Albstadt

Konzernumsatz des Albstädter Unternehmens Groz-Beckert steigt 2023 auf 880 Millionen Euro

23.02.2024

von Pressemitteilung

Konzernumsatz des Albstädter Unternehmens Groz-Beckert steigt 2023 auf 880 Millionen Euro

© Groz-Beckert

Groz-Beckert: Der für Albstadt maßgebliche Produktbereich hat sich rückläufig entwickelt.

Groz-Beckert legt die Zahlen zum vorläufigen Jahresabschluss vor. Der Umsatzzuwachs kommt ausschließlich von TKM. Der für den Stammsitz Albstadt maßgebliche Bereich Textile Werkzeuge schwächelt. Seit Januar hat Groz-Beckert Kurzarbeit – das soll auch voraussichtlich bis April so bleiben.

Groz-Beckert legt die Zahlen zum vorläufigen Jahresabschluss 2023 vor. Im Geschäftsjahr 2023 stieg der Konzernumsatz von Groz-Beckert demnach nach vorläufigen Zahlen um 66 Millionen Euro an und erreichte eine Höhe von 880 Millionen Euro. Der Belegschaftsstand blieb nahezu konstant. Im Konzern waren zum Stichtag 31. Dezember 2023 weltweit 9595 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter beschäftigt.

Umsatzzuwachs kommt ausschließlich von TKM

Laut Pressemitteilung geht der Umsatzzuwachs im Konzern um rund 8 Prozent (Vorjahr: 814 Millionen Euro) ausschließlich auf die zusätzlichen Umsätze der TKM-Gruppe zurück, die den Geschäftsbereich Industriemesser bildet.

Seit Oktober 2022 Teil der Groz-Beckert-Gruppe

TKM mit Sitz in Remscheid ist seit Oktober 2022 Teil der Groz-Beckert-Gruppe. Damit flossen in den Konzernabschluss 2022 nur die anteiligen TKM-Umsätze des letzten Quartals. 2023 ist das erste Jahr, in dem der gesamte Jahresumsatz von TKM Bestandteil des Konzernumsatzes der Groz-Beckert Gruppe ist.

Mitarbeiterzahl bleibt konstant

Die Mitarbeiterzahl der Groz-Beckert Gruppe blieb 2023 nahezu konstant. Zum Stichtag 31. Dezember 2023 beschäftigte der Konzern weltweit 9595 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter – 6 Personen mehr als im Vorjahr (Vorjahr: 9.589). Am Stammsitz in Albstadt stieg der Personalstand um 34 Personen. Damit lag der Belegschaftsstand in Albstadt zum Jahresende 2023 bei 2253 Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern (Vorjahr: 2219).

Seit Januar Kurzarbeit

Groz-Beckert ist am Stammsitz in Albstadt im Januar in Kurzarbeit gegangen. Die Marktlage werde weiterhin fortlaufend analysiert und bewertet. Das Unternehmen rechnet nach wie vor damit, dass die Kurzarbeit bis einschließlich April aufrechterhalten wird.

Aufschwung hat an Fahrt verloren

Der Schritt, in Kurzarbeit zu gehen, ist laut Groz-Beckert notwendig geworden, um die Kostensituation nach über einem Jahr mit sinkenden Umsätzen an die Marktlage anzupassen. Der wirtschaftliche Aufschwung nach der Coronakrise habe bereits Ende 2022 an Fahrt verloren. Im Jahresverlauf 2023 habe sich die Konjunktur weiter abgeschwächt. Die Konsum- und Investitionszurückhaltung zeige sich spürbar in der Textil- und Bauindustrie und damit in den Umsätzen der Groz-Beckert-Unternehmensgruppe.

Sorgenkind Textile Werkzeuge

Sorgenkind ist der Geschäftsbereich Textile Werkzeuge, der maßgeblich für den Standort Albstadt ist und sich laut Pressemitteilung im vergangenen Jahr rückläufig entwickelte. Betroffen waren sowohl die Umsätze mit Textilmaschinenbauern als auch mit Textilherstellern beziehungsweise Nähereien.

„Ursächlich waren zum einen die hohe Inflation in Europa und Nordamerika, die das Konsumverhalten bei Bekleidung beeinflusste“, schreibt Groz-Beckert in der Pressemitteilung. „Zudem drückten die weltweiten Unsicherheiten und hohe Zinsen auf die Investitionsbereitschaft der Textilunternehmen.“

Positive Geschäfte bei Industriemessern

Im Geschäftsbereich Industriemesser, der sich auf TKM bezieht, liefen die Geschäfte positiv. Vor allem die Nachfrage nach industriellen Schneidlösungen in den Bereichen Metall, Maschinenelemente sowie Kunststoff, Gummi und Recycling habe sich gut entwickelt.

Im Geschäftsbereich Technische Textilien machte sich wiederum die allgemeine Flaute in der Bauindustrie mit sinkenden Umsätzen bemerkbar. Die Geschäfte in der Verbundstoffindustrie entwickelten sich hingegen positiv.

Über Groz-Beckert

Groz-Beckert ist internationaler Marktführer für Entwicklung, Herstellung und Vertrieb prozesskritischer textiler Präzisionswerkzeuge und industrieller Schneidlösungen sowie Lösungsanbieter von textilen Bewehrungen für die Bauindustrie und von Verbundstoffen.

TKM ergänzt Portfolio

Unter der Marke Groz-Beckert werden industrielle Maschinennadeln, Präzisionsteile und Feinwerkzeuge sowie Systeme und Dienstleistungen für die Herstellung und Fügung textiler Flächen angeboten. Gleichzeitig erschließt die Groz-Beckert Gruppe mit dem führenden Hersteller Solidian das Wachstumsfeld der nichtmetallischen Bewehrungen für nachhaltiges Bauen. Der marktführende Spezialist für Industriemesser TKM ergänzt das Produktportfolio des Konzerns mit industriellen Schneidlösungen für verschiedenste Industrien.

Stammsitz in Albstadt

Bereits 1852 gegründet, erwirtschaftete Groz-Beckert im Jahr 2023 mit weltweit rund 9500 Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern 880 Millionen Euro Umsatz. Das Unternehmen ist mit Vertretungen, Produktions- und Vertriebstochtergesellschaften in mehr als 150 Ländern aktiv.

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