Zollernalbkreis

Lockerungen ab Mittwoch zurückgenommen: Was dann im Zollernalbkreis gilt

22.03.2021

von Pressemitteilung

Lockerungen ab Mittwoch zurückgenommen: Was dann im Zollernalbkreis gilt

© Pascal Tonnemacher

Wegen Corona geschlossen: Der Einzelhandel muss mit Ausnahmen schließen (Symbolfoto).

Die Inzidenz ist anhaltend hoch, das Infektionsgeschehen diffus: Ab Mittwoch werden deshalb Lockerungen im Zollernalbkreis zurückgenommen. Dies betrifft unter anderem den Einzelhandel, den Sport und den Besuch von Museen.

Schon seit Freitag war die Inzidenz im Zollernalbkreis drei Tage in Folge über dem Grenzwert von 50. Am Montag liegt diese bei 81,3.

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Die Landkreisverwaltung hat wie angekündigt über das Wochenende das Infektionsgeschehen analysiert und bewertet.

Infektionen sind im ganzen Landkreis verteilt

Das Gesundheitsamt stuft dieses als diffus ein. Infektionen sind also nicht beispielsweise auf einen einzelnen Ausbruch in einem Unternehmen zurückzuführen. „Die Coronaverordnung lässt uns hier keinen Spielraum“, so Rechtsdezernent Georg Link. Der Landkreis hat deshalb eine Notfallbekanntmachung veröffentlicht.

Folgende Änderungen ergeben sich für den Zollernalbkreis ab Mittwoch, 24. März:

  • Schließung des Einzelhandels: „Click & Meet“ ist weiterhin möglich. Kunden können sich nach vorheriger Terminabsprache in einem festen Zeitfenster in einem Laden beraten lassen und einkaufen. Dabei darf nicht mehr als ein Kunde pro 40 Quadratmeter gleichzeitig anwesend sein und es muss eine medizinische oder FFP2-/KN95-Maske getragen werden.
  • Kontaktarmer Sport im Freien und auf Innen- und Außensportanlagen (keine Schwimmbäder) ist nur noch mit maximal 5 Personen aus zwei Haushalten möglich. Kinder der beiden Haushalte bis einschließlich 14 Jahre werden nicht mitgezählt. Paare, die nicht zusammenleben, gelten als ein Haushalt. Kontaktarmer Sport in Gruppen von bis zu 20 Kindern bis einschließlich 14 Jahren ist nur im Freien möglich.
  • Besuch von Museen, Galerien, Gedenkstätten, zoologischen und botanischen Gärten ist nur nach Voranmeldung und Dokumentation der Kontaktdaten erlaubt.

Infektionen in Schulen und Kindergärten

In den vergangenen Tagen wurden dem Gesundheitsamt wieder mehr positive Coronafälle gemeldet, heißt es in der Pressemitteilung. Der Schwerpunkt der Infektionen liege nach wie vor vorwiegend im privaten Umfeld, seit kurzem rücken Kindergärten und Schulen erneut in den Fokus – so auch in einem aktuellen Fall an der Grundschule Schmiden in Balingen.

Von den 156 Infektionen in der vergangenen Woche fielen knapp 24 Prozent auf Kinder und Jugendliche (unter 20 Jahre).

„Mit einem Anstieg der Inzidenz haben wir gerechnet. In den vergangenen Tagen wurden die Schnelltestmöglichkeiten im Zollernalbkreis nochmal ausgebaut. Dadurch werden deutlich mehr asymptomatische Infektionen aufgedeckt, die in die Statistik mit einfließen“, so Gesundheitsdezernentin Dr. Gabriele Wagner.

Mutationen vermehrt bei jungen Menschen

Gleichzeitig steigt die Anzahl der nachgewiesenen Mutationen im Kreis und liegt aktuell bei knapp unter 50 Prozent. „Diese sind deutlich infektiöser und vermehrt junge Menschen sind davon betroffen“, so Dr. Wagner weiter.

Seit Mitte März haben alle Bewohner von Pflegeeinrichtungen im Kreis die Erst- und Zweitimpfung erhalten. Mit den Testmaßnahmen und Hygienevorschriften gibt es keine Infektionen mehr bei den vulnerablen Personen in den Einrichtungen.

Landrat Pauli wünscht Ausnahmeregelungen

„Pauschale ‚Lockdowneritis‘ alleine entlang des Inzidenzwertes ist ungesund. Daher hätten wir uns Ausnahmeregelungen für den Fach- und Einzelhandel, unsere Gastronomie sowie für alle Aktivitäten, die der Gesundheitsförderungen dienen, gewünscht, sofern Hygienemaßnahmen verantwortungsbewusst umgesetzt werden. Wir dürfen nicht mehr Krankheiten und Kollateralschäden durch die Maßnahmen riskieren als ohne“, so Landrat Günther-Martin Pauli.

Die Corona-Lage und die daraus folgenden Maßnahmen werden am Montag auch im Hinblick auf die Ministerpräsidentenkonferenz bundesweit diskutiert. Der CDU-Bundestagsabgeordnete Thomas Bareiß erachtet es in dieser Situation als wichtig, regionale notwendige Maßnahmen konsequent umzusetzen, wie er auf Twitter schrieb.

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