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Turnen

Leidenschaft auch in der Zwangspause: Die Balinger Turnerinnen trainieren so gut es geht

06.05.2020

Von Larissa Bühler

Leidenschaft auch in der Zwangspause: Die Balinger Turnerinnen trainieren so gut es geht

© Moschkon

Der Wettkampfbetrieb im Turnen ruht.

Auch bei den Turnerinnen der TSG Balingen ruht der Trainingsbetrieb. Claudia Bareth ist aber trotzdem im Einsatz, hat mit ihrem Team Alternativen erarbeitet.

Rund 1800 Vereine gehören zum Schwäbischen Turnerbund, dem größten Sportfachverband Baden-Württembergs. Und auch diese sind von der Corona-Krise betroffen. Für die Turnerinnen und Turner ist der Trainingsbetrieb eingestellt, der STB sagte alle Bildungsveranstaltungen vorerst bis zum 17. Mai ab und sogar alle Wettkämpfe bis zum 31. Juli.

Wann es wieder in die Hallen geht? Noch unklar. Das ist auch für die TSG Balingen keine einfache Situation. Die Damenmannschaft sollte eigentlich ihren ersten Drittliga-Wettkampf bereits hinter sich haben und auch für die Jüngeren war einiges geplant.

Neue Aufgaben

Nachwuchsleiterin Claudia Bareth und das Trainerteam tun ihr bestes, um auch in Krisenzeiten die Turnerinnen und Turner zu fördern. „Wir versuchen alle bei Laune zu halten“, erzählt Bareth. „Anfangs haben wir täglich eine Aufgabe mitgegeben, während den Osterferien haben wir das dann etwas reduziert. Und seither haben wir auch mit Videotraining angefangen. Langweilig wird es also nicht.“

Gemeinsames Training ist aber natürlich nicht möglich gerade beim Nachwuchs. „Untereinander könnten die Kinder den Abstand wohl einhalten. Aber bei uns Trainern geht das nicht. Gerade bei den Jüngeren kann man verbal noch nicht so viel anleiten, da geht viel über Berührungen“, so Bareth.

Positive Rückmeldungen

Die Nachwuchsleiterin rechnet deshalb nicht damit, dass in absehbarer Zeit wieder Training möglich ist. Sorgen, dass nach der Pause vielleicht nicht alle wieder kommen, hat Bareth aber nicht. „Die Rückmeldungen, die wir auf unsere Aktionen erhalten haben, sind durchaus positiv, die Mädels sind mit Leidenschaft dabei. Da werden die Gärten zur Turnhalle, es wird auf Wanderungen und überall geturnt“, freut sich Bareth.

Problematisch könnte einzig die mangelnde Routine werden. „Wenn es wieder losgeht, ist bei der einen oder anderen dann schon auch vielleicht die Angst vor gewissen Übungen dabei. Da muss man sich dann erst wieder trauen“, blickt Bareth voraus.

Leistungszentren im Vorteil

Die Wettkampfsaison ist für den Nachwuchs nun gelaufen. „Die Wettkämpfe sind alle abgesagt, vielleicht können im Herbst noch die Mannschaftswettkämpfe stattfinden. Aber da muss man abwarten“, blickt die Trainerin voraus. „Für viele wäre es aber dieses Jahr weg von den Pflichtübungen hin zu den ersten Kür-Wettkämpfen gegangen. Das fehlt jetzt.“

Dies sei jedoch zu verkraften, „im Nachwuchs haben da alle Mannschaften die gleichen Bedingungen“, so Bareth. Anders sei es bei den Drittliga-Turnerinnen. „In den Leistungszentren der Bundesligisten wird ja schon wieder trainiert. Das ist schon ein Nachteil.

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