück geht nicht: Erlaheimer weihen ihren neuen Mannschaftswagen ein

25.09.2019

Von Rosalinde Conzelmann

Mehr Feuerwehrglück geht nicht: Erlaheimer weihen ihren neuen Mannschaftswagen ein

© Rosalinde Conzelmann

Stadtkommandant Marc Brobeil (von rechts), Abteilungschef Albrecht Zirkel und Vize Timo Sieber mit dem neuen MTW (vorne) und seinem Vorgänger.

„Wir sind jetzt wunschlos glücklich“, kommt es Albrecht Zirkel und Timo Sieber, dem Führungs-Duo der Erlaheimer Feuerwehrabteilung, gleichzeitig über die Lippen. Wunschlos deshalb, weil mit dem neuen Mannschaftswagen die Erlaheimer Wehr fahrzeugtechnisch und räumlich optimal ausgestattet ist.

Das neue Fahrzeug steht blank geputzt neben seinem Vorgänger, dem man seine 33 Jahre auf den ersten Blick nicht ansieht, denn auch dieser Wagen ist top gepflegt und leuchtet rot in der Morgensonne.

Vor sieben Jahren hat die Erlaheimer Abteilungswehr mit derzeit 23 Aktiven ihr neues Domizil bezogen, in dessen Garagen das Löschfahrzeug, ein LFS 16/12, und ein Mannschaftstransportwagen ihren Platz haben. Der alte MTW wurde zum Teil auch als Gerätewagen genutzt, berichtet der Erlaheimer Feuerwehrchef.

Eine intensive Suche

Die Ersatzbeschaffung ist im Feuerwehrbedarfsplan bereits für 2015 vorgesehen gewesen. Bis es dann soweit war, hat es allerdings gedauert.

Denn bei Suche nach einem Nachfolgerfahrzeug für das 33 Jahre alte Vorgängermodell haben sich die Erlaheimer viel Mühe gegeben, schließlich wollten sie das Budget mit 30.000 Euro einhalten.

Ein neuer Mannschaftstransportwagen kostet das Doppelte, sagt Timo Sieber, der mit Albrecht Zirkel, Severin Wendt und Matthias Ott auf speziellen Plattformen für Feuerwehrfahrzeuge unterwegs war auf der Suche nach einem Schnäppchen.

Fündig geworden sind die Erlaheimer dann bei einem Gebrauchtwagenhändler für Nutzfahrzeuge in Bensheim. Der Sprinter erfüllte alle Anforderungen und auch der Preis hat gestimmt.

Wagen war schon mal bei der Feuerwehr

Die Erlaheimer holten weitere Informationen ein und erfuhren, dass der Wagen bei der Feuerwehr in Hattersheim in Betrieb gewesen war und nach dem Ablauf der Leasingzeit wieder rückgebaut wurde, bevor er wieder in den freien Verkauf kam.

Nach Absprache mit der Stadt fuhr eine Delegation mit drei Feuerwehrmännern Mitte Februar nach Bensheim. „Wir haben ihn gleich mitgenommen, weil alles gepasst hat“, berichtet Albrecht Zirkel. Für ihr Traumauto haben die Wehrleute 28.800 Euro hingeblättert.

Der Sprinter wurde umgebaut

In den vergangenen Wochen haben sie gemeinsam mit Gerätewart Matthias Ott in vielen Stunden wieder eingebaut, was die Hattersheimer ausgebaut haben.

Sei es die Elektrik, das Blaulicht, das Sondersignal, das Funkgerät und die Halterungen. Denn auch hier galt die Devise, möglichst viel selbst zu machen, um Kosten zu sparen. Deshalb wurde vom alten Fahrzeug alles, was noch funktionstüchtig war, wiederverwendet.

Am 5. Oktober wird gefeiert

Vor wenigen Tagen wurden die Umrüstarbeiten abgeschlossen und der neue MTW 3/19 steht blank gewienert in der Garage für seinen großen Auftritt am 5. Oktober. Dann wird der MTW offiziell in Dienst gestellt, wie es in der Feuerwehrsprache so schön heißt.

Für dieses Ereignis laufen die Vorbereitungen schon seit einigen Wochen. Vor dem Feuerwehrhaus wird ein Zelt aufgestellt: Um 15.30 Uhr wird das Fest mit einer Schauübung eröffnet. Danach erfolgt die offizielle Übergabe, Einweihung und Segnung des Mannschaftswagens.

Musik und Bewirtung

Geislingens Bürgermeister Oliver Schmid, ein Vertreter des Kreisfeuerwehrverbandes und Pater Augusty sprechen Grußworte. Der Erlaheimer Musikverein spielt tagsüber; ab 20 Uhr können die Besucher zu den Klängen der Metropolis-Revival-Band schunkeln und tanzen. Der Radfahrerverein unterstützt die Gastgeber bei der Bewirtung der Besucher.

Auch der neue Stadtkommandant Marc Brobeil hat den letzten Akt der Fahrzeugsuche noch begleitet und war in die Verhandlungen eingebunden.

Ein Lob geht an die Stadt

Er spricht den Erlaheimer Kameraden ein großes Lob für ihren Einsatz und die Eigenleistung aus. „Jetzt ist die Abteilung zeitgemäß und ausreichend ausgestattet“, betont Brobeil, der sich auch bei der Stadt bedankt.

Diesen Ball nimmt Albrecht Zirkel auf: „Der Gemeinderat und die Stadt haben uns bestens unterstützt.“

Wenn der neue MTW seinen Dienst aufgenommen hat, wird sich die Abteilung von seinem Vorgänger trennen. Die Stadt wird den Mercedesbus verkaufen, der trotz seiner 33 Jahre dank H-Kennzeichen ein Liebhaberobjekt ist und gut gehandelt wird. „Wenn ich Platz hätte, würde ich ihn sofort kaufen“, sagt Timo Sieber.

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