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Fußball

Landesligisten im Wintercheck: Balingens U23 in bekannter Situation

13.02.2020

Von Dominik Volk

Landesligisten im Wintercheck: Balingens U23 in bekannter Situation

© Moschkon

TSG-2-Kapitän Max Schäfer und seine Balinger kämpfen in der Landesliga um den Klassenerhalt.

Wieder einmal steckt die Regionalliga-Reserve der TSG im Tabellenkeller. Trainer Joachim Koch fordert eine bessere Defensivleistung.

Lange musste die U 23 der TSG Balingen vergangene Saison um den Klassenerhalt bangen. Und auch in dieser Runde deutet zur Winterpause vieles auf eine erneute Zitterpartie für die Regionalliga-Reserve hin.

Potenzial für einen einstelligen Tabellenplatz

Erst vier Spieltage vor Schluss schoben sich die Kreisstädter in der Vorsaison über den Strich. Fünf weitere Punkte aus den letzten drei Spielen sicherten den Ligaverbleib endgültig. Mit dem Abstieg wollte die Elf von Joachim Koch in dieser Spielzeit nichts zu tun haben, peilte vor der Saison mindestens Rang neun an. „Wir haben das Potenzial, um einen einstelligen Tabellenplatz zu erreichen, wenn wir solide starten und kontinuierlich punkten“, sagte der Sportliche Leiter Nicco Walter im August vergangenen Jahres.

Ein Ebenbild der Vorsaison

Nun, sechs Monate später, befindet sich der Regionalliga-Unterbau erneut mitten im Abstiegskampf. Die Hinrunde 2019/20 ist ein Ebenbild der Vorsaison. Erneut hat die TSG 2 nach 16 Spieltagen magere 15 Punkte auf der Habenseite. Erneut stehen vier Siege, drei Unentschieden und neun Niederlagen gegenüber. Das reicht derzeit für Rang 15, sechs Zähler fehlen zum rettenden Ufer.

Eklatante Auswärtsschwäche

Dabei fällt vor allem die eklatante Auswärtsschwäche der Koch-Truppe ins Auge. Lediglich vier Punkte holte die junge Mannschaft auf fremden Plätzen, kein Team sammelte weniger. Bereits der Auftakt im Derby gegen Aufsteiger Nusplingen ging in die Hose, nach 17 Minuten sah sich der Ex-Verbandsligist mit 0:2 im Rückstand, konnte in der Folge nur noch auf 1:2 verkürzen. „In den ersten 15 Minuten waren wir nicht auf der Höhe und haben den Gegner so aufgebaut“, monierte Koch damals.

Sieg gegen Ostrach

Es folgte im ersten Heimspiel der erste Sieg beim 1:0 gegen den FC Ostrach. Doch bereits beim nächsten Auftritt setzte es die zweite unnötige Niederlage der Saison, die die Balinger doch so tunlichst vermeiden wollten. In Ochsenhausen führte das Team um Kapitän Max Schäfer lange mit 3:2, knickte kurz vor Schluss allerdings ein und verlor das Match sogar noch mit 3:4. Koch war bedient: „Wir geben ein sicher geglaubtes Spiel aus der Hand. Wir haben gegen Nusplingen und Ochsenhausen zu einfache Gegentore bekommen und schlechte Phasen in unserem Spiel gehabt, die es so einfach nicht geben darf.“

Berg- und Talfahrt der TSG 2

Die Aufs und Abs wechselten sich im weiteren Verlauf kontinuierlich ab, während man zu Hause Siege gegen Biberach (4:2) und Ravensburg 2 (2:1) feiern konnte, ging das Koch-Ensemble auswärts gegen Mietingen (1:2) und Mengen (0:3) abermals leer aus.

Niederlagen-Serie mündet in einem Abstiegsplatz

Trotzdem reihte sich die TSG noch auf einem akzeptablen elften Platz ein. Doch dann sollte am neunten Spieltag ein Bruch folgen, denn beim 1:2 gegen Friedrichshafen konnte sich die Regionalliga-Reserve erstmals nicht auf ihre Heimstärke verlassen. Die Konsequenz: Aus den nächsten vier Partien ergatterten die Koch-Schützlinge lediglich zwei Punkte. Und so fanden sich die Kreisstädter, schneller als ihnen lieb war, wieder mitten im Abstiegskampf.

3:0 gegen Trillfingen

Bis zur Winterpause konnte der langjährige Landesligist nur noch einen „Dreier“ einfahren – beim 3:0 gegen Ligaschlusslicht Trillfingen. Zu wenig, um die Liga zu halten, geschweige denn die Zielsetzung einstelliger Tabellenplatz zu erreichen.

„Wir haben uns in vielen Spielen der Vorrunde nicht für unsere guten Auftritte belohnt“, ärgert sich Übungsleiter Joachim Koch. Zu viele Chancen seien ungenutzt geblieben, zu viele spielentscheidende individuelle Fehler in der Defensive gemacht worden. Dennoch sagt Koch: „Die Entwicklung der Mannschaft ist positiv, umso enttäuschender ist die momentane Tabellensituation.“

Defensive steht im Fokus

In der Winterpause arbeitet das Team nun auf Hochtouren, um endlich eine defensive Stabilität zu entwickeln. „Wir müssen nach hinten viel kompakter und geschlossener auftreten“, weiß der Übungsleiter, „dürfen uns aber auch nicht komplett zurückziehen, weil wir in der Tabelle hinten drinstecken, sondern müssen an unsere Stärke glauben.“

Leichtsinn und Unerfahrenheit

Doch warum wird sein Team immer wieder von individuellen Aussetzern zurückgeworfen? „Das ist schon noch dem jugendlichen Leichtsinn und der Unerfahrenheit zuzuschreiben,“ mutmaßt der ehemalige Albstadt-2-Coach. In der Tat stellt die TSG mit einem Altersschnitt von 20,59 das jüngste aller Landesliga-Teams. Seine Jungs dürfen Fehler machen, bekräftigt Koch, „nur müssen sie dann auch aus diesen lernen.“ Daran gelte es nun zu arbeiten und die abzustellen. „Dann sehe ich uns auf einem guten Weg.“

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