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Balingen

Marktforscherin erklärt im evangelischen Gemeindehaus in Balingen, wie die Jugend tickt

24.01.2020

Von Benjamin Rebstock

Marktforscherin erklärt im evangelischen Gemeindehaus in Balingen, wie die Jugend tickt

© Benjamin Rebstock

Marktforscherin Wiebke Jessen, ZAK-Volontärin Lea Irion, Moderator Sven Brandelik, Realschuldirektor Michael Damm und Balingens Oberbürgermeister Helmut Reitemann diskutierten bei der Podiumsdiskussion angeregt über Themen wie Generationenkonflikt und „Fridays for Future".

Wiebke Jessen stellte im evangelischen Gemeindehaus in der Hermann-Berg-Straße die unterschiedlichen Lebenswelten von Jugendlichen vor. Anschließend fand eine Podiumsdiskussion mit Balingens Oberbürgermeister Helmut Reitemann, Realschuldirektor Michael Damme, ZOLLERN-ALB-KURIER-Volontärin Lea Irion und Wiebke Jessen statt.

Wie lebt und erlebt die Generation Z ihren Alltag? Was bedeutet dies für Schulen und Unternehmen? Wie können Eltern die Zukunft ihrer Kinder mitgestalten?

Antworten auf diese Fragen bekamen die Besucher gestern im evangelischen Gemeindehaus in der Hermann-Berg-Straße.

Forscher führten Gespräche mit Jugendlichen

Das Lernforum Brandelik hat die Marktforscherin Wiebke Jessen vom Sinus-Institut Heidelberg nach Balingen geholt, die sich seit Jahren mit den Wünschen und Ängsten der Jugendlichen auseinandersetzt.

Zusammen mit ihren Forscherkollegen hat Jessen die Sinus-Jugendstudie 2018 ins Leben gerufen. Für diese Studie sprachen die Forscher mit Jugendlichen im Alter von 14 bis 17 Jahren, Jungen wie Mädchen, Schülern an Hauptschulen, Realschulen und Gymnasien.

Das Ziel: Verschiedene Lebenswelten der Jugendlichen ermitteln

Das Forschungsziel: „Wir wollten dabei die verschiedenen Lebenswelten, sogenannte Milieus, ermitteln“, so Jessen. Die Unterschiede seien teils sehr gravierend.

Die Forscher fanden heraus, dass ein Jugendlicher, der das bürgerlich-konservativem Lebensmilieu verinnerlicht hat, sehr pflichtbewusst lebt und sich nach Sicherheit sehnt.

„Solche Jugendliche legen großen Wert auf Gemeinschaft“, sagte sie. Deshalb seien Jugendliche mit bürgerlich-konservativen Werten oft in Vereinen, Verbänden oder auch in der freiwilligen Feuerwehr zu finden. „Auch in eine Pfadfindergruppe passen sie perfekt“, erklärte die Forscherin.

Die „Expeditiven“ haben klare Ziele

Ganz anders als die bürgerlich-konservativen sind die „Expeditiven“. „Sie wollen raus, haben klare Ziele und wollen sich selbst verwirklichen. Sie vernetzen sich, grenzen sich aber auch gerne ab“, sagte Jessen.

Von Lehrern oder Gesprächspartnern erwarten diese Jugendliche hohe Kompetenz und Leistungsorientierung.

Auch die „materialistisch Hedonisten“ wurden von der Forscherin ausführlich erklärt. „Diese Jugendgruppe ist sehr konsum- und markenorientiert“, lautete ihr Fazit.

Kleidung, Schuhe und Modeschmuck seien diesen Jugendlichen äußerst wichtig, weil sie Anerkennung garantieren.

Angeregte Diskussion

Anschließend fand die Podiumsdiskussion mit Balingens Oberbürgermeister Helmut Reitemann, Realschuldirektor Michael Damm, ZOLLERN-ALB-KURIER-Volontärin Lea Irion und Wiebke Jessen statt.

Moderiert wurde diese von Sven Brandelik. Angeregt diskutierten die Gäste über Themen wie Generationenkonflikt und „Fridays for Future“.

Zum Schluss waren sich alle einig: Der Dialog zwischen allen Generationen ist sehr wichtig und führt zu einem guten Miteinander.

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