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Handball

Kreativer Konkurrent: Aufsteiger HBW Balingen-Weilstetten geht gewarnt ins Duell mit Hagen

29.05.2019

Von Marcus Arndt

Kreativer Konkurrent: Aufsteiger HBW Balingen-Weilstetten geht gewarnt ins Duell mit Hagen

© Moschkon

Im letzten Heimspiel wartet Hagen auf den HBW.

Im finalen Heimspiel erwartet der Aufsteiger aus Balingen am morgigen Samstag den designierten Drittligisten Hagen.

Die Schwaben spielen künftig wieder erstklassig – und doch halten sie die Spannung weiter hoch, schließlich geht es an den verbleibenden zwei Spieltagen im Unterhaus noch um die Meisterschaft.

Bürkle lobt Reifeprozess

In Emsdetten gewannen die „Gallier von der Alb“ am 36. Spieltag souverän mit 27:23, „haben auch in schwierigen Phasen extrem die Ruhe behalten“, wie es Jens Bürkle formuliert.

Zufrieden konstatiert der HBW-Coach: „Die Mannschaft hat einen Reifeprozess durchlaufen, absolviert solche wichtigen Spiele sehr, sehr clever. Das war richtig gut.“ Gegen einen keineswegs schwachen Gegner – die Ostwestfalen forderten den Primus. Am Ende vergebens.

Die Kreisstädter verbuchten den neunten Auswärtserfolg in der Saison 2018/2019, bauten den Vorsprung auf das drittplatzierte Coburg auf satte sechs Punkte aus. Den Oberfranken wackelte auch gegen den Tabellenvierten aus Hamm das Handgelenk gewaltig – und nach 2:6 Punkten hat der Ex-Erstligist auch rechnerisch keine Chancen mehr auf einen der beiden ersten Plätze.

„Das hat sich angedeutet“, nimmt der Sportwissenschaftler den Gesprächsfaden wieder auf, „dass sie so deutlich verlieren, hat mich allerdings überrascht.“

Konstanz als Schlüssel zum Erfolg

Entscheidend für den 38-Jährigen: „Wir haben die Ausfälle besser kompensiert.“ Auch ohne den verletzten Kapitän Martin Strobel holten die Schwaben bislang nur einen Zähler weniger als in den ersten 20 Saisonspielen. „Das zeigt wie konstant wir waren“, analysiert Bürkle und Manager Wolfgang Strobel fügt hinzu: „Die Mannschaft hat das sehr, sehr gut aufgefangen. Jeder hat geliefert.“

Nun spielt der HBW im Fernduell mit der zweitplatzierten HSG Nordhorn-Lingen, die einen Punkt weniger auf der Habenseite hat, um die Meisterschaft. Das Restprogramm ist für beide Klubs machbar.

Die Niedersachsen spielen noch gegen Dormagen und in Wilhelmshaven – die Schwaben erwarten Hagen, ehe es zum Altmeister Großwallstadt geht. Erst ab Mittwoch begannen die „Gallier von der Alb“ mit der Vorbereitung auf das Duell mit der Eintracht (Samstag, 18 Uhr, SparkassenArena).

„Wir wollen nach ein paar freien Tagen noch eine schöne Runde spielen“, sagt Bürkle unaufgeregt. Auch die Personalfrage lässt er offen. „Wir checken die angeschlagenen Leute durch“, verrät der ehemalige Bundesliga-Kreisläufer, „natürlich gehen wir kein Risiko mehr ein.“

Bürkle warnt: „Kein Selbstläufer“

Dass das Duell mit dem Tabellen-18. ein Selbstläufer wird, glaubt der Balinger Kommandogeber nicht. Im Gegenteil. Auch Hagen habe keinen Druck mehr, erklärt Bürkle, „man hat deutlich gesehen, wie verzweifelt der VfL gegen die Vikings war.“ Nach der empfindlichen 23:30-Heimpleite steigen die Grün-Gelben ab. Trotz eines exzellent besetzten Kaders um Linkshänder Jan-Lars Gaubatz (171 Saisontore) und Regisseur Sören Kress (134).

„Das zeigt einmal mehr wie stark diese zweite Liga ist“, betont der Balinger Aufstiegstrainer, welcher die Arbeit von Niels Pfannenschmidt schätzt. „Innovativ und kreativ“, umschreibt er die VfL-Spielweise. Diese war allerdings nicht erfolgreich.

Nach sechs Niederlagen in Folge taumelte die Eintracht dem Abstieg entgegen, verpasste gegen die direkten Konkurrenten aus Großwallstadt (24:32) und Düsseldorf die Trendwende. „Zu oft haben wir es verpasst, die entscheidenden Big Points zu holen“, gesteht Michael Stock, der Sportliche Leiter des VfL, ein.

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